[Bookreview] Faces of Ground Zero

Bookcover used with permisson; all rights reserved; © www.hachettebookgroup.biz

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Dear Friend,
This time I blog in English because of the book at hand. It is called Faces of Ground Zero and the pictures are from the great photographer Joe McNally. If you don't know Joe, please go ahead and check out his work! He is a Master behind the camera, a Master at Light and an even bigger Master at teaching.

Just a few days after 9/11 happened, he started doing these portraits with a "one-of-a-kind" camera in a studio just blocks away from Ground Zero. The pictures in this book repesent the portraits he took on 40x80 in. Polaroids. These "bigger-than-life" Polaroids where exhibited in the US shortly after. This book is a collection of the 150 portraits Joe took, to show the world the (often untold) heros of 9/11.

I hope you enjoyed the video! Here is the link to the Youtube video, I mentioned in the Article. The part about the book starts around Minute four!

Canon – was hast du mir angetan (oder Andere Mütter haben auch schöne Töchter)

Vor kurzem erschien nach langer Wartezeit endlich die Canon 6D Mark II und dies hat mich zum Nachdenken gebracht. Die 6D ist ja eine meiner Kameras und der „direkte Nachfolger“ der 5D Mark II, während die 5D Mark III nach Höherem strebte. Für mich zahlten sich die Upgrades zwischen 6D und 5DIII nicht aus und daher stand meine Entscheidung für die 6D fest. Nun gute 5 Jahre nach dem Erscheinen der 6D steht nun fest, das ihr Nachfolger kommt. Diese Nachricht hat mich ursprünglich erfreut, jedoch dauerte es nicht lange bis ich feststellen musste, das sich wenig geändert hat.

Meine eigene Canon 6D (erkennbar an der roten Markierung) - eine großartige Kamera die mir stets die Arbeit erleichtert hat und sehr zuverlässig ist. Sie ist mein Arbeitstier für Fotos.

Meine eigene Canon 6D (erkennbar an der roten Markierung) - eine großartige Kamera die mir stets die Arbeit erleichtert hat und sehr zuverlässig ist. Sie ist mein Arbeitstier für Fotos.

Ich habe mir lange mehr Autofokuspunkte gewünscht und während man nicht sagen kann, dass dieser Wunsch nicht erfüllt wurde, so wurde er doch nur bedingt beachtet. Mein Wunsch waren mehr Cross-Type Autofokuspunkte die auf der Bildfläche verteilt sind. Während ich mit den 45 Autofokuspunkten glücklich geworden wäre und mir mehr zu viel geworden wären, ist die Aufteilung der Punkte im Sucher nicht gelungen. Alle Punkte drängen sich im Zentrum des Bildfeldes zusammen und wieder gibt es für mich keinen wirklichen Vorteil daraus.

Des Weiteren war es ein großer Wunsch von mir, Steckplätze für zwei SD Karten zu haben. Diese hat die 6DII nicht und noch schlimmer, der eine Steckplatz ist nur für die Geschwindigkeiten der inzwischen langsameren und älteren UHS I Karten ausgelegt.

Die Canon 6D Mark II - der lange ersehnte Nachfolger des Originals. So wunderbar mit einigen neuen Features und dennoch so enttäuschend. Hier könnte der Grund für meinen Umstieg auf ein spiegelloses System liegen. © Canon (www.canon.at)

Die Canon 6D Mark II - der lange ersehnte Nachfolger des Originals. So wunderbar mit einigen neuen Features und dennoch so enttäuschend. Hier könnte der Grund für meinen Umstieg auf ein spiegelloses System liegen.

© Canon (www.canon.at)

Nun weiter zu den allseits beliebten Videofunktionen: Heute erwartet sich jeder 4K Videofunktionen. Während ich kein Fan von 4K Video bin, hat es durchaus seine Berechtigung. In der heutigen Zeit, da immer mehr Kameras mit 4K Video erscheinen, wäre es sinnvoll gewesen dieses in die 6DII zu implementieren. Leider wurde dies nicht getan. Warum? Vielleicht weil die 6DII dann eine bessere Kamera als die 5D Mark IV gewesen wäre? Es scheint der Gedanke gewesen zu sein. Leider lässt es sich für mich nicht nachvollziehen warum dieser Fehler gemacht wurde.

Fassen wir kurz zusammen: die Verbesserungen der neuen Auflage der 6D kommen erstens zu spät und zweitens wurde zu wenig geändert. Daraus lässt sich auch direkt zur zweiten Hälfte des Titels übergehen. Denn dies alles wäre an sich kein Problem, wenn nicht die Konkurrenz groß wäre.

Ich muss zwar Canon immer noch die Entwicklung ihrer eigenen Kamerasensoren zugute halten, doch ich muss auch hier warnen: Es gab in der Vergangenheit einige interessante Patente wie Canons Foveon-artiger Sensor der in der Serienreife möglicherweise außergewöhnliches geleistet hätte, es aber bis jetzt in keine Serienkamera geschafft hat. Die Entwicklung darf nicht stehenbleiben und Canon sollte wie früher unpopuläre Entscheidungen treffen die sich positiv auf den Markt auswirken könnten (Canon setzte bei den SLRs schon sehr früh CMOS Sensoren ein während die meisten anderen Hersteller CCDs verbauten, dies brachte zwar ein wenig höheres Bildrauschen und daher den einen oder anderen schlechten Testbericht, dennoch war es die richtige unbeliebte Entscheidung).

Die Fuji X-T1 ist in Größe und Aussehen mit meiner analogen Minolta X-700 vergleichbar. Das einzige was mich glücklicher machen könnte wäre ein Vollformat Sensor, jeoch verstehe und respektiere ich Fujifilms Entscheidung nicht in den stark umkämpften Sektor der Vollformatkameras einzusteigen.

Die Fuji X-T1 ist in Größe und Aussehen mit meiner analogen Minolta X-700 vergleichbar. Das einzige was mich glücklicher machen könnte wäre ein Vollformat Sensor, jeoch verstehe und respektiere ich Fujifilms Entscheidung nicht in den stark umkämpften Sektor der Vollformatkameras einzusteigen.

Aus meiner Sicht stehen Canon (und nachlassend Nikon) nun auf dem Sektor der spiegellosen Kameras große Konkurrenz gegenüber. Inzwischen sind die Sony alphas und die Fujifilm X-T Reihe mehr als nur ernstzunehmende Alternativen. Inzwischen gehe ich selbst immer mehr dazu über, meine X-T1 zu benutzen und ihr Nachfolger wäre für mich derzeit bessere Kamera als die 6DII. Auch Sony zieht mich in seinen Bann, da es möglich ist dank verschiedener Adapter meine heißgeliebten Canon Objektive weiter zu verwenden. Wenn ein Nachfolger der α7S II erscheint könnte diese ein Gamechanger sein. Sony hat schon mit der α9 eine großartige Kamera hergestellt und eine α7S III könnte durchaus meinen Umstieg bewirken.

Die Sony α7S II - eine der anderen schönen Töchter. Ihr Nachfolger könnte meine Welt auf den Kopf stellen. Das derzeitige Model bietet 12 Megapixel (ausreichend) und eine unglaubliche Leistung bei wenig Licht (high ISO capabilities) © Sony (www.presscentre.sony.eu)

Die Sony α7S II - eine der anderen schönen Töchter. Ihr Nachfolger könnte meine Welt auf den Kopf stellen. Das derzeitige Model bietet 12 Megapixel (ausreichend) und eine unglaubliche Leistung bei wenig Licht (high ISO capabilities)

© Sony (www.presscentre.sony.eu)

Es sollte also nicht nur den Nutzern zu denken geben, worin sie investieren, sondern auch den Herstellern, vor allem Canon und Nikon wie sie weiter verfahren, denn diese scheinen sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen.

Analog?!?

Lieber Freund,
Du hast sicher schon über den Fotowalk gelesen, den Michael und ich am 14.August machen. Falls nicht, würde ich dir empfehlen hier kurz nachzulesen, damit du weiß welches Thema wir uns überlegt haben.

Wien, 2016 - mit Agfaphoto CT precisa 100, X-Pro

Warum in aller Welt wollen wir einen Fotowalk mit analogen Kameras machen? Oder für die, die keine (mehr) haben, warum diese Einschränkungen? Sollten wir nicht die heute verfügbare Technik nutzen, anstatt auf längst überholte Ausrüstung zurück zu greifen? Nein, das finde ich nicht. Ja, ich bin froh und dankbar, was wir heute alles an Technik verwenden können. Mein neuestes Spielzeug ist die Samsung Gear S3 und jedesmal wenn ich im Auto einen Anruf bekomme (was glücklicherweise selten ist, da auch das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung ablenkt) freue ich mich wie ein kleines Kind. Ich hatte in meiner Kindheit zwei Lieblingsserien. Die eine war MacGyver (der Grund warum ich auch heute nie ohne ein schweizer Messer aus dem Haus gehe) und die andere war Knight Rider. Während selbstfahrende Autos wie KITT immer noch ein wenig Zukunftsmusik sind, kann ich mit meiner Uhr bereits - so wie Michael Knight - sprechen bzw. telefonieren :) WIE COOL IST DAS DENN!! Damals hätte ich mir ein Bein für so eine coole Uhr ausgerissen, heute bekommt man sie für ein paar Hundert Euro...

Wien, 2016 - mit Agfaphoto CT precisa 100, X-Pro

Ich bin also total dafür, die verfügbare Technologie einzusetzen, aber manchmal habe ich auch das Bedürfnis, zu entschleunigen - wie man so schön sagt. Und das finde ich, geht mit der Analogfotografie besonders gut. Letztes Jahr als Michael und ich an der "Dogwood 52 week challenge" teilgenommen haben, machte ich bereits ein paar Fotos auf echtem Film. Das Thema war "Nostalige" und ich entschied mich, einen Farbfilm Cross-Entwickeln zu lassen, den ich für dieses Thema "verfotografiert" hatte. Durch dieses Verfahren bekommt man interessante Farbverschiebungen bei den fertigen Bildern. Ich muss gestehen, dass ich bei einigen diese wieder Rückgängig gemacht habe. Das geht natürlich nur, wenn man die Negative scannt und dann in Lightroom (oder Photoshop) weiter bearbeitet. Wie du siehst, kombiniere ich also auch hier Altes mit Neuem um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Außerdem, wie könnte ich dir sonst hier einige der Fotos zeigen, wenn ich sie im Anschluss nicht digitalisiert hätte?

Wien, 2016 - mit Agfaphoto CT precisa 100, X-Pro

Ich glaube unser Fotowalk wird besonders interessant, da wir erst später wissen, ob unsere Fotos etwas geworden sind. Das erklärt auch, warum es früher weniger Fotografen gegeben hat, die z.B.: Hochezeiten fotografiert haben. Ich weiß nicht, ob ich so viel Sebstvertrauen bzw. Können gehabt hätte, eine Hochzeit zu fotografieren. Heute kann ich sofort sehen, ob das Foto etwas geworden ist oder ob ich nochmal abdrücken muss. Damals nicht, da musste es passen wenn der Auslöser "klick" machte. Zugegeben, (Farb) Film ist viel mehr verzeihend als die aktuellen Kamerasensoren, aber trotzdem. Ein Arbeitskollege hat sich erst kürzlich eine (analoge) Leica zugelegt (Ohhhhhh), und die Fotos die ich bisher gesehen habe, müssen sich vor den digitalen von heute wirklich nicht verstecken. Manchmal (nicht immer) hilft es der eigenen Kreativität, wenn man sich einschränkt. Zusätzlich zu den Einschränkungen die die Verwendung einer analogen Kamera mitsich bringen, habe ich nur ein einziges Objektiv (50,mm, was sonst...) und das muss ich manuell Fokussieren. Ich freue mich schon richtig auf den 14.August, vielleicht sehen wir uns ja?!? Bis dahin alles Gute, Dein

Fotowalk #011 - Total Analog*

Datum, Zeit & Ort

Der Fotowalk #011 - Total Analog* findet am Fenstertag vor Maria Himmelfahrt statt. Das ist Montag, 14.August! Der Ausgangspunkt ist - wie üblich - der Karlsplatz bzw. der Seiteneingang der Karlskirche. Wir mögen diesen Platz, weil man ihn sowohl öffentlich als auch mit dem Auto (Kurzparkzone!) erreichen kann. Da es vermutlich sehr heiß wird, schließlich ist ja August, treffen wir uns erst um 16.00!

Das Thema - Total Analog*

Eigentlich wollte ich ja "Absolut Analog" nehmen, aber das ist der Name des neuen Podcasts von Chris Marquardt und Monika Andrae. Ich glaube zwar nicht, dass die beiden etwas dagegen gehabt hätten, aber "Total Analog*" klingt auch nicht so schlecht. Was genau meint das Thema denn nun und warum ist da ein Sternchen??

Nun das ist ganz einfach, wir werden bei diesem Fotowalk nur analog fotografieren. Das bedeutet im Detail, dass jeder der noch (so wie Michael und ich) eine anaolge Kamera besitzt, sich einfach einen Film seiner Wahl (Farbe, S/W, beliebige ISO) kauft und mit diesem dann den Fotowalk bestreitet. Das Sternchen ist das Kleingedruckte für all jene, die keine analoge Kamera (mehr) besitzen. Jene dürfen nämlich trotzdem gerne mit ihrer digitalen Kamera ihrer Wahl teilnehmen, jedoch mit Einschränkungen:

  1. Die ISO muss auf einen (beliebigen) Wert fest eingestellt und dort belassen werden. Wir können die ISO ja auch nicht beliebig ändern, die ist durch den Film fix vorgegeben.
  2. Maximal 36 Fotos dürfen gemacht werden, und kein Foto darf gelöscht werden. Denn dies ist auch beim analogen Film so.
  3. Kein "Chimpen" - Der Bildschirm auf der Rückseite der Kamera bleibt aus. Kein Nachschauen ob die Belichtung passt, ob der Bildausschnitt gut ist. Das geht analog alles nicht.

Na, ist das Interesse geweckt? Dann würden wir uns sehr freuen, euch am 14.August bei unserem Fotowalk #011 begrüßen zu dürfen.

Blockiert?!?

Lieber Freund,
Du kennst das sicher, es gibt Tage an denen nichts gelingen will. Egal was man beginnt, egal was man versucht, nichts (scheint) zu gelingen. Manchmal ist das tatsächlich so, manchmal erscheint es einem nur so. Dabei ist es völlig egal, ob im Beruf, in der Freizeit, beim Spielen, wo auch immer. Was also dagegen tun?
Der irische Whiskey "Writers Tears" soll ja deswegen so heißen, da die irischen Schriftsteller bei einer Schreibblockade gerne einen (oder mehrere?) Whiskeys zu sich genommen haben. Und als dann die Tränen der Freude ob der genialen(?) Einfälle geflossen sind, wurde dieser Whiskey geboren. Soweit die Geschichte, ich möchte dich hier aber keineswegs dazu anstiften Alkohol zu trinken, wenn du nicht mehr weiter weißt. Alkohol ist keine Lösung, sagt ein Sprichwort und das stimmt sogar in mehrfacher hinsicht. Alkohol ist ein Lösemittel, aber keine Lösung. Eigentlich ist es auch ein Destillat, aber ich schweife ab.

Heiligenkreuz, Juni 2017

Mir geht es natürlich hier um die Blockade beim Fotografieren. Klar, es ist einfach, hat man einen (mehr oder weniger genau definierten) Auftrag. Ich habe letztens zum Beispiel zwei Firmungen fotografiert. Natürlich tobe ich mich da auch mal kreativ aus, aber im Großen und Ganzen weiß ich, welche Fotos gewünscht sind und was ich tun muss, damit ich dieses Ziel erreiche. Aber wenn ich zum Beispiel in der Stadt unterwegs bin, fällt es mir nicht immer leicht in diese "Zone" zu kommen.
Manche Fotoblogs empfehlen, trotzdem zu fotografieren. Einfach auch mal nicht so super kreative Fotos machen. Aber immer den Fotoapparat dabei zu haben und immer Fotos zu machen. Wieder Andere empfehlen, sich mal eine "Auszeit" zu nehmen. Bewusst keinen Fotoapparat mitzunehmen. Das "was da ist" nur warzunehmen, quasi mit den Augen festhalten. Wieder Andere haben Tipps die mehr oder weniger zwischen diesen beiden Extremen liegen. "Die Eine" Lösung scheint es also nicht zu geben. Was also tun?

Wien, Juni 2017

Ich glaube der "beste" oder "richtigste" Weg ist der, mit dem man selbst sich am wohlsten fühlt. Ich zum Beispiel hatte eine Zeit, in welcher ich meine X100T tatsächlich immer dabei hatte. Und ich fühlte mich manchmal fast schon schlecht, wenn ich sie nicht aus der Tasche nahm oder einmal doch nicht dabei hatte. Manchmal wollte ich einfach nur so durch die Stadt laufen können, ohne Tasche, ohne Ballast, ohne viel nachdenken zu müssen. Und dann fiehl es mir wie Schuppen vor die Augen. Eine Kamera habe ich immer dabei, auch wenn ich ohne Tasche unterwegs sein wollte oder musste. Heute hat (fast jeder) eine Kamera immer dabei, die in seinem Smartphone.

Wien, Juni 2017

Manche sind besser, manche nicht so gut, aber allen ist gemeinsam, dass man sie eigentlich immer dabei hat. Ohne es richtig zu bemerken. Ein Smartphone ohne Kamera ist heute nicht mehr denkbar, daher vergisst man so leicht darauf. Das ist fast so wie der Blinkerhebel im Auto ;) Und das man mit den heutigen Kameras durchaus gute Fotos machen kann, beweisen die Fotos in diesem Beitrag. Die sind alle mit der Kamera meines iPhone 6s gemacht. Manche habe ich noch in Snapseed aufpoliert, manche nicht. OK, die Meisten habe ich aufpoliert ;)

Prag, Juni 2017

Ich bin also jetzt manchmal doch auch ohne meine X100T unterwegs und ich fühle mich nicht gezwungen Fotos machen zu müssen. Aber ich weiß, dass ich welche machen kann, wenn ich will. Da ich mein iPhone ja immer dabei habe. Ich kann dir noch nicht zu 100% sagen, dass mir das langfristig hilft, aber abgesehen von der Herstellung von Diamanten (und einiger wenigen anderen Dinge) ist (zu) viel Druck nicht gut, denke ich. Fotografieren soll Spaß machen, das ist glaube ich das Wichtigste. Ob mit einer 1Dx MkII, einer X100T oder einem Smartphone, ganz egal. Praktischerweise hatte ich damit auch gleich wieder ein bisschen etwas, worüber ich schreiben konnte.

Mayerling, Juni 2017

Nächste Woche kommt wieder ein Bericht über eine Buchpräsentation. Da bin ich nämlich am Dienstag in Schloss Schönbrunn, wo der Verlag Edition Lammerhuber das Buch "Schloss Schönbrunn" präsentiert. Ich habe bereits das Cover gesehen und wenn du Kitsch nicht magst, wird das Buch vermutlich nichts für dich sein. Aber wir hier in Wien mit den wundervollen Bauten aus der Kaiserzeit stehen total auf sowas ;) Bis dahin, alles Liebe, Dein

[Buchrezension] Architecture of an Existential Threat

Lieber Freund,
letzte Woche Mittwoch habe ich dir über die Auststellungseröffnung im Museum Judenpatz berichtet. Als ich von der Eröffnung nachhause kam, wartete bereits ein Päckchen mit dem Buch zur Auststellung auf mich. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag Edition Lammerhuber zur Verfügung gestellt. Das sich dieser Umstand nicht - weder positiv noch negativ - auf meine Rezension auswirkt, erwähne ich hier nur der Form halber. Du kennst mich sicherlich schon gut genug. Und mal ganz unter uns, ich stelle eigenlich nur Bücher vor, die mir gefallen. Wenn ich ein Buch nicht gut finde, organisiere ich mir kein Rezensionsexemplar und nehme auch kein Video dazu auf. Dafür ist mir meine begrenzte Zeit (ich habe ja auch noch einen "normalen" Job) zu schade. Aber es freut mich, dass mir der Verlag die Möglichkeit geboten hat, bei der Eröffnung der Ausstellung (Hier weitere Infos) dabei zu sein und noch dazu das Buch rezensieren zu können! Das Titelfoto ist im übrigen das Titelbild des Buches (© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber).

Hier nun die Daten des Buches, direkt darunter findest du dann das kurze Rezensionsvideo. Wundere dich nicht, wenn dort nochmal die Daten auftauchen. Das mache ich deswegen, weil das Video (auch) auf Youtube hochgeladen wird. Damit auch jene, die das Video nur auf Youtube sehen, wissen wie sie an das Buch kommen! Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Viedeo, bis zum nächsten Mal!


Architecture of an Existential Threat
Adam Reynolds, Danielle Spera
22 x 27,5 cm, 144 Seiten, 72 Fotos
Deutsch, Englisch, Hebräisch
Hardcover, Leinen gebunden, French-Fold Schutzumschlag
ISBN 978-3-903101-29-6
Ab sofort direkt beim Verlag für 39,90.- erhältlich (keine Versandkosten in Ö und D)!


1 Jahr Foto der Woche

Am 12.Juni 2016 haben Michael und ich beschlossen, eine neue Kategorie im Blog einzuführen. So war das "Foto der Woche" geboren! Nach einer Weile verlegten wir das Veröffentlichen von Sonntag auf Samstag. Und genau heute wird das Foto der Woche ein Jahr alt!

Hier ein Rückblick auf alle 50 Fotos des vergangenen Jahres. Moment, warum nur 50?? Anfang 2017 hatten wir, anstelle des Foto der Woche einen Jahresrückblick. Daher sind es zwei Fotos weniger. Nächste Woche wird wieder Michael ein Foto der Woche veröffentlichen! Bis dahin viel Freude mit den Fotos des letzten Jahres!

Bunker! Architektur des Überlebens

Adam Reynolds © Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

Adam Reynolds
© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

Lieber Freund,
Du erinnerst dich sicher noch an mein Buch-Video über Gerd Ludwigs Buch "Der Lange Schatten von Tschernobbyl". Vor genau zwei Wochen bekam ich wieder einmal eine Email vom Verlag Edition Lammerhuber. Darin enthalten eine Einladung zur Eröffnung der Ausstellung "Bunker! Architektur des Überlebens" zusammen mit Pressematerial zu dem dazugehörigen Buch "Architecture of an Existential threat" mit Bildern von Adam Reynolds.

Ich werde dir hier einen kleinen Eindruck der Auststellungseröffnung geben. Über das Buch selber, die darin enthaltenen Fotos und alles drum herum werde ich dir seperat berichten, sowie ich mein Rezensionsexemplar erhalten habe. Hier nun ein Auszug aus dem Material, welches ich vom Verlag bekommen habe. Manche der hier verwendeten Fotos werden mit Erlaubnis des Verlags verwendet und unterliegen dem Copyright. Dies ist unter dem Bild angegenen (© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber).

"Nach israelischem Gesetz müssen alle Einwohner des Landes Zugang zu Bunkern haben, die im Falle eines Angriffs mit unkonventionellen Waffen auch abgedichtet werden können. Die Israelis haben diese "Weltuntergangs-Räume" in ihren Alltag integriert und in Räume "verwandelt", die aussehen als wären sie ganz normale Tanzstudios, Kneipen oder Bethäuser. Für viele Bewohner Israels, die mit einer oersönlichen Geschichte von Exil und Verfolgung leben müssen, sind diese Schutzräume die Architektur einer existentiellen Bedrohung - sehr real und immerwährend." -Edition Lammerhuber

Bunker einer Grundschule
© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

Ich kann mir gut vorstellen, dass du dich fragst, wie politisch ich mit meinem Artikel werde, aber ich kann dich beruhigen. Natürlich ist die Notwendigkeit solcher Räume der Situation im Nahen Osten geschuldet und natürlich wäre es äußerst weltfremd, das aktuelle (und damalige) politische Klima dieser Region auszuklammern. Ich gehe jedoch nicht darauf ein, wer "Recht hat" oder "Wer angefangen hat". Darum geht es weder bei dieser Ausstellung, noch bei diesem Buch. Es geht darum, wie die Menschen dieser Region mit der omnipräsenten Angst eines möglichen (ob berechtig oder nicht!) Angriffes zu leben gelernt haben. Es ist vielleicht noch anzumerken, dass das Gesetz von "Bewohnern (Israels)" nicht "Israelische Staatsbürger", "Juden" oder sonstigen Personengruppen spricht, also jeder, der sich garede zu dieser Zeit in Israel aufhält! So politisch werde ich aber: Ich vertrete die Meinung, dass *jeder* Mensch das Recht hat, zu leben. Und *niemand* hat das Recht, ihm das wegzunehmen. Punkt. Aus. Ende.

© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

"Adam Reynolds ist ein Dokumentarfotograf mit Fokus auf den Nahen Osten und hat Journalismus und Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Nahost-Politik, islamische Studien und Fotojournalismus an der Universität in Indiana studiert. Er besitzt einen Master of Islamic and Middle East Studies als auch einen für Fine art Photography. Diese Studien ermöglichen ihm, die Balance zwischen fotografischer Kreativität und journalistischer Thementreue zu halten und einzigartige Zeitdokumente zu erarbeiten, die vielfach ausgezeichnet und in Auststellungen gezeigt werden." -Edition Lammerhuber


Nicht zu übersehen, wenn man am Judenplatz steht. Der Schriftzug des Museums

Nun aber zur Ausstellung. Die Ausstellung im Jüdischen Museum Wien, Museum Judenplatz 8, kann noch bis 8.Oktober besichtigt werden. Alle Informationen zu Öffnungszeiten, Anreise, Preise, usw. gibt es auf der Seite des Museums . Eröffnet wurde selbige durch den Bundesminister Mag. Hans-Peter Doskozil in Beisein der Direktorin des Museums, Danielle Spera, dem Fotografen Adam Reynolds, Lois Lammerhuber vom Verlag Edition Lammerhuber, dem amerikanischen und britischen Botschafter sowie Freunden und Sponsoren des Museums. Auch die israelische Botschafterin stattete dem Museum einen kurzen Besuch ab, musste aber bereits vor der offiziellen Eröffnung zu einem anderen Termin.

Hochsicherheits-Konferenzraum Knesset
© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

Danielle Spera erzählte, wie sie es selbst erlebt hat in Israel als Journalistin in einen solchen Bunker zu müssen und Minister Doskozil rief in Erinnerung, dass auch hier in Österreich vor nicht all zu langer Zeit die Menschen Zuflucht in Bunkern suchen mussten, der jungen Generation aber nicht mehr bewusst ist, wie dankbar man sein muss, ohne diese Furcht leben zu dürfen. Adam Reynolds klärte die Anwesenden noch auf, wie das Fotos des Bunkers der Knesset zustande kam. Dies war seinen schlechten Hebräischkenntnissen, welche nur knapp über den nicht existenten Deutschkenntnissen liegen - so der Fotograf - geschuldet. Am Telefon hatte er nämlich auf Hebräisch gefragt (ohne es selbst zu wissen) ob er den Aufnahmeraum fotografieren dürfe, er jedoch dachte, das Wort für Bunker benutzt zu haben. Etwas verwundert gestatteten sie ihm jeoch vorbei zu kommen und Fotos zu machen. Dort angekommen wunderte Reynolds sich ob des falschen Raumes und fragte auf Englisch nach warum er nicht in den Bunker dürfe. Promt wurde er über seinen Fehler aufgeklärt. "Aber da ich schon einmal da war, durfte ich doch in den Bunker. Hätte ich von Anfang danach gefragt", ist sich Reynolds sicher, "hätten sie mich sofort abgewiesen."

Der amerikanische Botschafter im Gespräch mit Adam Reynolds

Schlussendlich zeigte sich Lois Lammerhuber ob der baulichen Gegebenheit des Museums sehr freudig. Betritt man das Museum und wendet sich nach links, finden sich jene Bilder, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen geben, dass es sich um einen Bunker handelt. Also mehr oder weniger schön dekorierte Räume, die für die vielfältigsten Aktivitäten genutzt werden. Wendet man sich dagegen in den rechten Raum, finden sich jene Bilder die unverkennbar "Bunker" schreien. Kahle Wände, dicke Türen, Leuchtstoffröhren. An diesen Raum - und das war das für Lois Lammerhuber erfreuliche - schließt sich ein kleines Kabinett an, weches zu eben so einem Bunker umgestaltet wurde. Nicht einmal das Bewusstsein in einem ebenerdigen Raum zu stehen und noch dazu diesen freiwillig zu betreten hilft, das in einem aufsteigende beklemmende Gefühl zu unterdrücken, sowie man diesen Raum betreten hat. Wieviel schlimmer muss es sein, tatsächlich in solch einen Raum zu *müssen*!


Danielle Spera mit ihrem Vater, der israelischen Botschfterin, Adam Reynolds und BM Doskozil (v.r.n.l.) in der Ausstellung

Zusammenfassend kann ich nur jedem empfehlen, sich diese Ausstellung anzusehen. Sie zeigt auf eindrucksvolle weise, wie ein ganzes Land gelernt hat, mit der omnipräsenten Gefahr zu leben und umzugehen. Ich kann mir nur schwer - nein, eigentlich kann ich es mir überhaupt nicht - vorstellen, wie es sein muss, damit tagtäglich zu leben, damit groß zu werden. Jedoch fällt es mir leichter, dafür dankbar zu sein, was ich, was wir hier in Österreich, in Europa, haben. Wie gut es uns eigentlich geht und wie wenig Angst wir haben müssen. Wie Minister Doskozil sagte, vor nicht all zu langer Zeit war das noch anders. Meine Großeltern durchlebten ähnliches, was heute in Israel (noch immer) Realität ist. Wie klein und unwichtig sind da auf einmal manche Probleme, die uns oft so groß und unüberwindbar erscheinen. Vielleicht sollten wir alle (mich eingeschlossen!) anfangen, dankbarer zu sein, für das was wir haben, was meinst du? Bis zum nächsten Mal, Dein

Ich war noch niemals in New York!

Lieber Freund,

Ebenso war ich noch nie in Hawaii oder San Francisco (weder mit noch ohne zeriss'nen Jeans), wie Udo Jürgens im gleichnamigen Lied so schön sang. Immer wieder lese und höre ich "Don't buy gear". Auch ich habe schon das eine oder andere Mal dir darüber geschrieben, dass es oftmals nur der Befriedigung des G.A.S. dient und uns Fotografisch zu 99% nicht weiter bringt. Stattdessen höre und lese ich die Empfehlung in Erinnerungen zu investieren. Das kann mal ein Workshop sein, mal ein Ausflug ins Museeum, mal eine Reise in ein (mehr oder weniger) fernes Land.

Veitsdom & Burg am Abend, Prag, 2017

Wer eine Reise tut ...

So habe ich es am vergangenen "langen" Wochenende auch getan. Ein Freund hatte mich eingeladen mit nach Prag zu kommen und auch wenn ich kaum bis keinen Einfluss auf die Reiseplanung haben würde (du kennst mich, ich plane gerne voraus), habe ich zugesagt. Und ich muss sagen, dass ich durchaus zufrieden war. Zugegeben, mit drei "Nicht-Fotografen" hatte ich es manchmal schon schwer den Anschluss (unter anderem auf der unglaublich vollen Karlsbrücke) nicht zu verlieren, wenn ich mal hier oder da kurz stehen geblieben bin um ein paar Fotos zu machen. Das ist keine Kritik oder Beschwerde, nur eine Tatsachenfeststellung. Außerdem war es ein eher kurzer Besuch, da wir alle schon wieder Samstag Abend zurück sein mussten. Einige schöne Bilder sind mir aber trotzdem gelungen (wie du hier bereits sehen kannst).

Silhouette des Veitsdoms, Prag, 2017

... der kann viel erzählen!

Und nicht nur das, ich konnte dank Jarka - eine Freundin einer Mitreisenden die als Fremdenführerin fungierte - auch einiges interessantes sowohl über Prag als auch über die Kultur in Tschechien lernen. Für mich hat sich dieser Kurztrip also in mehrfacher Hinsicht ausgezahlt. Ich konnte eine für mich neue Stadt im Beisein ortskundiger Menschen "gefahrlos" anschauen, einige schöne Fotos machen und mich auch kulturell weiterbilden. Und mit "gefahrlos" meine ich natürlich, dass ich nicht selber einen halben Tag damit verbingen musste, zu überlegen was man sich in Prag anschauen sollte oder was schade um die Zeit ist. Wir waren am Donnerstag Abend nach unserer Ankunft noch in der Stadt essen (italienisch, frag bitte nicht...) und ich habe mich keine Minute unsicher gefühlt.

Silhouette des Brückenhauses der Karlsbrücke, Prag, 2017

Home, sweet Home ?!?

Eigentlich habe ich mich - abgesehen von der anderen Sprache - sehr heimisch gefühlt. Prag und Wien sind sich nicht nur architektonisch sehr ähnlich. Aber auch das verwundert nicht, blickt man auf die (teilweise sehr harte und tragische) Geschichte der beiden Städte. Leider war der eine Tag viel zu schnell herum (dafür war das Wetter spitzenmäßig!) um auch nur Ansatzweise alles (oder wenigstens einiges) zu erkunden. Ich kann jedenfalls bestätigen, dass alle die sagen, Prag sei wunderschön und die Menschen dort sehr freundlich, Recht haben. Und auch wenn ich zumindest ansatzweise die Worte in tschechisch lesen (aber nicht verstehen) kann, kommt man mit Deutsch und Englisch in Prag sehr weit. Fast alles ist auch in Englisch angeschieben, manche Dinge (wie Speisekarten) auch zusätzlich in Deutsch. Sehr vorbildlich und touristenfreundlich!

Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen

Ich weiß, was du jetzt denkst. Die Zeit und das liebe Geld. Zeit haben wir bekanntlich keine, aber nur deswegen, weil wir sie nicht festhalten können. Zeit hat etwas mit Veränderung zu tun, nichts, was wir stoppen oder sonst irgendwie manipulieren könnten. Zeit ist einfach. Ich habe mir vorgenommen, mir in Zukunft mehr Zeit zu "nehmen" um solche Reisen zu machen. Denn ob ich Geld habe oder nicht, kann ich sehrwohl beeinflussen. Und wie ich Eingangs erwähnte hatte, bevor ich Geld in eine neue Kamera investiere (die ich nicht brauche), "kaufe" ich mir lieber Erinnerungen. Ich hatte sogar kurz überlegt, für die Prag Reise, nur meine alte Praktica mit den beiden Analogfilmen die ich letztens am Flohmarkt gefunden hatte, mitzunehmen. Aber das kann ich ja ein anderes Mal machen. Dann werde ich dir sicher wieder darüber berichten. Fange schon mal an zu sparen, denn wenn dich einmal die Reiselust gepackt hat, hält dich so schnell nichts mehr auf, neue Städte, Länder und Kulturen entdecken zu wollen! Bis dahin, alles Liebe, Dein

Recap Fotowalk #010 - LDA

Lieber Freund,
Du wirst dich sicher gewundert haben, dass gerstern kein Artikel erschienen ist. Nun, das ist einzig und alleine meine Schuld. Ich hatte vor, Dienstag Abend noch ein paar Zeilen zu schreiben, nachdem ich in den vergangenen Wochen mir keine Zeit dafür genommen hatte. Und dann stolperte ich über ein Webinar das Bloggen betreffend. So habe ich den Abend dann damit verbracht, mir ein paar Blogging Tipps zu notieren und nicht an einem neuen Artikel zu schreiben.

Ironischer Weise war der erste Tipp "Consistensy is more important than frequency!", also Beständigkeit ist wichtiger als Häufigkeit. Das "untere Limit" sollte demnach ein Artikel pro Woche sein, was Michael und ich auch derzeit versuchen. Und diesen einen Artikel pro Woche hole ich nun hier am Donnerstag nach (eigentlich haben wir ja zwei pro Woche, wenn man das Foto der Woche mitzählt). Vermutlich bin ich gerade auf dem Weg nach Prag, wenn dieser Artikel online geht. Hoffentlich kann ich dort ein paar schöne Fotos machen, die ich natürlich dann auch hier veröffentlichen werde. Ich möchte dir heute ein paar meiner Fotos unseres letzen Fotowalks (Nummer 010 um genau zu sein) zeigen und ein paar Worte warum ich dieses oder jenes Bild gemacht habe dazu schreiben. Im Übrigen, meine Kamera (Fuji X-Pro1 mit dem 56mm f/1.2) war auf "Pro Neg. Hi", Bildformat 16:9 eingestellt. Alle Bilder sind SOOC (Straight out of camera) und daher unbearbeitet.


Das Erste und das Letze Bild

Ich muss zugeben, dass mir zu Beginn noch nicht bewusst war, dass ich meine Fotoserie mit einer "Innenecke" beginnen und einer "Außenecke" beenden werde. Mir gefielen einfach die Linien die durch das Grafitti unterbrochen bzw. gestört werden. Als wir dann auf dem Weg zum Auto waren, kam ich am Ecke des Resselparks an der anderen Hausecke vorbei und da wurde mir klar, dass ich diese beiden Fotos als "Klammer auf" und "Klammer zu" für meine Fotoserie verwenden kann.


Der Mann am Hotel

Im ersten Moment könnte man wirklich meinen, da hänge doch einer an der Hotelwand. Erst der zweite Blick verrät, dass es sich nicht um einen lebendigen Menschen handelt. Eine Plakatleinwand daneben erklärte um welches Kunstprojekt es sich handelt, mir gefiel einfach das Motiv und das kurz innehalten um sich bewusst zu machen, was da genau vor sich geht.


Zwei Chamäleons küssen sich

Als wir den Stadtpark betraten, fiehl mir der Bogen zwischen den beiden Steinen sofort auf. Das sie beiden wie Chamäleons aussehen, bemerkte ich erst, während ich wartete, keine Personen mehr im Bild zu haben (du glaubst nicht, wie viele Menschen auf einmal kommen, kaum dass du den richtigen Abstand und Winkel gefunden hast).


Der Taubenflüsterer

Diese Statue findet sich am Graben, in unmittelbarer Nähe zur Peterskirche. Als wir dort vorbei kamen, ist mir die eine Taube auf dem Finger sofort aufgefallen. Mir gelang es mit den aktuellen Einstellungen, fast ein Silhouettenbild zu bekommen. Da ich aber nicht ganz zufrieden war, passte ich meine Einstellungen an, doch da saß die zweite Taube (man sieht sie schon am Oberarm hinter der Hand) auf dem Kopf, und das sah blöd aus. Ich wartete zwar ein wenig, aber den beiden Tauben gefiel es da, wo sie gerade waren, also zog ich weiter.


Die Prätorianergarde

Ich wählte diese Bild (gegenüber jenem, auf welchem nur die beiden Statuen vor der hellen Hauswand zu sehen sind), weil ich eine gewisses humoristisches Element darin sehe. Die beiden Prätorianer, wachsam und darauf gefasst, sofort jegliche Gefahr im Keim zu ersticken und dem gegenüber der junge Mann noch hinter dem Eck versteckt mit der schwarzen Lederjacke und dem forschen Schritt. Vielleich der Kommandant der beiden, sich leise anschleicht um die beiden dabei zu erwischen, nicht aufmerksam zu sein?


Unser neues Bannerfoto auf Facebook

Der kleiner Innenhof neben dem Michaelerplatz bietet dank einiger Spiegel genug Möglichkeiten sich krativ auszutoben. Das haben Michael (links) und ich auch getan und eben dieses Foto kam dabei heraus. Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich sehe wie klein die X-T1 im Vergleich zu meiner "kompakten" X-Pro1 ist.


Life will find a way

Diesen wohl sehr bekannten Satz von Dr.Ian Malcom aus Jurassic Park hatte ich im Kopf, als ich sah, wie sich die Ästchen durch den Zaun der den Volksgarten umgibt, streckten. Weit offene Blende, damit nur das in Fokus ist, wohin ich den Betrachter lenken möchte. Die schrarze Farbe des Zauns hilft auch, das Auge zu dem grünen Farbklecks zu lenken.


Das war es auch schon wieder für dieses Mal. Wenn du alle Fotos sehen möchtest die wir gemacht haben, brauchst du nur auf unsere Namen klicken: Lukas (LDA) und Michael (MiAb)
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Komposition, Kitobjektive und Kameras

Mein heutiger Beitragstitel ist etwas weitläufig gewählt. Dies hat aber einen guten Grund denn wie mein lieber Freund und Kollege Lukas bereits erwähnt hat nenne ich inzwischen eine Fujifilm X-T1 Kamera mein Eigen. Dies hat mich in mehrfacher Hinsicht zum Nachdenken angeregt.

 

Bildformat und Komposition:

Als Benutzer einer Spiegelreflex Kamera war ich an ein einziges Bildformat gewöhnt. Das 3:2 Format hat mich seit der analogen Zeit mit dem 24x36 mm Film begleitet. Für mich war es daher immer wichtig das beste aus dem Format zu machen. Ein Beschneiden des entstandenen Fotos war für mich daher uninteressant um nicht zu sagen abstoßend. Das kann natürlich sehr lehrreich sein wenn man ein Foto so komponieren muss, dass Störendes im Hintergrund bereits entfernt werden muss bevor das Bild eingefangen wird. Da es für mich immer wieder interessant wird kurze Video Sequenzen zu filmen musste ich natürlich auch lernen mit dem 16:9 Format umzugehen was zu analogen Zeiten noch undenkbar schien.

16:9 ist aber auch für Fotos interessant da man in den Fotos einen „Kinofilm-Look“ einbringen kann. Diese beiden Formate sind aber nicht die einzigen. Schon lange Zeit faszinierten mich die Mittelformatkameras mit 60x60 mm Film und somit einem 1:1 Seitenverhältnis. Wie Lukas immer wieder gerne zu sagen pflegt gilt auch in der Fotografie der bekannte Werbeslogan: „quadratisch, praktisch, gut“.

Alle drei Formate können bei Fujifilm bereits in der Kamera ausgewählt werden doch was ist nun der Unterschied bei der Bildkomposition? Die Antwort auf die Frage mag lächerlich klingen doch es lässt sich in einem Wort beschreiben: Nichts. Die Probleme und Herausforderungen mit dem geänderten Format sind ähnlich. Nicht zu unterschätzen sind aber die Möglichkeiten. Der Trick dabei ist nur das Foto nicht nachher einfach zu beschneiden sondern den Bildausschnitt vorher schon im Kopf (oder bei spiegellosen Kameras - im Sucher) zu haben. Bereits beim letzten Fotowalk konnte ich es mir nicht nehmen lassen ausschließlich im 16:9 Format zu fotografieren und ich kann es jedem nur anraten die Möglichkeit auszunutzen (meine Fotos sind hier zu finden, der Link zu den Fotowalk Bildern von Lukas D. Albert sind dort zu finden).

 

Kitobjektive:

Natürlich ist für gute Fotos nichts wichtiger als gutes Glas um das vorhanden Licht mit möglichst geringen Verlusten zur Kamera zu bringen. Zu diesen Verlusten gehört alles was das Bild beeinträchtigen kann (Schärfe, Verzerrung, Abbildungsfehler,…). Einen Besonders schlechten Ruf haben hierbei die sogenannten Kitobjketive. Diese werden oft mit den Kameras mitgeliefert und sind nicht immer hochwertig Gebaut und zeichnen sich auch nicht immer durch ihre optischen Leistungen aus. Nicht immer ist jedoch der schlechte Ruf gerechtfertigt. Bei der Canon 5D Reihe wurde früher oft das EF 24-105/4 L IS mitgeliefert. Ich selber besitze meines noch auch wenn ich es nur selten benutze. Es ist ein großartiges Objektiv, nicht außergewöhnlich aber großartig. Lange Zeit gab es für mich kein besseres Objektiv für Fotojournalismus. Es ist ein Arbeitstier und meistert viele Aufgaben die man ihm in den Weg stellt. Es gab auch Zeiten in denen es als Kitobjektiv abgetan wurde doch nie war es so schlecht wie dieser Ruf es vermuten lassen würde. Leider ist es aber auch nicht perfekt und inzwischen habe ich mir eine bessere Lösung auf dem Canon Sektor gefunden. Auch bei Fuji lief mir so ein Fall über den Weg. Das XF 18-55/2.8-4 wird oft mit Fuji Kameras mitgeliefert und hat somit einen Ruf als Kitobjektiv. Diesen kann ich aber keinesfalls als gerechtfertigt bezeichnen. Es ist ein Allrounder mit vielen Stärken und ein paar Schwächen aber dennoch weit von schlecht weg. Um Herr der Ringe etwas abzuwandeln könnte man sagen: „The one lens to rule them all“. Überhaupt haben die mitgelieferten Objektive oft einen zu schlechten Ruf. Selbst die einfachsten und billigsten Objektive sind für den Anfang noch immer gut genug um emotionale Momente einzufangen und Erinnerungen festzuhalten.

 

Das dritte Thema: Kameras zieht sich ohnehin durch den bisherigen Artikel. Die Kamera selbst ist ein Werkzeug und mit jeder Kamera ist es möglich gute Fotos zu machen. Wir verfallen nur zu leicht dem Drang nach neuester Technik und die Tatsache dass man auch mit einfacher Technik gute Fotos machen kann sollte jeden Hobby- als auch Profifotografen manchmal zu denken geben und uns dazu bringen uns auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Moment.

Beim 1:1 Format wird es schwieriger das Motiv aus dem Zentrum zu rücken. Dafür kann man sehr leicht markante Punkte in Gesichtern nach der Drittelregel positionieren.

Beim 1:1 Format wird es schwieriger das Motiv aus dem Zentrum zu rücken. Dafür kann man sehr leicht markante Punkte in Gesichtern nach der Drittelregel positionieren.

Das 3:2 Format macht Bildkomposition einfach. Hier ein Foto mit dem Canon 24-105/4 L bei 105 mm

Das 3:2 Format macht Bildkomposition einfach. Hier ein Foto mit dem Canon 24-105/4 L bei 105 mm

16:9 hingegen lässt ein Kino Gefühl aufkommen und ermöglicht es dem Motiv mehr Freiraum zu einer Seite zu lassen.

16:9 hingegen lässt ein Kino Gefühl aufkommen und ermöglicht es dem Motiv mehr Freiraum zu einer Seite zu lassen.

Hier ist ein weiteres Kit Objektiv im Einsatz: das Canon 70-300 hat kein L im Namen und keinen Ruf als hochwertiges Objektiv, damals an der Canon 350D erledigte es jedoch seine Aufgabe ganz gut.

Hier ist ein weiteres Kit Objektiv im Einsatz: das Canon 70-300 hat kein L im Namen und keinen Ruf als hochwertiges Objektiv, damals an der Canon 350D erledigte es jedoch seine Aufgabe ganz gut.

Hier ein Beispiel für das Fuji 18-55. Bei viel Licht lässt sich jedes Objektiv gut verwenden. Bei weniger Licht hilft bei diesem Objektiv auch der Bildstabilisator. Dieses Objektiv leistet es sich nicht merkliche Schwächen zu haben, es ist jedoch auch nicht das Beste der Besten auch wenn ich mich in Sachen Bildschärfe auch in diesem Beispiel nicht beschweren kann.

Hier ein Beispiel für das Fuji 18-55. Bei viel Licht lässt sich jedes Objektiv gut verwenden. Bei weniger Licht hilft bei diesem Objektiv auch der Bildstabilisator. Dieses Objektiv leistet es sich nicht merkliche Schwächen zu haben, es ist jedoch auch nicht das Beste der Besten auch wenn ich mich in Sachen Bildschärfe auch in diesem Beispiel nicht beschweren kann.