Meine Lieblingsgadgets (Teil 1?)

Lieber Freund,
In den vergangenen Wochen habe ich dir insgesamt 10 Apps vorgestellt, die ich auf meinem iPhone habe und die ich gerne als Fotograf nutze (Hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2). Nun setze ich diese Reihe mit meinem Lieblingszubehör fort.

Auch hier gilt wie schon die letzten Male, dass ich mir alle Gadgets selbst gekauft habe, ich bekomme nix, wenn du das eine oder andere Teil kaufst. Ich möchte dir lediglich ein paar - zumindest für mich - nützliche Helferlein präsentieren. Diese unterstützen, wie auch schon die vorgestellten Apps, meinen Workflow und helfen mir schneller zu erreichen, was ich möchte. Dieses Mal habe ich die Preise nicht recherchiert, auch schon alleine deswegen, weil ich diese Dinge in verschiedenen Ländern gekauft habe und der Markt voll ist mit sehr ähnlichen Produkten in veschiedensten Preisregionen. Nun aber zu den kleinen Helferleins, die ich mir über die Jahre zugelegt habe.

1. Apple's SD/USB auf 30 pol. Connector

Eigentlich hätte mir die USB Variante gereicht, denn zum Kaufzeitpunkt hatte ich nur die Canon 5D im Einsatz (und die hat CF Karten), aber es gab sie damals nur als Pärchen. Heute muss ich "zum Glück" sagen, denn ich bin nur noch mit SD Karten unterwegs. Ja, die Fuji X100T hat WLAN, aber erstens ist die Verbindung etwas mühsam herzustellen und zweitens habe ich ja auch noch die X-Pro1. Und die hat kein WLAN verbaut. Benutzt habe ich die beiden Adapter allerdings nur, um die Bilder auf mein iPad zu bekommen. Ich glaube mit dem iPhone haben die nicht funktioniert. Zumindest nicht mit dem, das ich hatte. Zwei kleine Punkte muss ich jedoch anführen, die mir an dem System nicht all zu sehr gefallen. Erstens: Das Erstellen der Bildvorschauen dauert etwas, wenn viele Bilder auf der Karte sind. Dummerweise schatet sich das iPad währenddessen ab und tut dann (glaube ich jetzt) nicht weiter. Beim Importieren der Bilder in Lightroom dauert es ähnlich lange, aber da kann während ich warte einen Kaffee holen oder was anderes machen. Zweitens: Wenn man dann ein paar Bilder ausgewählt hat und auf "Importieren" klickt fragt das iPad nach "Alle importieren" oder "Auswahl importieren"? Warum habe ich wohl ein paar Bilder ausgewählt? Das ist schon fast so, wie wenn der Airbag fragt "Sicher, dass ich auslösen soll?" ;) Naja, nicht ganz so schlimm aber trotzdem etwas nervig. Die Abfrage nach dem Importieren, ob man die Fotos behalten will oder ob sie (auf der Karte!!) gelöscht werden sollten, finde ich persönlich ziemlich blöd, wenn nicht sogar gefährlich! Das kann man aber leicht umgehen, in dem man den Schreibschutzschalter der Karte auf "Lock" schiebt. Das mache ich auch beim Importieren in Lightroom, das kann einem viel Ärger ersparen.


 

2. Apple's SD auf Lightning Connector

Hmmmm, noch ein Connector? Ja, diesmal der für mein iPhone. Eigentlich brauche ich den gar nicht, denn wenn ich unterwegs bin, habe ich meine X100T dabei und die verbindet sich ja über WLAN mit meinem iPhone. Das ist zwar, wie schon geschrieben, etwas umständlich, aber noch immer günstiger als der Adapter. Nun ja, als ich mit Michael aber in München war, wollte ich Postkarten (jupp, ich bin noch so altmodisch) mit von mir gemachten Fotos versenden. Das geht ganz toll mit der Postkartenapp der österreichischen Post und ist mit 1,99€ pro Karte auch durchaus preislich OK. Eigentlich hätte ich diese App bei meinen "Top 10" anführen müssen. Notiz an mich selbst: Neue Liste mit 10 weiteren Apps die ich mag anlegen. Zurück nach München, wo ich feststellen musste, das ich ja die X-Pro1 eingepackt hatte. Und da ich nur im iPhone eine deutsche SIM Karte hatte, war es mir zu mühsam, die Bilder auf mein iPad zu laden (mit dem SD Adapter), dort zu bearbeiten, an irgend einem WLAN Hotspot in die Dropbox zu laden, mit dem iPhone herunter zu laden und die Postkarten zu gestalten. Also sind Michael und ich kurzerhand in den nächsten Appelstore gepilgert und ich habe mir auch diesen Adapter gekauft. Wir sind ja schließlich nach München gefahre um Fotos zu machen, nicht um einen WLAN Hotspot zu suchen. Und das Aufladen meiner Prepaid Karte war mühselig genug. Doch das ist jetzt vorbei, ich habe 8GB Datenvolumen in der ganzen EU, dank Zweitkarte auch am iPad. Funktionsweise und Kritikpunkte beteffend des Adapters sind im Prinzip bereits oben angeführt, wobei das Importieren mit diesem Adapter gefühlt schneller geht.


 

3. "World Power" Adapter

Den habe ich mir am Flughafen in Heathrow gekauft. Ich habe im Vorfeld meiner Londonreise zwar schon ein wenig herumgesucht, aber nichts gefunden, was mich persönlich zufriedengestellt hätte. Diesen Adapter habe ich im Duty Free gefunden und er hat alles was ich brauche (ich hatte noch einen einfachen UK/AUT Adapter mit, sowie eine 3er-Steckdose und meine beiden Ladegeräte, hätte ich nichts gefunden). Ich kann auf beiden Seiten so gut wie jede Steckdose bzw. Stecker nutzen (nicht das ich viele "fremde" Stecker hätte), die sich auf der Welt finden und zusätzlich (das war mir besonder wichtig) habe ich zwei USB Ports zum Aufladen. Mit (insgesamt) 2,4A Ladestrom, also bis zu 1,2A je Port (oder bis zu 2,4A wenn nur einer belegt ist). Daran bin ich bisher nämlich immer gescheitert. Die Adapter die ich bis dahin gefunden hatte, hatten entweder "nur" 1,2A für beide zusammen oder überhaupt keine. Der Adapter war zwar nicht ganz billig (Ich gaube um die 20 Pfund) und wenn ich weiter gesucht hätte, hätte ich sicher auch einen passenden im Internet gefunden, aber jetzt habe ich ihn nun mal und dabei bleibts. Und wie du sehen kannst, spare ich mir damit einen Haufen extra Zeug. Ich brauche keine 3er-Steckdose mehr, denn iPad und iPhone kann ich direkt aufladen, ebenso spare ich mir die beiden Netzteile (die Kabel dazu muss ich sowieso mitnehmen). Zusätzlich könnte ich auch noch eine Nachttischlampe (wieder) anstecken, sollte mein Zimmer keine freie Steckdose dafür haben (da ist es wieder praktisch, dass ich so gut wie jeden Stecker nutzen kann). Ist mir auch schon in mancher Unterkunft passiert, dass ich das eine oder andere Elektrogerät abstecken musste um meine Geräte zu laden. Außerdem kann ich den Adapter verwenden, wenn ich im Zug Strom brauche, denn die haben meist nur "normale" Steckdosen beim Sitz. Oder am Flughafen. Da gibt es zwar auch USB Ladestationen, aber letztes Jahr im Oktober konnte ich einen anderen Reisenden glücklich machen, als ich ihm einen meiner USB Ports zum Aufladen anbot. Alle anderen USB Ladestationen waren nämlich belegt und sein (amerikanisches) Netzteil passte nicht in die Steckdosen am Flughafen.


 

4. Powerbank

Nachdem ich mir einen guten Artikel der c't über (Mogel) Powerbanks zu Gemüte gefürt hatte, habe ich mich für die Amazon Basic 10.000mAh Powerbank enschieden. Die Smartphones von heute sind nun einmal Energiehungrig, das liegt in der Natur der Sache. Die Displays werden immer größer, die Telefone immer schmaler, die Prozessoren immer leistungsfähiger. Mein guter alter Palm Treo 650 musste auch über Nacht aufgeladen werden. Üblicherweise habe ich das immer von Sonntag auf Montag Nacht getan, dann konnte ich ihn die ganze Woche über verwenden. Lange sind diese Zeiten vorbei. Verstehe mich nicht falsch, aber im Grunde hatte war ich auch mit dem Treo 650 zufrieden. Auf der anderen Seite möchte ich die Technik von heute aber auch nicht mehr missen. Daher behelfe ich mir einfach mit einer (oder eigentlich zwei) Powerbank(s). Die große Powerbank ist, so wie alle oben genannten Gadgets immer in meiner Fototasche, ebenso wie zwei USB Kabel (und diverse Adapter). Praktisch, wenn man unterwegs ist und die nächste Steckdose ist nicht in Sicht. Nur die Verwendbarkeit (vor allem des iPhones) leidet schon etwas, wenn da ein USB Kabel mit Powerbank dran baumelt. Daher habe ich mir einen Zusatzakku nur für mein iPhone gekauft. Die Powerbank (Michael hat sich die neurere Version mit schon 16.000mAh geholt) hat zwei USB Ports mit insgesamt 3,4A, also 1,6A Ladestrom je Buchse. Damit wird auch das iPad relativ schnell aufgeladen bzw. beim Filmschauen entlädt es sich nicht (die Akkuladung bleibt konstant). Der Zusatzakku fürs iPhone macht selbiges zwar relativ dick, aber das stört mich eigentlich nicht. Einziges Manko ist, dass sich auf der Linse der Kamera durch die Bauform der Aussparung relativ schnell und einfach Staub fängt. Dazu ziehe ich den oberen Teil aber einfach vor einem Foto ab, wische die Linse sauber und gut ist's. Zudem habe ich zwischen Akku und iPhone noch einen "Notgroschen" in Form eines 5€ Scheines gepackt. Somit sollte mir nie der Saft als auch das Geld ausgehen. Zumindest vorübergehend. Will ich allerdings Adapter No 2 (siehe oben) anstecken, muss ich den Zusatzakku entfernen. Dieser hat nämlich zum Aufladen (und Datenübertragen) einen Micro-USB Anschluss. Dafür kann ich den Akku eigentlich überall aufladen, auch wenn ich mal kein Kabel dabei habe. Dank fast aller anderen Smartphonehersteller, die lieber auf Kompatibilität und Konnektivität als auf Proprietärität setzen. Übrigens ist die Powerbank genau so groß wie mein iPhone 6s und etwa doppelt so dick (bzw. genau so dick, wie mein iPhone mit Zusatzakku).


 

5. Samsung Gear S3 Smartwatch

Ja, nun ist es raus, ich habe keine AppleWatch. Konnten die Meisten noch verstehen, dass ich eine Pebble hatte, setzt spätestens jetzt Kopfschütteln und Unverständnis ein. Zumindest bei den Hardcore-Fans beider Lager. Wie kann ich es wagen, zu einem iPhone eine Gear S3 zu nehmen? Wie kann ich es wagen, kein Samsung Smartphone zu besitzen, da ich doch die Gear S3 habe? Wer mich dagegen gut kennt, so wie du, weiß, dass ich mir immer jene Dinge kaufe, die für mich am Besten sind. Und abgesehen von der Preisdifferenz (die dank eines Amazongutscheins noch größer war) sprach auch das Design für die S3. Ich mag es einfach mehr, wenn eine Uhr wie eine Uhr aussieht. Das tut die AppleWatch nun mal nicht. Ja, ich muss zugeben, das Zusammenspiel zwischen iPhone und S3 ist nicht perfekt und kann definitiv verbessert werden. Ich finde es toll, dass Samsung die Gear S3 auch für Apple geöffnet hat, aber es gibt noch genug Raum für Verbesserungen. Gerade wenn die Gear App offen ist, ist die Bluetoothverbindung alles andere als stabil. Das wird sich sicherlich in der (hoffentlich näheren) Zukunft ändern, aber alle wichtigen Funktionen laufen soweit stabil und zu meiner Zufriedenheit (zumindest fast immer). Zugegeben, die AppleWatch zusammen mit dem iPhone bietet sicherlich ein umfangreicheres Gesamtpaket, ebenso wie die Gear S3 mit einem Galaxy S7 (oder so) es tun würde. Aber für mich geht es bei diesen Gadgets nicht immer darum, das Maximum herauszuholen. Oftmals reichen mir auch "nur" 80% :)


 

Ich habe natürlich noch eine Vielzahl anderer größerer oder kleinerer Gadgets, aber diese fünf benutze ich immer wieder gerne und oft. Vielleicht erweitere ich ja diese Liste auch noch um fünf weitere Gadgets, das eine oder andere würde mir schon noch einfallen, das zumindest erwähnenswert wäre. Bis dahin, noch einen schönen Sommer, Dein

Meine (iPhone) Lieblingsapps - Teil 2

Lieber Freund,
Letzte Woche habe ich dir bereits fünf Apps vorgestellt, von denen ich denke, dass du sie dir zumindest einmal ansehen solltest. Hier nun die Fortsetzung mit fünf weiteren Apps:

Snapseed

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Preis: kostenlos
Dieses Programm sollte niemand nicht auf seinem Smartphone haben. Außer du benutzt dein Smartphone nicht, um Fotos zu machen. Ich behaupte hier einfach, dass Snapseed am Smartphone das ist, was Lightroom am PC oder Laptop ist. Ja, es gibt auch eine mobile Version von Lightroom und auf meinem iPad ist diese auch installiert, aber am Smartphone und für "jedermann" ist Snapseed das Fotobearbeitungstool schlechthin. Für den noch nicht so erfahrenen Bearbeiter gibt es eine ganze Reihe an Tutorials (unten auf "Tipps & Tricks" klicken) und auch ich habe hier schon das eine oder andere gelernt. Direkt nachdem man das zu bearbeitende Bild ausgewählt hat, kann man durch Drücken des Bleistift-Icons auswählen, was man verändern möchte. Neben "Feinabstimmung" womit man alle typischen Parameter wie Belichtung, Kontrast, Schatten/Lichter, usw. verändern kann, gibt es noch Werkzeuge wie "Beschneiden", "Drehen", "Weißabgleich", "Vignettierung", "Reparieren", und, und, und. Mit "Speichern" wird das originale Bild mit den Änderungen gespeichert, mit "Kopie speichern" wird ein neues Bild mit den Änderungen erstellt, das Original verlbeibt so, wie es war. Alle Bearbeitungen lassen sich mit beiden Speicherarten nachträglich ändern und rückgängig machen, nur wenn man das Bild exportiert (was ein neues Bild erzeugt und das Original nicht ändert) ist das nicht mehr möglich. Keine meiner Bilder, welche ich von meinem iPhone aus poste, schaffen es in der Internet, ohne durch Snapseed zu müssen. Die Kamera des iPhones ist sehr gut, aber ein bisschen aufpolieren ist doch immer notwendig.


 
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Preis: 2,29€
Die App mag heute etwas unnötig erscheinen, vor allem deswegen, weil Instagram (mittlerweilen) Bilder die nicht quadratisch sind, auch so anpassen kann, dass alles sichtbar ist. Aber Squaready Pro kann mehr als nur das. Die Balken oben und unten können nicht nur in der Farbe variiert werden, wie du auf dem Screenshot sehen kannst, kann man auch Teile des Fotos veschwommen einblenden. Daneben gibt es noch weitere Einstellmöglichkeiten für das Foto. Ob zentriert, links- oder rechtsbündig, ob mit oder ohne Metadaten (GPS, EXIF, usw.), da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Im Übrigen gibt es diese App auch mit Werbung, dann kostet sie nichts. Sehr praktisch, wenn man die App mal ausprobieren möchte. Das ist übrigens eine Sache, die ich am Appstore nicht mag. Das es nämlich keine "Demo-Versionen" gibt. Daher finde ich es immer gut, wenn die Enwicker selbst hier dieses Manko des Apple-Appstore ausgleichen und Werbefinanzierte bzw. in ihrem Umfang eingeschränkte Versionen kostenfrei anbieten. Ich habe mir die werbefreie Version gegönnt, weil ich die Entwickler damit unterstützen wollte. Und auch wenn ich das ganze Gejammere über die (horrenden?!?) Preise der Apps nicht ganz nachvollziehen kann, ist mir doch, als ich die Preise für die Apps hier recherchiert habe, fast mein iPhone 6s in meinen Venti-Triple-Caramel-White-Mocca von Starbuck gefallen ;) Also mal ganz ehrlich, wenn ich nicht einmal die paar Euro für eine nette kleine App ausgeben will, da fehlen mir einfach nur die Worte. Aber das hat jetzt nichts mit dieser App zu tun, die ist nämlich wirklich ordentlich progarmmiert, leistet mir gute Dienste und ich habe es nicht bereut die 2,29€ dafür auszugeben!


 
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Preis: 2,29€
Diese App ist vielleicht nicht für jeden Fotografen, aber definitiv für jene, die sich der Astrofotoggrafie widmen. Oder die damit gerne anfangen würden oder die, die sich allgemein für den Weltraum, Sterne und Planeten interessieren. Ich selber bin in dieser Hinsicht ein totaler Laie und finde vielleicht noch den großen Wagen und Orion, aber alles andere ist ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Michael dagegen ist ein totaler Astro-Geek, der braucht diese App sicher nicht. Wobei sie sicherlich auch für ihn interessant ist. Mit aktiviertem GPS braucht man sein Smartphone nur in die Richtung des Himmels halten, der einen interessiert und schon sieht man, welche Sterne, Planeten, usw. sich in diesem Bereich befinden. In der App lässt sich auch leicht konfigurieren, was man sehen möchte und was nicht. Planeten, Sterne, Nebel, Kometen, Sternbilder mit Linien oder doch schöne grafische Darstellungen. Daneben kann sowohl der Ort als auch die Zeit beliebig verstellt werden um zu sehen, ob sich der Trip nach Timbuktu lohnt um die Milchstraße am 5.Dezember 2018 zu fotografieren. So konnte ich zum Beispiel sehen, dass Michael und ich zwar am 11.August wenn wir den Erzberg besuchen, sicherlich schöne Milchstaßenfotos von Mariazell aus machen können, aber erst nach 21.40 wenn es richtig Dunkel geworden ist. Da wir aber schon früher vom Erzberg wegfahren, wird das wohl dieses Mal nichts mit den Astrofotos. Für alle Astro-Interessierhen habe ich hier noch ein "Goodie", das zwar nichts mit der App selber zu tun hat, aber hilfreich sein kann, möchte man sich den Sternenhimmel ansehen. Eine Lichtverschmutzungskarte die online abrufbar ist und einem hilft, richtig dunkle Orte zu finden :) Zusätzlich zum Google Maps Overlay gibt es diese Karten auch zum Download, wenn man mal kein Netz hat...


 
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Preis: kostenlos
Interessiert man sich eher dafür, wo die Sonnen an einem bestimmten Datum zu einer bestimmten Zeit ist, genügt die App Sun Route, welche kostenlos ist. Die App nutzt Argumented Reality, bekannt wohl vor allem durch die Pokemon App, um den Stand der Sonne anzuzeigen. Ich habe im Garten einen Screenshot gemacht, wo die Sonne in zwei Monaten sein wird, wenn ich um genau dieser Uhrzeit hier sein werde. Finde ich sehr praktisch, wenn man einen tollen Ort zum Fotografieren gefunden hat, aber die Sonne nicht da ist, wo man sie gerne hätte :) Die App ist sehr intuitiv aufgebaut. Ein Tipp auf das Kalendersymbol lässt einen das Datum einstellen. Die Uhrzeit stellt man durch links- bzw. rechtsdrehen des Smartphones ein. Die Sonne (der gelbe Punkt natürlich) wandert entsprechend der Uhrzeit nach oben oder unten. Schön zu sehen ist, wo heute (30.7.) die Sonne ist und wo sie am 30.9. sein wird.


 
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Preis: 3,49€
Ganz schön heftiger Preis für eine Messager-App wirst du dir denken. Noch dazu kostet WhatsApp & Co keinen Cent. Und außerdem, wer hat heute kein WhatsApp (ich kann jedenfalls die Kontakte in meinem Telefonbuch wohl an einer oder vielleicht zwei Händen abzählen, die es nicht haben), wozu also einen anderen Messager verwenden? Mein bester Freund Peter hat mir diese App empfohlen, vor vielen Jahren. Damals war von eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung in Messagern noch keine Rede. Threema verwendet seit Anfang sowohl eine Verschlüsselung um die Daten welche gesendet werden zu schützen genau so wie die Kommuniktion zwischen Smartphone und Server zu sichern. Die Server über welche die Kommunikation abläuft stehen in der Schweiz und unterliegen somit den (sehr) strengen Datenschutzrichtlinien der Schweiz. Außerdem speichern die Server die Daten nur so lange, bis die Nachricht beim Empfänger sicher angekommen ist. Ver- und Entschlüsselung der Daten findet am Smartphone statt, die Server dienen ausschließlich als Transportmedium. Und wem das alles noch nicht genug Sicherheit ist, kann die korrekte Implementierung der Verschlüsselung selber überprüfen (dies wurde im übrigen auch bereits unter anderem vom Heise Verlag - in der c't - gemacht). Wem das noch immer nicht genug ist, wenn du Threema das erste Mal startest, wird eine "Threema-ID" erstellt. Diese ID wird nur ein einziges Mal generiert, deinstalliert amn die App und installiert sie neu, wird eine neue ID generiert. Diese ID kann, muss aber nicht(!), mit der Telefonnummer und/oder Emailadresse verknüpft werden. Anonymer geht es nicht. Kontakte knüpft man entweder über die Telefonnummer oder Emailadresse, soweit mit der ID verknüpft, oder über einen Buchstaben-/Zahlencode der aus der ID generiert wird. Eine "Ampleanzeige" zeigt an, ob der Kontakt "vertrauensürdig" ist oder nicht. Ein roter Punkt bedeutet, dass man den Kontakt nur über die ID kennt. Zwei gelbe Punkte bedeutet, dass die ID mit einer Telefonnummer und/oder Emailadresse aus dem eigenen Telefonbuch verknüpft ist. Drei grüne Punkte gibt es nur dann, wenn man sich mit dem Kontakt persönlich trifft und einen QR-Code scannt, den die App generiert. Diese App ist meiner Meinung nach völlig sein Geld wert, vor allem, wenn man ein wenig auf Privatsphäre, Datensicherheit und Verschlüsselung Wert legt.


 

Was denkst du über meine Auswahl? Waren Apps dabei, die du noch nicht kanntest? Habe ich Apps vergessen, die deiner Meinung nach auf meinem iPhone unbedingt sein sollte? Würde mich über ein Kommentar oder eine Email freuen! Bis zum nächsten Mal, Dein

Meine (iPhone) Lieblingsapps - Teil 1

Lieber Freund,
Heute möchte ich dir ein paar Programme - in Neudeutsch "Apps" - vorstellen, die ich selber auf meinen iPhone gerne verwende. Die Meisten, wenn nicht sogar Alle wird es wohl auch für Android geben aber da ich kein Android Smartphone besitze kann ich nichts über die Bedienbarkeit bzw. Stabilität der Apps auf Android sagen. Manche Apps haben direkt etwas mit Fotografie zu tun, manche erst auf den zweiten Blick und manche (fast) gar nichts. Ich habe die Apps der Einfachheit nach dem Alphabet sortiert.
Die Einschätzungen spiegeln lediglich meine persönliche Erfahrung mit den genannten Apps wieder, ich werde von keinem der Entwickler gesponsort oder in irgend einer Weise unterstützt. Ich tue hier lediglich meine persönliche Meinung zu den Apps kund und hoffe, dass sie dir Wegweiser auf der Suche nach einer passenden App sind. Was für mich funktioniert muss nicht notwendigerweise für dich funktionieren und umgekehrt. Du findest, dass die App "abc" bessere Dienste leistet als die App die ich hier vorgestellt habe? Dann würde ich mich über ein Kommentar oder eine Email freuen! Vielleicht kannte ich die App noch gar nicht! Jetzt aber genug des Vorwortes, hier nun der erste Teil meiner Lieblingsapps:


Feedly - Get smarter

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Preis: kostenlos
Ich bin auf Feedly gestoßen als mein alter RSS-Reader (den ich, obwohl ich bereits vergessen habe wie sein Name war, geliebt habe) nicht mehr funktionierte. Ich glaube dass damals Googel irgendeinen Dienst abgeschaltet hat und daher die App nicht mehr auf die Daten zugreifen konnte. Jedenfalls ist Feedly mehr als nur ein RSS-Reader. Neben dem einbinden eben genannter News Quellen kann man auch seine YouTube Channels einbinden, so genannte "Key Word Alerts" setzen und vieles mehr. All diese News Quellen lassen sich in verschiedenste Kategorien ablegen und wenn man ein Konto anlegt (ich weiß nicht mehr ob es auch ohne Konto funktioniert), wird alles in der Cloud gespeichert und man hat auch vom PC aus Zugriff. Außerdem kann Feedly mit Facebook, Twitter, Evernote, OneNote, Pintrest und anderen Plattformen verbunden werden. Dies alles soll das Teilen von Inhalten bzw. Speichern erleichtern. Ich persönlich nutze Feedly nur für ein paar RSS-Feeds, werde aber sicherlich das eine oder andere Feature in näherer Zukunft ausprobieren.


 
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Preis: kostenlos
Ohne Passwörter kommt man heute, trotz Fortschreiten der Technik (Stichwort: Fingerabdruck), nicht weit. Und da man diese ja nicht immer braucht, kommt es schon mal vor, dass man das eine oder andere Passwort vergisst. Die Anforderungen an Passwörter werden heute - und das finde ich auch gut so! - immer höher und viele Dienste bestehen mittlerweilen darauf, zumindest Buchstaben (Groß- und Kleinbuchstaben) und Zahlen zu verwenden. Sonderzeichen wären auch nicht schlecht, solange es "normale" Sonderzeichen sind, nicht unbedingt Ä, Ö und Ü. Aber auch die sollten - meist - keine Probleme machen. Zur Sicherheit sollte man natürlich für jeden Dienst ein eigenes Passwort verwenden (und außerdem sollte es nichts sein, was sich in Wörterbüchern finden kann), denn sollte es jemandem gelingen doch ein Passwort zu knacken, hat man meist ein gewaltiges Problem. Hierbei hilft dieses Programm, welches einem erlaubt, die Passwörter inklusive weiterer Infos (Benutzername, Webseite, usw.) in einer verschlüsselten Datei zu speichern. Diese kann dann auch in der Dropbox (oder einem anderen Onlinespeicher) liegen und nur bei Bedarf auf das Smartphone geladen werden (oder aber die Datei liegt dauerhaft am Smartphone - dann aber regelmäßige Backups nicht vergessen!!). Die App zeigt, nachdem man sich zuerst mittels PIN oder Fingerabdruck in die App eingelogt hat (kann auch ausgeschaltet werden), die verfügbaren Containerdateien an. Ein weiteres Passwort später hat man dann Zugriff auf seine Passwörter (die aber trotzdem nur als ** angezeigt werden). Ein Tipp darauf und das Passwort ist für kurze Zeit im Zwischenspeicher und kann direkt eingefügt werden. Außerdem gibt es auch ein Desktopprogramm, welches es einfach macht, hat sich eine große Anzahl an Passwörtern zum Eingeben angesammelt. Außerdem ist ein frei kunfigurierbarer Passwortgenerator dabei und wer sich auskennt kann den Quellcode herunterladen und auf Fehler bei der Implementierung abklopfen.


 
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Preis: kostenlos
Opera ist ein Webbrowser und du magst dich fragen, warum ich nicht den bereits vorinstallierten Safari benutze. Nun, den benutze ich schon auch, aber Opera hat - für mich - einige Features die mir mein Leben einfacher machen. Natürlich braucht das Surfen im Internet ein Teil deines Datenvolumens auf, das ist klar. Aber hast du schon einmal gesehen, wie viel Safari benötigt? In Opera kannst du einstellen, dass der Datenstrom (Bilder, Videos und Text) komprimiert wird. Das ist von Vorteil, wenn du wenig Datenvolumen zur Verfügung hast, aber auch, wenn die Internetverbindung nicht all zu schnell ist. Daneben ist ein Werbeblocker eingebaut, der das Datenvolumen abermals reduziert. Da ich auf all meinen Geräten Opera einsetze und mit einem Opera Konto angemeldet bin, snychronisieren sich auch meine Lesezeichen bzw. geöffneten Tabs. Ich weiß, dass diese Funktion auch bei anderen Browsern verfügbar ist, aber ich setze Opera seit etwa 1999 ein und bin mehr als zufrieden, warum also wechseln? Für mich ist jedenfalls in der mobilen Version der "Turbo Modus" wie er von Opera genannt wird, das Hauptargument für diesen Browser.


 
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Preis: kostenlos
Ich höre gerne Fotopodcasts und die Apple-eigene App war mir zu unflexibel. So bin ich auf Overcast gestoßen. Das tolle an dieser App ist die Möglichkeit, "intelligente" Playlisten zu erstellen. Du kannst auswählen, welche Podcasts in einer Bestimmten Liste auftauchen sollen und ob diese nach Podcast und dann nach Datum oder nach Datum - Podcast übergreifend - sortiert werden sollen. Daneben kannst du festlegen, ob neue Folgen (und wie viele) automatisch heruntergeladen werden sollten, ob nur WLAN oder auch mobile Daten verwendet werden dürfen und ob bzw. wie du darüber benachrichtigt wirst. Oh, und dann gibt es noch "Smart Speed" und "Voice Boost". Ersteres erkennt (Sprech) Pausen und überspringt diese, was dazu führt, dass man sich ein paar Sekunden pro Podcast einspart :) Nicht die Welt, aber in Summe kommt da glaube ich schon einiges zusammen. Zweiteres verbessert die Sprachqualität was gerade bei Podcasts welche über Skype (oder ähnliches) aufgenommen wurden, manchmal hilfreich sein kann. Dieses Feature ist natürlich bei Podcasts mit gutem bis sehr gutem Audio kaum hilfreich, aber ich hatte schon die eine oder andere Folge, bei welcher dieses Feature sehr geholfen hat. Zudem kann man auch die Wiedergabegeschwindigkeit - mittlerweilen - bis auf das 3-fache beschleunigen (etwas verlangsamen geht auch). Außerdem gibt es noch viele Einstellmöglichkeiten, um das Podcasthören so angenehm wie möglich zu machen. Podcasts kannst du entweder direkt aus dem Verzeichnis der App hinzufügen oder über eine URL, alles sehr intuitiv und einfach. Und das Beste daran ist, dass das alles nichts kostet (so wie die Podcast App von Apple). Zusätzlich gibt es aber eine "Premium" Option welche, a) die Werbung am unteren Rand entfernt (die stört mich aber überhaupt nicht), b) mit erlaubt, eigene (Musik) Dateien in die App zu laden (brauche ich -derzeit- nicht wirklich) und c) den Entwickler unterstützt. Bis jetzt habe ich mich noch nicht dazu durchgerungen die 9,99€ pro Jahr dafür auszugeben. Aber ich glaube das ich es tun werde. Schließlich habe ich dies auch schon bei anderen Apps getan, und 10€ pro Jahr sind auch nicht die Welt (für mich).


 
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Preis: derzeit kostenlos
Möchte ich mehr als ein Foto auf Instagram teilen, benutze ich den Photo Collage Pro Editor. Hier stehen verschiedenste Layouts bereit um mit Bildern befüllt zu werden. Ganz klassische Layouts wie 4 kleinere quadratische Bilder, zwei Bilder im Hoch- oder Querformat, aber auch ausgefallene Layouts mit Wellenmuster, Kreisen, Blumen und Herzformen stehen zur Auswahl. Daneben kann auch die Rahmenfarbe (bzw. -muster), die Linienstärke, die Größe der einzelnen Bilder, usw. angepasst werden. Auch "Sticker" und Text kann hinzugefügt werden. Derzeit ist die App noch kostenfrei, wie lange das so bleibt weiß ich nicht, also schnell zuschlagen!


 

Nächste Woche folgen fünf weitere Apps, die ich gerne benutze und die du dir unbedingt einmal ansehen solltest. Was hälst du von den bisher vorgestellten Apps? Würde mich über ein Kommentar oder eine Email sehr freuen! Bis nächste Woche, Dein

Hyperfokal!! - Willst du mich beleidigen?!?

Prag, 2017

Lieber Freund,
Hast du schon einmal den Begriff "hyperfokal" im Zusammenhang mit Fotografie gehört? Sicherlich, oder? Es war in einer der letzten Folge des Happy Shooting Podcast von Chris und Boris, als ich von einem Kickstarter Projekt hörte, das ein hyperfokales Objektiv bauen möchte. Chris bemerkte völlig korrekt, dass jedes Objektiv ein hyperfokales Objektiv ist bzw. sein kann. Korrekterweise muss man natürlich vom der "hyperfokalen Distanz" sprechen. Was ist nun diese "hyperfokale Distanz"? In Wikipedia lesen wir dazu:

Als hyperfokale Entfernung beziehungsweise hyperfokale Distanz wird in der Fotografie diejenige endliche Gegenstandsweite bezeichnet, bei der, wenn man genau auf diese Entfernung fokussiert, im Unendlichen liegende Objekte ebenfalls gerade noch mit akzeptabler Unschärfe abgebildet werden. Der gesamte mit akzeptaber Unschärfe abgebildete Bereich, die sogenannte Schärfentiefe, reicht dann von der halben hyperfokalen Entfernung bis ins Unendliche. - Wikipedia

Viele alte Objektive hatten sogar eine solche Markierung am Objektivtubus angebracht. Die Entfernung, ab welcher quasi "alles Scharf ist", hängt natürlich von der verwendeten Brennweite und von der eingestellten Blende ab. Das oben erwähnte Objektiv hatte, soweit ich mich erinnern kann, eine fest eingestellte Blende und ein Verstellen der Fokusdistanz war auch nicht möglich, da das Objektiv auf die hyperfokale Distanz eingestellt ist. Ich werde hier nicht auf die Sinnhaftigkeit dieses Objjektives eingehen, sondern mich den Vorteilen zuwenden, welche man erlangt, hat man einmal dieses Konstrukt der hyperfokalen Distanz begriffen.

Auf alten Objektiven war manchmal, wie schon erwähnt, eine Markierung für die hyperfokale Distanz angebracht, auf den Meisten jedoch fand sich zumindest eine Tiefenschärfeskala, wie auf dem hier dargestellten Objektiv. Ich habe die Unendlichmarkierung rechts auf den Strich zwischen Blende 8 und 16 (entsprechend Blende 11) gestellt. An der roten Markierung lässt sich einfach die hyperfokale Distanz (5m) ablesen, am linken Strich zwischen 8 und 16 die Distanz, ab welcher der Schärfebereich (2,5m) beginnt. So einfach war das damals. Bei den heutigen Digitalkameras ist das etwas schwerer geworden, aber auch in diesem Bereich sind die spiegellosen Kameras wieder einmal Vorreiter. An meiner X100T sowie meiner X-Pro1 habe ich einen dynamischen Schärfebereisanzeiger, mit dessen Hilfe ich leicht die hyperfokale Distanz einstellen kann. Für alle Kameras, die das nicht haben, gibt es sicherlich auch Apps für das Smartphone, die diese Berechnung anstellen können.

Wien, 2016

Warum das ganze Gerede über hyperfokale Distanz? Wozu braucht man diese denn überhaupt (noch)? Und kann man das nicht im Nachhinein in Lightroom, Photoshop oder sonstwo "reparieren"? Nun, im Nachhinein lässt sich das nicht mehr "einfügen", soviel ist schon einmal sicher. Verwendung findet diese Technik überall dort, wo ich keinen Autofokus benutzen kann, entweder weil ich keinen habe, oder weil der Autofokus mit der Situation nicht zurecht kommt. Ein paar Beispiele:

  1. Street Photography: War ja klar, das dieses Thema bei mir kommen muss. Wobei hier nicht unbedingt die hyperfokale Distanz genutzt werden muss. Hier kommt auch oftmals das Zonen-System zum Einsatz, bei welchem ich im Vorhinein festlege, welcher Bereich (z.B.: von 1,5 bis 3m) scharf sein soll und welcher nicht.
  2. Landschaften: Jeder Landschaftsfotograf liebt die hyperfokale Distanz und da man im Normalfall auch ein Stativ verwendet, kann man sein Objektiv schon mal auf Blende 8 oder mehr abblenden. Dann noch auf die hyperfokale Distanz eingestellt, wird so gut wie alles scharf auf dem Landschaftsbild.
  3. Feuerwerk: Auch hier hilft einem diese Technik enorm. Normalerweise ist es dunkel, wenn man ein Feuerwerk fotografiert. Und selbst wenn es nicht dunkel wäre, worauf sollte man denn scharfstellen? Man sucht sich einfach einen Teil des Himmels aus, wo vermutlich die meisten Raketen explodieren werden und fotografiert darauf los. In meinen Anfangstagen mit der DSLR hatte ich die Daumenregel: "Schärfering auf Unendlich drehen, dann ein bisschen zurückdrehen", was mehr oder weniger nichts anderes war, als die hyperfokale Distanz einzustellen. Damals wusste ich das aber noch nicht :)
  4. Sternenhimmel: Auch hier wieder, es ist dunkel ("Na no na net" wirst du dir jetzt denken) und der Autofokus wird dir hier nicht weiter helfen können. Also wieder, "Auf Unendlich und ein bisschen zurück"...
  5. Fish-Eye-Fotografie: Hier auch praktisch, da durch die sehr kurze Brennweite die hyperfokale Distanz bereits sehr früh beginnt. Mein Samyang (8mm, f/2.8) blende ich meist auf 5.6 ab, stelle den Fokus auf etwa die Hälfte zwischen Unendlich und 1m (welche Entferung das auch immer enspricht, da zwischen diesen beiden Angaben keine weiteren auf dem Objektiv sind...) und ich brauche mir nur noch über die Belichtung Gedanken machen. Scharf wird damit sowieso alles (außer ich verwackle, aber das ist ein anderes Thema).

Wie du siehst, kannst du jedes Objektiv als hyperfokales Objektiv betreiben (was Chris und Boris so auch im Podcast brachten), du musst nur die richtige Einstellung vornehmen. Und gerade bei älteren Objektiven (ich weiß das Michael einen Adapter für seine alten Minoltaobjetive für die X-T1 hat), kann dieses Wissen durchaus hilfreich sein, oder? Bis zum nächsten Mal, Dein

[Bookreview] Faces of Ground Zero

Bookcover used with permisson; all rights reserved; © www.hachettebookgroup.biz

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Dear Friend,
This time I blog in English because of the book at hand. It is called Faces of Ground Zero and the pictures are from the great photographer Joe McNally. If you don't know Joe, please go ahead and check out his work! He is a Master behind the camera, a Master at Light and an even bigger Master at teaching.

Just a few days after 9/11 happened, he started doing these portraits with a "one-of-a-kind" camera in a studio just blocks away from Ground Zero. The pictures in this book repesent the portraits he took on 40x80 in. Polaroids. These "bigger-than-life" Polaroids where exhibited in the US shortly after. This book is a collection of the 150 portraits Joe took, to show the world the (often untold) heros of 9/11.

I hope you enjoyed the video! Here is the link to the Youtube video, I mentioned in the Article. The part about the book starts around Minute four!

Canon – was hast du mir angetan (oder Andere Mütter haben auch schöne Töchter)

Vor kurzem erschien nach langer Wartezeit endlich die Canon 6D Mark II und dies hat mich zum Nachdenken gebracht. Die 6D ist ja eine meiner Kameras und der „direkte Nachfolger“ der 5D Mark II, während die 5D Mark III nach Höherem strebte. Für mich zahlten sich die Upgrades zwischen 6D und 5DIII nicht aus und daher stand meine Entscheidung für die 6D fest. Nun gute 5 Jahre nach dem Erscheinen der 6D steht nun fest, das ihr Nachfolger kommt. Diese Nachricht hat mich ursprünglich erfreut, jedoch dauerte es nicht lange bis ich feststellen musste, das sich wenig geändert hat.

Meine eigene Canon 6D (erkennbar an der roten Markierung) - eine großartige Kamera die mir stets die Arbeit erleichtert hat und sehr zuverlässig ist. Sie ist mein Arbeitstier für Fotos.

Meine eigene Canon 6D (erkennbar an der roten Markierung) - eine großartige Kamera die mir stets die Arbeit erleichtert hat und sehr zuverlässig ist. Sie ist mein Arbeitstier für Fotos.

Ich habe mir lange mehr Autofokuspunkte gewünscht und während man nicht sagen kann, dass dieser Wunsch nicht erfüllt wurde, so wurde er doch nur bedingt beachtet. Mein Wunsch waren mehr Cross-Type Autofokuspunkte die auf der Bildfläche verteilt sind. Während ich mit den 45 Autofokuspunkten glücklich geworden wäre und mir mehr zu viel geworden wären, ist die Aufteilung der Punkte im Sucher nicht gelungen. Alle Punkte drängen sich im Zentrum des Bildfeldes zusammen und wieder gibt es für mich keinen wirklichen Vorteil daraus.

Des Weiteren war es ein großer Wunsch von mir, Steckplätze für zwei SD Karten zu haben. Diese hat die 6DII nicht und noch schlimmer, der eine Steckplatz ist nur für die Geschwindigkeiten der inzwischen langsameren und älteren UHS I Karten ausgelegt.

Die Canon 6D Mark II - der lange ersehnte Nachfolger des Originals. So wunderbar mit einigen neuen Features und dennoch so enttäuschend. Hier könnte der Grund für meinen Umstieg auf ein spiegelloses System liegen. © Canon (www.canon.at)

Die Canon 6D Mark II - der lange ersehnte Nachfolger des Originals. So wunderbar mit einigen neuen Features und dennoch so enttäuschend. Hier könnte der Grund für meinen Umstieg auf ein spiegelloses System liegen.

© Canon (www.canon.at)

Nun weiter zu den allseits beliebten Videofunktionen: Heute erwartet sich jeder 4K Videofunktionen. Während ich kein Fan von 4K Video bin, hat es durchaus seine Berechtigung. In der heutigen Zeit, da immer mehr Kameras mit 4K Video erscheinen, wäre es sinnvoll gewesen dieses in die 6DII zu implementieren. Leider wurde dies nicht getan. Warum? Vielleicht weil die 6DII dann eine bessere Kamera als die 5D Mark IV gewesen wäre? Es scheint der Gedanke gewesen zu sein. Leider lässt es sich für mich nicht nachvollziehen warum dieser Fehler gemacht wurde.

Fassen wir kurz zusammen: die Verbesserungen der neuen Auflage der 6D kommen erstens zu spät und zweitens wurde zu wenig geändert. Daraus lässt sich auch direkt zur zweiten Hälfte des Titels übergehen. Denn dies alles wäre an sich kein Problem, wenn nicht die Konkurrenz groß wäre.

Ich muss zwar Canon immer noch die Entwicklung ihrer eigenen Kamerasensoren zugute halten, doch ich muss auch hier warnen: Es gab in der Vergangenheit einige interessante Patente wie Canons Foveon-artiger Sensor der in der Serienreife möglicherweise außergewöhnliches geleistet hätte, es aber bis jetzt in keine Serienkamera geschafft hat. Die Entwicklung darf nicht stehenbleiben und Canon sollte wie früher unpopuläre Entscheidungen treffen die sich positiv auf den Markt auswirken könnten (Canon setzte bei den SLRs schon sehr früh CMOS Sensoren ein während die meisten anderen Hersteller CCDs verbauten, dies brachte zwar ein wenig höheres Bildrauschen und daher den einen oder anderen schlechten Testbericht, dennoch war es die richtige unbeliebte Entscheidung).

Die Fuji X-T1 ist in Größe und Aussehen mit meiner analogen Minolta X-700 vergleichbar. Das einzige was mich glücklicher machen könnte wäre ein Vollformat Sensor, jeoch verstehe und respektiere ich Fujifilms Entscheidung nicht in den stark umkämpften Sektor der Vollformatkameras einzusteigen.

Die Fuji X-T1 ist in Größe und Aussehen mit meiner analogen Minolta X-700 vergleichbar. Das einzige was mich glücklicher machen könnte wäre ein Vollformat Sensor, jeoch verstehe und respektiere ich Fujifilms Entscheidung nicht in den stark umkämpften Sektor der Vollformatkameras einzusteigen.

Aus meiner Sicht stehen Canon (und nachlassend Nikon) nun auf dem Sektor der spiegellosen Kameras große Konkurrenz gegenüber. Inzwischen sind die Sony alphas und die Fujifilm X-T Reihe mehr als nur ernstzunehmende Alternativen. Inzwischen gehe ich selbst immer mehr dazu über, meine X-T1 zu benutzen und ihr Nachfolger wäre für mich derzeit bessere Kamera als die 6DII. Auch Sony zieht mich in seinen Bann, da es möglich ist dank verschiedener Adapter meine heißgeliebten Canon Objektive weiter zu verwenden. Wenn ein Nachfolger der α7S II erscheint könnte diese ein Gamechanger sein. Sony hat schon mit der α9 eine großartige Kamera hergestellt und eine α7S III könnte durchaus meinen Umstieg bewirken.

Die Sony α7S II - eine der anderen schönen Töchter. Ihr Nachfolger könnte meine Welt auf den Kopf stellen. Das derzeitige Model bietet 12 Megapixel (ausreichend) und eine unglaubliche Leistung bei wenig Licht (high ISO capabilities) © Sony (www.presscentre.sony.eu)

Die Sony α7S II - eine der anderen schönen Töchter. Ihr Nachfolger könnte meine Welt auf den Kopf stellen. Das derzeitige Model bietet 12 Megapixel (ausreichend) und eine unglaubliche Leistung bei wenig Licht (high ISO capabilities)

© Sony (www.presscentre.sony.eu)

Es sollte also nicht nur den Nutzern zu denken geben, worin sie investieren, sondern auch den Herstellern, vor allem Canon und Nikon wie sie weiter verfahren, denn diese scheinen sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen.

Analog?!?

Lieber Freund,
Du hast sicher schon über den Fotowalk gelesen, den Michael und ich am 14.August machen. Falls nicht, würde ich dir empfehlen hier kurz nachzulesen, damit du weiß welches Thema wir uns überlegt haben.

Wien, 2016 - mit Agfaphoto CT precisa 100, X-Pro

Warum in aller Welt wollen wir einen Fotowalk mit analogen Kameras machen? Oder für die, die keine (mehr) haben, warum diese Einschränkungen? Sollten wir nicht die heute verfügbare Technik nutzen, anstatt auf längst überholte Ausrüstung zurück zu greifen? Nein, das finde ich nicht. Ja, ich bin froh und dankbar, was wir heute alles an Technik verwenden können. Mein neuestes Spielzeug ist die Samsung Gear S3 und jedesmal wenn ich im Auto einen Anruf bekomme (was glücklicherweise selten ist, da auch das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung ablenkt) freue ich mich wie ein kleines Kind. Ich hatte in meiner Kindheit zwei Lieblingsserien. Die eine war MacGyver (der Grund warum ich auch heute nie ohne ein schweizer Messer aus dem Haus gehe) und die andere war Knight Rider. Während selbstfahrende Autos wie KITT immer noch ein wenig Zukunftsmusik sind, kann ich mit meiner Uhr bereits - so wie Michael Knight - sprechen bzw. telefonieren :) WIE COOL IST DAS DENN!! Damals hätte ich mir ein Bein für so eine coole Uhr ausgerissen, heute bekommt man sie für ein paar Hundert Euro...

Wien, 2016 - mit Agfaphoto CT precisa 100, X-Pro

Ich bin also total dafür, die verfügbare Technologie einzusetzen, aber manchmal habe ich auch das Bedürfnis, zu entschleunigen - wie man so schön sagt. Und das finde ich, geht mit der Analogfotografie besonders gut. Letztes Jahr als Michael und ich an der "Dogwood 52 week challenge" teilgenommen haben, machte ich bereits ein paar Fotos auf echtem Film. Das Thema war "Nostalige" und ich entschied mich, einen Farbfilm Cross-Entwickeln zu lassen, den ich für dieses Thema "verfotografiert" hatte. Durch dieses Verfahren bekommt man interessante Farbverschiebungen bei den fertigen Bildern. Ich muss gestehen, dass ich bei einigen diese wieder Rückgängig gemacht habe. Das geht natürlich nur, wenn man die Negative scannt und dann in Lightroom (oder Photoshop) weiter bearbeitet. Wie du siehst, kombiniere ich also auch hier Altes mit Neuem um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Außerdem, wie könnte ich dir sonst hier einige der Fotos zeigen, wenn ich sie im Anschluss nicht digitalisiert hätte?

Wien, 2016 - mit Agfaphoto CT precisa 100, X-Pro

Ich glaube unser Fotowalk wird besonders interessant, da wir erst später wissen, ob unsere Fotos etwas geworden sind. Das erklärt auch, warum es früher weniger Fotografen gegeben hat, die z.B.: Hochezeiten fotografiert haben. Ich weiß nicht, ob ich so viel Sebstvertrauen bzw. Können gehabt hätte, eine Hochzeit zu fotografieren. Heute kann ich sofort sehen, ob das Foto etwas geworden ist oder ob ich nochmal abdrücken muss. Damals nicht, da musste es passen wenn der Auslöser "klick" machte. Zugegeben, (Farb) Film ist viel mehr verzeihend als die aktuellen Kamerasensoren, aber trotzdem. Ein Arbeitskollege hat sich erst kürzlich eine (analoge) Leica zugelegt (Ohhhhhh), und die Fotos die ich bisher gesehen habe, müssen sich vor den digitalen von heute wirklich nicht verstecken. Manchmal (nicht immer) hilft es der eigenen Kreativität, wenn man sich einschränkt. Zusätzlich zu den Einschränkungen die die Verwendung einer analogen Kamera mitsich bringen, habe ich nur ein einziges Objektiv (50,mm, was sonst...) und das muss ich manuell Fokussieren. Ich freue mich schon richtig auf den 14.August, vielleicht sehen wir uns ja?!? Bis dahin alles Gute, Dein

Fotowalk #011 - Total Analog*

Datum, Zeit & Ort

Der Fotowalk #011 - Total Analog* findet am Fenstertag vor Maria Himmelfahrt statt. Das ist Montag, 14.August! Der Ausgangspunkt ist - wie üblich - der Karlsplatz bzw. der Seiteneingang der Karlskirche. Wir mögen diesen Platz, weil man ihn sowohl öffentlich als auch mit dem Auto (Kurzparkzone!) erreichen kann. Wir treffen uns um 10.00 und dann ziehen wir los!

Das Thema - Total Analog*

Eigentlich wollte ich ja "Absolut Analog" nehmen, aber das ist der Name des neuen Podcasts von Chris Marquardt und Monika Andrae. Ich glaube zwar nicht, dass die beiden etwas dagegen gehabt hätten, aber "Total Analog*" klingt auch nicht so schlecht. Was genau meint das Thema denn nun und warum ist da ein Sternchen??

Nun das ist ganz einfach, wir werden bei diesem Fotowalk nur analog fotografieren. Das bedeutet im Detail, dass jeder der noch (so wie Michael und ich) eine anaolge Kamera besitzt, sich einfach einen Film seiner Wahl (Farbe, S/W, beliebige ISO) kauft und mit diesem dann den Fotowalk bestreitet. Das Sternchen ist das Kleingedruckte für all jene, die keine analoge Kamera (mehr) besitzen. Jene dürfen nämlich trotzdem gerne mit ihrer digitalen Kamera ihrer Wahl teilnehmen, jedoch mit Einschränkungen:

  1. Die ISO muss auf einen (beliebigen) Wert fest eingestellt und dort belassen werden. Wir können die ISO ja auch nicht beliebig ändern, die ist durch den Film fix vorgegeben.
  2. Maximal 36 Fotos dürfen gemacht werden, und kein Foto darf gelöscht werden. Denn dies ist auch beim analogen Film so.
  3. Kein "Chimpen" - Der Bildschirm auf der Rückseite der Kamera bleibt aus. Kein Nachschauen ob die Belichtung passt, ob der Bildausschnitt gut ist. Das geht analog alles nicht.

Na, ist das Interesse geweckt? Dann würden wir uns sehr freuen, euch am 14.August bei unserem Fotowalk #011 begrüßen zu dürfen.

Blockiert?!?

Lieber Freund,
Du kennst das sicher, es gibt Tage an denen nichts gelingen will. Egal was man beginnt, egal was man versucht, nichts (scheint) zu gelingen. Manchmal ist das tatsächlich so, manchmal erscheint es einem nur so. Dabei ist es völlig egal, ob im Beruf, in der Freizeit, beim Spielen, wo auch immer. Was also dagegen tun?
Der irische Whiskey "Writers Tears" soll ja deswegen so heißen, da die irischen Schriftsteller bei einer Schreibblockade gerne einen (oder mehrere?) Whiskeys zu sich genommen haben. Und als dann die Tränen der Freude ob der genialen(?) Einfälle geflossen sind, wurde dieser Whiskey geboren. Soweit die Geschichte, ich möchte dich hier aber keineswegs dazu anstiften Alkohol zu trinken, wenn du nicht mehr weiter weißt. Alkohol ist keine Lösung, sagt ein Sprichwort und das stimmt sogar in mehrfacher hinsicht. Alkohol ist ein Lösemittel, aber keine Lösung. Eigentlich ist es auch ein Destillat, aber ich schweife ab.

Heiligenkreuz, Juni 2017

Mir geht es natürlich hier um die Blockade beim Fotografieren. Klar, es ist einfach, hat man einen (mehr oder weniger genau definierten) Auftrag. Ich habe letztens zum Beispiel zwei Firmungen fotografiert. Natürlich tobe ich mich da auch mal kreativ aus, aber im Großen und Ganzen weiß ich, welche Fotos gewünscht sind und was ich tun muss, damit ich dieses Ziel erreiche. Aber wenn ich zum Beispiel in der Stadt unterwegs bin, fällt es mir nicht immer leicht in diese "Zone" zu kommen.
Manche Fotoblogs empfehlen, trotzdem zu fotografieren. Einfach auch mal nicht so super kreative Fotos machen. Aber immer den Fotoapparat dabei zu haben und immer Fotos zu machen. Wieder Andere empfehlen, sich mal eine "Auszeit" zu nehmen. Bewusst keinen Fotoapparat mitzunehmen. Das "was da ist" nur warzunehmen, quasi mit den Augen festhalten. Wieder Andere haben Tipps die mehr oder weniger zwischen diesen beiden Extremen liegen. "Die Eine" Lösung scheint es also nicht zu geben. Was also tun?

Wien, Juni 2017

Ich glaube der "beste" oder "richtigste" Weg ist der, mit dem man selbst sich am wohlsten fühlt. Ich zum Beispiel hatte eine Zeit, in welcher ich meine X100T tatsächlich immer dabei hatte. Und ich fühlte mich manchmal fast schon schlecht, wenn ich sie nicht aus der Tasche nahm oder einmal doch nicht dabei hatte. Manchmal wollte ich einfach nur so durch die Stadt laufen können, ohne Tasche, ohne Ballast, ohne viel nachdenken zu müssen. Und dann fiehl es mir wie Schuppen vor die Augen. Eine Kamera habe ich immer dabei, auch wenn ich ohne Tasche unterwegs sein wollte oder musste. Heute hat (fast jeder) eine Kamera immer dabei, die in seinem Smartphone.

Wien, Juni 2017

Manche sind besser, manche nicht so gut, aber allen ist gemeinsam, dass man sie eigentlich immer dabei hat. Ohne es richtig zu bemerken. Ein Smartphone ohne Kamera ist heute nicht mehr denkbar, daher vergisst man so leicht darauf. Das ist fast so wie der Blinkerhebel im Auto ;) Und das man mit den heutigen Kameras durchaus gute Fotos machen kann, beweisen die Fotos in diesem Beitrag. Die sind alle mit der Kamera meines iPhone 6s gemacht. Manche habe ich noch in Snapseed aufpoliert, manche nicht. OK, die Meisten habe ich aufpoliert ;)

Prag, Juni 2017

Ich bin also jetzt manchmal doch auch ohne meine X100T unterwegs und ich fühle mich nicht gezwungen Fotos machen zu müssen. Aber ich weiß, dass ich welche machen kann, wenn ich will. Da ich mein iPhone ja immer dabei habe. Ich kann dir noch nicht zu 100% sagen, dass mir das langfristig hilft, aber abgesehen von der Herstellung von Diamanten (und einiger wenigen anderen Dinge) ist (zu) viel Druck nicht gut, denke ich. Fotografieren soll Spaß machen, das ist glaube ich das Wichtigste. Ob mit einer 1Dx MkII, einer X100T oder einem Smartphone, ganz egal. Praktischerweise hatte ich damit auch gleich wieder ein bisschen etwas, worüber ich schreiben konnte.

Mayerling, Juni 2017

Nächste Woche kommt wieder ein Bericht über eine Buchpräsentation. Da bin ich nämlich am Dienstag in Schloss Schönbrunn, wo der Verlag Edition Lammerhuber das Buch "Schloss Schönbrunn" präsentiert. Ich habe bereits das Cover gesehen und wenn du Kitsch nicht magst, wird das Buch vermutlich nichts für dich sein. Aber wir hier in Wien mit den wundervollen Bauten aus der Kaiserzeit stehen total auf sowas ;) Bis dahin, alles Liebe, Dein

[Buchrezension] Architecture of an Existential Threat

Lieber Freund,
letzte Woche Mittwoch habe ich dir über die Auststellungseröffnung im Museum Judenpatz berichtet. Als ich von der Eröffnung nachhause kam, wartete bereits ein Päckchen mit dem Buch zur Auststellung auf mich. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag Edition Lammerhuber zur Verfügung gestellt. Das sich dieser Umstand nicht - weder positiv noch negativ - auf meine Rezension auswirkt, erwähne ich hier nur der Form halber. Du kennst mich sicherlich schon gut genug. Und mal ganz unter uns, ich stelle eigenlich nur Bücher vor, die mir gefallen. Wenn ich ein Buch nicht gut finde, organisiere ich mir kein Rezensionsexemplar und nehme auch kein Video dazu auf. Dafür ist mir meine begrenzte Zeit (ich habe ja auch noch einen "normalen" Job) zu schade. Aber es freut mich, dass mir der Verlag die Möglichkeit geboten hat, bei der Eröffnung der Ausstellung (Hier weitere Infos) dabei zu sein und noch dazu das Buch rezensieren zu können! Das Titelfoto ist im übrigen das Titelbild des Buches (© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber).

Hier nun die Daten des Buches, direkt darunter findest du dann das kurze Rezensionsvideo. Wundere dich nicht, wenn dort nochmal die Daten auftauchen. Das mache ich deswegen, weil das Video (auch) auf Youtube hochgeladen wird. Damit auch jene, die das Video nur auf Youtube sehen, wissen wie sie an das Buch kommen! Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Viedeo, bis zum nächsten Mal!


Architecture of an Existential Threat
Adam Reynolds, Danielle Spera
22 x 27,5 cm, 144 Seiten, 72 Fotos
Deutsch, Englisch, Hebräisch
Hardcover, Leinen gebunden, French-Fold Schutzumschlag
ISBN 978-3-903101-29-6
Ab sofort direkt beim Verlag für 39,90.- erhältlich (keine Versandkosten in Ö und D)!


1 Jahr Foto der Woche

Am 12.Juni 2016 haben Michael und ich beschlossen, eine neue Kategorie im Blog einzuführen. So war das "Foto der Woche" geboren! Nach einer Weile verlegten wir das Veröffentlichen von Sonntag auf Samstag. Und genau heute wird das Foto der Woche ein Jahr alt!

Hier ein Rückblick auf alle 50 Fotos des vergangenen Jahres. Moment, warum nur 50?? Anfang 2017 hatten wir, anstelle des Foto der Woche einen Jahresrückblick. Daher sind es zwei Fotos weniger. Nächste Woche wird wieder Michael ein Foto der Woche veröffentlichen! Bis dahin viel Freude mit den Fotos des letzten Jahres!