[Gear Review] Platypod Ultra & Multi Accessory Kit

Lieber Freund,
heute stelle ich dir ein sehr kompaktes und kleines Stativ vor, das Platypod Ultra von Platypod Pro LLC. Ich habe es mir bei ihrer letzen Kickstarter Kampagne geholt, und es ist bereits auf deren Homepage erhältlich (im Video sagte ich, dass man es nur "Pre-Ordern" kann). Nun aber viel Freude mit dem Video!

Eine Sache, die ich im Video nicht erwähnt habe, die aber vielleicht wichtig ist, ist die Möglichkeit das Platypod auf ein Stativ schrauben zu können. Warum das wichtig ist? Nun, wenn du nur einen Stativkopf hast, kannst du diesen auf das Platypod schrauben und dann das Platypod auf dein Stativ. Somit hast du immer beide Varianten zu Hand, außer du willst das große Stativ nicht dabei haben. Dann schraubst du einfach das Platypod ab und fertig. Bis zum nächsten Mal, Dein

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5 Dinge die ich beim Foto Walk #11 gelernt habe

Am 14.August hatten wir unseren letzten Foto Walk mit dem Thema "Total Analog*". Neben ein paar netten Stunden (nicht nur wegen des strahlend schönen Wetters) die Michael und ich in Wien verbrachten haben wir beide auch einiges gelernt. Hier nun die 5 Dinge, die ich beim Analog Foto Walk gelernt habe.


 

1. Notizen, Notizen, Notizen

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Man glaubt ja gar nicht, wie viel Arbeit einem eine digitale Kamera abnimmt. Neben Blende, ISO, Belichtungszeit, Brennweite und Aufnahmedatum bzw. -zeit können neuere Modelle auch die GPS Koordinaten in die EXIF Infos speichern. Möchte man diese Inormationen bei analogen Kameras auch haben, braucht man einen Stift und ein Papier. Oder wie in meinem Fall das iPhone. Ich hatte nämlich Stift und Papier daheim liegen gelassen. Die ISO ändert sich ja nicht, aber Belichtungszeit und Blende je nach Lichtsituation schon. Wobei das auch nur bedingt richtig ist, dazu aber mehr bei Punkt 4 meiner Liste! Als Chemiker habe ich schon sehr früh gelernt, dass man nie genug, immer nur zu wenig aufschreiben kann. So auch hier bei unserem Foto Walk. Als wir am Maria Theresien Platz ankamen, machte ich ein Foto des Kunsthistorischen Museums und stellte beim nachfolgenden Aufziehen des Filmes fest, dass ich soeben die letze Aufnahme belichtet hatte. Den verwendeten Film hatte ich vom Flohmarkt erstenden, ohne die Papierhülle, von welcher man sich die Stirnseite auf dem Kamerarückteil befestigen kann. Damit wäre klar, dass die Kamera a) einen Film enthält, b) welche ISO dieser Film hat und c) wie viele Aufnahmen auf den Film passen. Da ich diese Umverpackung nicht hatte, habe ich mir - nachdem ich den Film eingelegt und den Deckel geschlossen hatte - einen kleinen Zettel geschrieben. Dummerweise war ich mir aber genau in jenem Moment als ich den Deckel schloss und die Kamera aufzog, nicht mehr sicher, ob 24 oder 36 Aufnahmen auf den Film passten. Also schrieb ich "24(?) / 36" drauf. Nicht sehr hilfreich, gell? Nun, es waren 24 und Michael war überhaupt nicht amüsiert, als ich ihm sagte, ich sei fertig. Er war mir bildermäßig nämlich immmer voraus (nicht nur der Anzahl nach...) und plötzlich war ich fertig und er hatte noch 5 oder 6 Fotos zu machen.

Und die Moral von der Geschichte: Mache dir von Anfang an Notizen, wirklich gleich jetzt - sofort - und nicht erst später. Man vergisst dann die Hälfte, auch wenn man noch jung ist ;)


 

2. Motive, Motive, Motive

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Wie schwer kann es sein, 24 oder 36 Motive zu finden, magst du dich fragen. Nun, das kommt - wie so oft - darauf an. Einerseits auf den Ort, Wien ist aber äußerst motivreich, daher bleibt dieser Punkt außen vor. Andererseits auf die Tagesverfassung, die zur Verfügung stehende Zeit sowie die Ausrüstung. Beide unserer Kameras waren mit einem 50mm Objektiv (f/1.8 respektive f/1.7) ausgestattet, was in der damaligen Zeit DAS Standardobjektiv war. Einfach zu bauen, und auch mit großzügiger Offenblende preislich noch sehr leistbar. Natürlich beeinflusst dies die Motivwahl, denn Zoomen geht nur in einem begrenzten Bereich. Es kommt nicht so gut, wenn man mitten auf der Straße stehen bleiben würde, um einen bestimmten Winkel oder Bildausschnitt zu erhalten. Aber auch die Tagesverfassung des Fotografen ist maßgeblich daran beteiligt, wie leicht oder schwer die Motivwahl fällt. Der meiner Meinung nach größte, oder auch schwerwiegendste Punkt ist wohl der, dass jedes "Klick" echtes Geld kostet. Da überlegt man zwei (oder drei oder vier...) Mal, ob man das Foto tasächlich machen will oder ob es das vielleicht doch nicht wert ist. Und damit glaube ich, wird es besonders schwer. Zumindes ich habe nur mit Müh und Not meine 24 Fotos (zum Glück hatte mein Film keine 36 Aufnahmen...) zusammen bekommen. Dafür freut man sich umso mehr, wenn einem dann ein Motiv vor das Objektiv kommt, bei welchen man mit der Digitalen einfach ein paar Bilder geschossen hätte, es mit der Analogen aber mit nur einem Bild geschafft hat, und man nicht die Gelegenheit hatte, nochmal abzudrücken. Ich habe mich sogar gefreut, obwohl der Scan nicht perfekt war und, ach das kommt in Punkt 4!

Und die Moral von der Geschichte: Es kann hilfreich sein, sich im Vorfeld ein Thema auszusuchen und dann gezielt nach diesen Motiven ausschau halten als "einfach drauf' los" zu fotografieren


 

3. Arbeit, Arbeit, Arbeit

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Analog zu fotografieren ist richtig viel Arbeit. Das soll dich jetzt nicht davon abhalten es selbst einmal auszuprobieren, denn das Ergebnis wiegt die aufgewendete Arbeit (zumindest fast) immer auf. Zuerst muss man sich Film besorgen. Das geht zwar auch über das Internet, aber gerade bei solchen Produkten bleibe ich gerne lokal. Das kostet Zeit und Geld. Dann die ganze Aufschreiberei während des Fotografierens (wobei es auch solche geben soll, denen es egal ist und die nicht mitschreiben). Und am Ende will der Film ja auch noch entwickel werden. Also entweder ins Labor (wieder lokal!) bringen oder selber entwickeln (würde ich nur bei s/w Film empfehlen). Auch hier wieder: Zeit & Geld. Es ist also weniger "klassische" Arbeit als mehr Zeit und Geld die investiert werden wollen. Aber wie schon geschrieben, ist das Ergebnis es (meist) wert. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht. Ach ja, irgendwie wollen die Negative ja dann auch auf den Computer gelangen. Also ist scannen angesagt. Ist man in der glücklichen Lage, einen Negativscanner zu besitzen, macht es das um vieles Einfacher. Ich habe auch schon öfter mit dem Gedanken gespielt, mir einen zuzulegen. Aber für die wenigen Rollen Film die ich im Jahr verbrauche, lasse ich sie gleich im Labor scannen. Auch wenn ich beim letzten Job alles andere als zufrieden mit dem Ergbnis war. Zum Teil lag es scherlich an dem (sehr?) alten Film den ich verwendet hatte. Die Negative waren mehr Gelb als Braun, aber ein paar der Scans waren am Rand beschnitten und das ist dann doch wohl am Labor gelegen.

Und die Moral von der Geschichte: Lass dich nicht abschrecken und gönne dir die Zeit. Heute wird alles einer "Kosten-Nutzen-Rechnung" unterworfen. Vergiss das alles für einen Tag und nimm dir die Zeit!


 

4. Ist doch egal

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Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass Film relativ gutmütig ist. Und viele Fehler verzeiht. Und wenn ich an die Zeit zurück denke, in denen ich als junger Bursche analog fotografiert habe, waren die Fotos nicht überragend gut, aber für damalige Verhältnisse durchaus OK. Und auch bei diesem Fotowalk zeigte sich dieses. Michael und ich haben uns natürlich den eingebauten Belichtungsmesser zunutzen gemacht, aber richtig "falsch" belichtet haben wir keines der Fotos. Auch wenn (vor allem bei mir!) die eine oder andere Belichtungszeit sicher nicht "richtig" gewesen war. Auch das Foto von mir auf der Treppe vor der Dominikanerkirche (Hier) ist so ein Beispiel. Direkt nachdem Michael den Auslöser gedrückt hatte meinte er "Mist, das Foto wird zu hell". Urteile selbst, Michael hat nur geringfügigste Anpassungen vorgenommen. Ein Anpassen der Belichtung gehörte da nicht dazu. Natürlich ist es gut möglich, dass eine gewisse Korrektur bereits beim Scannen stattgefunden hat, aber wenn der Film "zu sehr" über- oder unterbelichtet gewesen wäre, hätte auch der Scanner nichts mehr machen können. Ich hatte mir auch aus dem Internet (Hier) einen "Belichtungsschieber" herunter geladen und zusammengebaut. Diesen habe ich für die ersten paar Fotos verwendet, quasi als Experiment. Und wie du sehen kannst, hat auch dies funktioniert. Mein Film dürfte schon sehr alt gewesen sein, denn wie ich in diversen Podcasts gelernt habe, brauchen abgelaufene Filme tendenziell mehr Licht (ich glaube pro 5 Jahre eine Blende mehr). Meine Negative waren alle sehr hell, was auf eine generelle Unterbelichtung hindeutet. Lustigerweise waren die Negative auch mehr Gelb als Braun. Das könnte aber am verwendenten Film (Kodak) gelegen haben?!?

Und die Moral von der Geschichte: Analoges Fotografieren ist keine Hexerei, sondern ganz einfach. Keine Angst also, dass die Fotos nichts werden könnten. Klar, für pulizerpreisträchtige Fotos wirst du dich schon mehr anstrengen müssen, aber für zwischendurch und "nur" zum Spaß kannst du dich komplett auf den Belichtungsmesser verlassen oder auch einfach auch nur die Belichtung schätzen.


 

5. Shit happens

Michaels Lightleak

Michaels Lightleak

Michaels Lightleak II

Michaels Lightleak II

Es ist ja hinlänglich bekannt und auch hunderte Male bewiesen, dass wenn etwas schiefgehen kann, es nicht die Frage ist OB sondern nur WANN es schiefgeht. Bei einigen meiner Bilder hatte ich das "Glück", ein kleines Lichtleck am Rand zu haben (siehe Turm bei Punkt 3). Nicht bei allen Fotos, es dürfte wohl auf den Winkel zwischen Kamera und Sonne angekommen sein. Michael hat es da deutlich heftiger erwischt, wie du an dem einen oder anderen Beispielfoto auch deutlich erkennen kannst (beide direkt vom Scanner ohne weitere Bearbeitung). Shit happens. Meine Kamera ist definitiv in einem schlechteren Zustand als Michaels, aber wie du siehst, heißt das überhaupt nichts. Aber deswegen auf den Spaß verzichten, mit der alten analogen Kamera durch die Gegend zu ziehen? Mir ist es (damals) auch passiert, den Film nicht ordentlich eingespult gehabt zu haben. Bei Foto Nummer 40 (zu diesme Zeitpunkt hatte ich mich noch gefreut, ein paar extra Fotos gehabt zu haben) bin ich dann misstrauisch geworden und als die Negative aus dem Labor zurück waren, war die Enttäischung und die Trauer groß. Aber anstatt der Fotografie den Rücken zu kehren, habe ich seidem einfach besser darauf geachtet den Film ordenlich einzulegen. Shit happens. Auch mein Lieblingsbild des Foto Walks (das mit dem Fiaker und der Straßenbahn) ist nicht perfekt. Zumindest der Scan nicht. Am Negativ ist nämlich das Pferdchen noch ganz drauf. Da ich selber aber keinen Scanner besitze und mir die ganzen DIY Lösung zu mühsam sind (ich gebe zu, dass ich dafür zu faul bin, zumindest im Moment), lasse ich das Foto so wie es ist. Ich mag es auch so, wie es ist.

Und die Moral von der Geschichte: Shit happens. Get used to it and deal with it. Je eher du dich mit dem Gedanken anfreundest, dass niemals alles perfekt sein wird und dass immer wieder etwas schiefgehen wird, egal wie gut du auch vorbereitet bist, desto früher wirst du selber eine innere Ruhe und Zufriedenheit verspüren.


Hier geht es übrigens zu dem Flickr Album mit meinen analogen Fotos und hier geht es zu denen von Michael. Er hat mir außerdem verraten, dass ihm einige seiner Freunde gesagt haben, dass sie erst zu spät von diesem Foto Walk erfahren haben. Keine Sorge, das wird nicht unser letzter Foto Walk gewesen sein, am Besten folgst du uns auf Facebook und abonnierst unseren Feed, dann solltest du unsere zukünftigen Foto Walks zeitgerecht in deine Chronik gespült bekommen! Bis zum nächsten Mal, Dein

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Meine Lieblingsgadgets (Teil 1?)

Lieber Freund,
In den vergangenen Wochen habe ich dir insgesamt 10 Apps vorgestellt, die ich auf meinem iPhone habe und die ich gerne als Fotograf nutze (Hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2). Nun setze ich diese Reihe mit meinem Lieblingszubehör fort.

Auch hier gilt wie schon die letzten Male, dass ich mir alle Gadgets selbst gekauft habe, ich bekomme nix, wenn du das eine oder andere Teil kaufst. Ich möchte dir lediglich ein paar - zumindest für mich - nützliche Helferlein präsentieren. Diese unterstützen, wie auch schon die vorgestellten Apps, meinen Workflow und helfen mir schneller zu erreichen, was ich möchte. Dieses Mal habe ich die Preise nicht recherchiert, auch schon alleine deswegen, weil ich diese Dinge in verschiedenen Ländern gekauft habe und der Markt voll ist mit sehr ähnlichen Produkten in veschiedensten Preisregionen. Nun aber zu den kleinen Helferleins, die ich mir über die Jahre zugelegt habe.

1. Apple's SD/USB auf 30 pol. Connector

Eigentlich hätte mir die USB Variante gereicht, denn zum Kaufzeitpunkt hatte ich nur die Canon 5D im Einsatz (und die hat CF Karten), aber es gab sie damals nur als Pärchen. Heute muss ich "zum Glück" sagen, denn ich bin nur noch mit SD Karten unterwegs. Ja, die Fuji X100T hat WLAN, aber erstens ist die Verbindung etwas mühsam herzustellen und zweitens habe ich ja auch noch die X-Pro1. Und die hat kein WLAN verbaut. Benutzt habe ich die beiden Adapter allerdings nur, um die Bilder auf mein iPad zu bekommen. Ich glaube mit dem iPhone haben die nicht funktioniert. Zumindest nicht mit dem, das ich hatte. Zwei kleine Punkte muss ich jedoch anführen, die mir an dem System nicht all zu sehr gefallen. Erstens: Das Erstellen der Bildvorschauen dauert etwas, wenn viele Bilder auf der Karte sind. Dummerweise schatet sich das iPad währenddessen ab und tut dann (glaube ich jetzt) nicht weiter. Beim Importieren der Bilder in Lightroom dauert es ähnlich lange, aber da kann während ich warte einen Kaffee holen oder was anderes machen. Zweitens: Wenn man dann ein paar Bilder ausgewählt hat und auf "Importieren" klickt fragt das iPad nach "Alle importieren" oder "Auswahl importieren"? Warum habe ich wohl ein paar Bilder ausgewählt? Das ist schon fast so, wie wenn der Airbag fragt "Sicher, dass ich auslösen soll?" ;) Naja, nicht ganz so schlimm aber trotzdem etwas nervig. Die Abfrage nach dem Importieren, ob man die Fotos behalten will oder ob sie (auf der Karte!!) gelöscht werden sollten, finde ich persönlich ziemlich blöd, wenn nicht sogar gefährlich! Das kann man aber leicht umgehen, in dem man den Schreibschutzschalter der Karte auf "Lock" schiebt. Das mache ich auch beim Importieren in Lightroom, das kann einem viel Ärger ersparen.


 

2. Apple's SD auf Lightning Connector

Hmmmm, noch ein Connector? Ja, diesmal der für mein iPhone. Eigentlich brauche ich den gar nicht, denn wenn ich unterwegs bin, habe ich meine X100T dabei und die verbindet sich ja über WLAN mit meinem iPhone. Das ist zwar, wie schon geschrieben, etwas umständlich, aber noch immer günstiger als der Adapter. Nun ja, als ich mit Michael aber in München war, wollte ich Postkarten (jupp, ich bin noch so altmodisch) mit von mir gemachten Fotos versenden. Das geht ganz toll mit der Postkartenapp der österreichischen Post und ist mit 1,99€ pro Karte auch durchaus preislich OK. Eigentlich hätte ich diese App bei meinen "Top 10" anführen müssen. Notiz an mich selbst: Neue Liste mit 10 weiteren Apps die ich mag anlegen. Zurück nach München, wo ich feststellen musste, das ich ja die X-Pro1 eingepackt hatte. Und da ich nur im iPhone eine deutsche SIM Karte hatte, war es mir zu mühsam, die Bilder auf mein iPad zu laden (mit dem SD Adapter), dort zu bearbeiten, an irgend einem WLAN Hotspot in die Dropbox zu laden, mit dem iPhone herunter zu laden und die Postkarten zu gestalten. Also sind Michael und ich kurzerhand in den nächsten Appelstore gepilgert und ich habe mir auch diesen Adapter gekauft. Wir sind ja schließlich nach München gefahre um Fotos zu machen, nicht um einen WLAN Hotspot zu suchen. Und das Aufladen meiner Prepaid Karte war mühselig genug. Doch das ist jetzt vorbei, ich habe 8GB Datenvolumen in der ganzen EU, dank Zweitkarte auch am iPad. Funktionsweise und Kritikpunkte beteffend des Adapters sind im Prinzip bereits oben angeführt, wobei das Importieren mit diesem Adapter gefühlt schneller geht.


 

3. "World Power" Adapter

Den habe ich mir am Flughafen in Heathrow gekauft. Ich habe im Vorfeld meiner Londonreise zwar schon ein wenig herumgesucht, aber nichts gefunden, was mich persönlich zufriedengestellt hätte. Diesen Adapter habe ich im Duty Free gefunden und er hat alles was ich brauche (ich hatte noch einen einfachen UK/AUT Adapter mit, sowie eine 3er-Steckdose und meine beiden Ladegeräte, hätte ich nichts gefunden). Ich kann auf beiden Seiten so gut wie jede Steckdose bzw. Stecker nutzen (nicht das ich viele "fremde" Stecker hätte), die sich auf der Welt finden und zusätzlich (das war mir besonder wichtig) habe ich zwei USB Ports zum Aufladen. Mit (insgesamt) 2,4A Ladestrom, also bis zu 1,2A je Port (oder bis zu 2,4A wenn nur einer belegt ist). Daran bin ich bisher nämlich immer gescheitert. Die Adapter die ich bis dahin gefunden hatte, hatten entweder "nur" 1,2A für beide zusammen oder überhaupt keine. Der Adapter war zwar nicht ganz billig (Ich gaube um die 20 Pfund) und wenn ich weiter gesucht hätte, hätte ich sicher auch einen passenden im Internet gefunden, aber jetzt habe ich ihn nun mal und dabei bleibts. Und wie du sehen kannst, spare ich mir damit einen Haufen extra Zeug. Ich brauche keine 3er-Steckdose mehr, denn iPad und iPhone kann ich direkt aufladen, ebenso spare ich mir die beiden Netzteile (die Kabel dazu muss ich sowieso mitnehmen). Zusätzlich könnte ich auch noch eine Nachttischlampe (wieder) anstecken, sollte mein Zimmer keine freie Steckdose dafür haben (da ist es wieder praktisch, dass ich so gut wie jeden Stecker nutzen kann). Ist mir auch schon in mancher Unterkunft passiert, dass ich das eine oder andere Elektrogerät abstecken musste um meine Geräte zu laden. Außerdem kann ich den Adapter verwenden, wenn ich im Zug Strom brauche, denn die haben meist nur "normale" Steckdosen beim Sitz. Oder am Flughafen. Da gibt es zwar auch USB Ladestationen, aber letztes Jahr im Oktober konnte ich einen anderen Reisenden glücklich machen, als ich ihm einen meiner USB Ports zum Aufladen anbot. Alle anderen USB Ladestationen waren nämlich belegt und sein (amerikanisches) Netzteil passte nicht in die Steckdosen am Flughafen.


 

4. Powerbank

Nachdem ich mir einen guten Artikel der c't über (Mogel) Powerbanks zu Gemüte gefürt hatte, habe ich mich für die Amazon Basic 10.000mAh Powerbank enschieden. Die Smartphones von heute sind nun einmal Energiehungrig, das liegt in der Natur der Sache. Die Displays werden immer größer, die Telefone immer schmaler, die Prozessoren immer leistungsfähiger. Mein guter alter Palm Treo 650 musste auch über Nacht aufgeladen werden. Üblicherweise habe ich das immer von Sonntag auf Montag Nacht getan, dann konnte ich ihn die ganze Woche über verwenden. Lange sind diese Zeiten vorbei. Verstehe mich nicht falsch, aber im Grunde hatte war ich auch mit dem Treo 650 zufrieden. Auf der anderen Seite möchte ich die Technik von heute aber auch nicht mehr missen. Daher behelfe ich mir einfach mit einer (oder eigentlich zwei) Powerbank(s). Die große Powerbank ist, so wie alle oben genannten Gadgets immer in meiner Fototasche, ebenso wie zwei USB Kabel (und diverse Adapter). Praktisch, wenn man unterwegs ist und die nächste Steckdose ist nicht in Sicht. Nur die Verwendbarkeit (vor allem des iPhones) leidet schon etwas, wenn da ein USB Kabel mit Powerbank dran baumelt. Daher habe ich mir einen Zusatzakku nur für mein iPhone gekauft. Die Powerbank (Michael hat sich die neurere Version mit schon 16.000mAh geholt) hat zwei USB Ports mit insgesamt 3,4A, also 1,6A Ladestrom je Buchse. Damit wird auch das iPad relativ schnell aufgeladen bzw. beim Filmschauen entlädt es sich nicht (die Akkuladung bleibt konstant). Der Zusatzakku fürs iPhone macht selbiges zwar relativ dick, aber das stört mich eigentlich nicht. Einziges Manko ist, dass sich auf der Linse der Kamera durch die Bauform der Aussparung relativ schnell und einfach Staub fängt. Dazu ziehe ich den oberen Teil aber einfach vor einem Foto ab, wische die Linse sauber und gut ist's. Zudem habe ich zwischen Akku und iPhone noch einen "Notgroschen" in Form eines 5€ Scheines gepackt. Somit sollte mir nie der Saft als auch das Geld ausgehen. Zumindest vorübergehend. Will ich allerdings Adapter No 2 (siehe oben) anstecken, muss ich den Zusatzakku entfernen. Dieser hat nämlich zum Aufladen (und Datenübertragen) einen Micro-USB Anschluss. Dafür kann ich den Akku eigentlich überall aufladen, auch wenn ich mal kein Kabel dabei habe. Dank fast aller anderen Smartphonehersteller, die lieber auf Kompatibilität und Konnektivität als auf Proprietärität setzen. Übrigens ist die Powerbank genau so groß wie mein iPhone 6s und etwa doppelt so dick (bzw. genau so dick, wie mein iPhone mit Zusatzakku).


 

5. Samsung Gear S3 Smartwatch

Ja, nun ist es raus, ich habe keine AppleWatch. Konnten die Meisten noch verstehen, dass ich eine Pebble hatte, setzt spätestens jetzt Kopfschütteln und Unverständnis ein. Zumindest bei den Hardcore-Fans beider Lager. Wie kann ich es wagen, zu einem iPhone eine Gear S3 zu nehmen? Wie kann ich es wagen, kein Samsung Smartphone zu besitzen, da ich doch die Gear S3 habe? Wer mich dagegen gut kennt, so wie du, weiß, dass ich mir immer jene Dinge kaufe, die für mich am Besten sind. Und abgesehen von der Preisdifferenz (die dank eines Amazongutscheins noch größer war) sprach auch das Design für die S3. Ich mag es einfach mehr, wenn eine Uhr wie eine Uhr aussieht. Das tut die AppleWatch nun mal nicht. Ja, ich muss zugeben, das Zusammenspiel zwischen iPhone und S3 ist nicht perfekt und kann definitiv verbessert werden. Ich finde es toll, dass Samsung die Gear S3 auch für Apple geöffnet hat, aber es gibt noch genug Raum für Verbesserungen. Gerade wenn die Gear App offen ist, ist die Bluetoothverbindung alles andere als stabil. Das wird sich sicherlich in der (hoffentlich näheren) Zukunft ändern, aber alle wichtigen Funktionen laufen soweit stabil und zu meiner Zufriedenheit (zumindest fast immer). Zugegeben, die AppleWatch zusammen mit dem iPhone bietet sicherlich ein umfangreicheres Gesamtpaket, ebenso wie die Gear S3 mit einem Galaxy S7 (oder so) es tun würde. Aber für mich geht es bei diesen Gadgets nicht immer darum, das Maximum herauszuholen. Oftmals reichen mir auch "nur" 80% :)


 

Ich habe natürlich noch eine Vielzahl anderer größerer oder kleinerer Gadgets, aber diese fünf benutze ich immer wieder gerne und oft. Vielleicht erweitere ich ja diese Liste auch noch um fünf weitere Gadgets, das eine oder andere würde mir schon noch einfallen, das zumindest erwähnenswert wäre. Bis dahin, noch einen schönen Sommer, Dein

Meine (iPhone) Lieblingsapps - Teil 2

Lieber Freund,
Letzte Woche habe ich dir bereits fünf Apps vorgestellt, von denen ich denke, dass du sie dir zumindest einmal ansehen solltest. Hier nun die Fortsetzung mit fünf weiteren Apps:

Snapseed

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Preis: kostenlos
Dieses Programm sollte niemand nicht auf seinem Smartphone haben. Außer du benutzt dein Smartphone nicht, um Fotos zu machen. Ich behaupte hier einfach, dass Snapseed am Smartphone das ist, was Lightroom am PC oder Laptop ist. Ja, es gibt auch eine mobile Version von Lightroom und auf meinem iPad ist diese auch installiert, aber am Smartphone und für "jedermann" ist Snapseed das Fotobearbeitungstool schlechthin. Für den noch nicht so erfahrenen Bearbeiter gibt es eine ganze Reihe an Tutorials (unten auf "Tipps & Tricks" klicken) und auch ich habe hier schon das eine oder andere gelernt. Direkt nachdem man das zu bearbeitende Bild ausgewählt hat, kann man durch Drücken des Bleistift-Icons auswählen, was man verändern möchte. Neben "Feinabstimmung" womit man alle typischen Parameter wie Belichtung, Kontrast, Schatten/Lichter, usw. verändern kann, gibt es noch Werkzeuge wie "Beschneiden", "Drehen", "Weißabgleich", "Vignettierung", "Reparieren", und, und, und. Mit "Speichern" wird das originale Bild mit den Änderungen gespeichert, mit "Kopie speichern" wird ein neues Bild mit den Änderungen erstellt, das Original verlbeibt so, wie es war. Alle Bearbeitungen lassen sich mit beiden Speicherarten nachträglich ändern und rückgängig machen, nur wenn man das Bild exportiert (was ein neues Bild erzeugt und das Original nicht ändert) ist das nicht mehr möglich. Keine meiner Bilder, welche ich von meinem iPhone aus poste, schaffen es in der Internet, ohne durch Snapseed zu müssen. Die Kamera des iPhones ist sehr gut, aber ein bisschen aufpolieren ist doch immer notwendig.


 
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Preis: 2,29€
Die App mag heute etwas unnötig erscheinen, vor allem deswegen, weil Instagram (mittlerweilen) Bilder die nicht quadratisch sind, auch so anpassen kann, dass alles sichtbar ist. Aber Squaready Pro kann mehr als nur das. Die Balken oben und unten können nicht nur in der Farbe variiert werden, wie du auf dem Screenshot sehen kannst, kann man auch Teile des Fotos veschwommen einblenden. Daneben gibt es noch weitere Einstellmöglichkeiten für das Foto. Ob zentriert, links- oder rechtsbündig, ob mit oder ohne Metadaten (GPS, EXIF, usw.), da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Im Übrigen gibt es diese App auch mit Werbung, dann kostet sie nichts. Sehr praktisch, wenn man die App mal ausprobieren möchte. Das ist übrigens eine Sache, die ich am Appstore nicht mag. Das es nämlich keine "Demo-Versionen" gibt. Daher finde ich es immer gut, wenn die Enwicker selbst hier dieses Manko des Apple-Appstore ausgleichen und Werbefinanzierte bzw. in ihrem Umfang eingeschränkte Versionen kostenfrei anbieten. Ich habe mir die werbefreie Version gegönnt, weil ich die Entwickler damit unterstützen wollte. Und auch wenn ich das ganze Gejammere über die (horrenden?!?) Preise der Apps nicht ganz nachvollziehen kann, ist mir doch, als ich die Preise für die Apps hier recherchiert habe, fast mein iPhone 6s in meinen Venti-Triple-Caramel-White-Mocca von Starbuck gefallen ;) Also mal ganz ehrlich, wenn ich nicht einmal die paar Euro für eine nette kleine App ausgeben will, da fehlen mir einfach nur die Worte. Aber das hat jetzt nichts mit dieser App zu tun, die ist nämlich wirklich ordentlich progarmmiert, leistet mir gute Dienste und ich habe es nicht bereut die 2,29€ dafür auszugeben!


 
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Preis: 2,29€
Diese App ist vielleicht nicht für jeden Fotografen, aber definitiv für jene, die sich der Astrofotoggrafie widmen. Oder die damit gerne anfangen würden oder die, die sich allgemein für den Weltraum, Sterne und Planeten interessieren. Ich selber bin in dieser Hinsicht ein totaler Laie und finde vielleicht noch den großen Wagen und Orion, aber alles andere ist ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Michael dagegen ist ein totaler Astro-Geek, der braucht diese App sicher nicht. Wobei sie sicherlich auch für ihn interessant ist. Mit aktiviertem GPS braucht man sein Smartphone nur in die Richtung des Himmels halten, der einen interessiert und schon sieht man, welche Sterne, Planeten, usw. sich in diesem Bereich befinden. In der App lässt sich auch leicht konfigurieren, was man sehen möchte und was nicht. Planeten, Sterne, Nebel, Kometen, Sternbilder mit Linien oder doch schöne grafische Darstellungen. Daneben kann sowohl der Ort als auch die Zeit beliebig verstellt werden um zu sehen, ob sich der Trip nach Timbuktu lohnt um die Milchstraße am 5.Dezember 2018 zu fotografieren. So konnte ich zum Beispiel sehen, dass Michael und ich zwar am 11.August wenn wir den Erzberg besuchen, sicherlich schöne Milchstaßenfotos von Mariazell aus machen können, aber erst nach 21.40 wenn es richtig Dunkel geworden ist. Da wir aber schon früher vom Erzberg wegfahren, wird das wohl dieses Mal nichts mit den Astrofotos. Für alle Astro-Interessierhen habe ich hier noch ein "Goodie", das zwar nichts mit der App selber zu tun hat, aber hilfreich sein kann, möchte man sich den Sternenhimmel ansehen. Eine Lichtverschmutzungskarte die online abrufbar ist und einem hilft, richtig dunkle Orte zu finden :) Zusätzlich zum Google Maps Overlay gibt es diese Karten auch zum Download, wenn man mal kein Netz hat...


 
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Preis: kostenlos
Interessiert man sich eher dafür, wo die Sonnen an einem bestimmten Datum zu einer bestimmten Zeit ist, genügt die App Sun Route, welche kostenlos ist. Die App nutzt Argumented Reality, bekannt wohl vor allem durch die Pokemon App, um den Stand der Sonne anzuzeigen. Ich habe im Garten einen Screenshot gemacht, wo die Sonne in zwei Monaten sein wird, wenn ich um genau dieser Uhrzeit hier sein werde. Finde ich sehr praktisch, wenn man einen tollen Ort zum Fotografieren gefunden hat, aber die Sonne nicht da ist, wo man sie gerne hätte :) Die App ist sehr intuitiv aufgebaut. Ein Tipp auf das Kalendersymbol lässt einen das Datum einstellen. Die Uhrzeit stellt man durch links- bzw. rechtsdrehen des Smartphones ein. Die Sonne (der gelbe Punkt natürlich) wandert entsprechend der Uhrzeit nach oben oder unten. Schön zu sehen ist, wo heute (30.7.) die Sonne ist und wo sie am 30.9. sein wird.


 
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Preis: 3,49€
Ganz schön heftiger Preis für eine Messager-App wirst du dir denken. Noch dazu kostet WhatsApp & Co keinen Cent. Und außerdem, wer hat heute kein WhatsApp (ich kann jedenfalls die Kontakte in meinem Telefonbuch wohl an einer oder vielleicht zwei Händen abzählen, die es nicht haben), wozu also einen anderen Messager verwenden? Mein bester Freund Peter hat mir diese App empfohlen, vor vielen Jahren. Damals war von eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung in Messagern noch keine Rede. Threema verwendet seit Anfang sowohl eine Verschlüsselung um die Daten welche gesendet werden zu schützen genau so wie die Kommuniktion zwischen Smartphone und Server zu sichern. Die Server über welche die Kommunikation abläuft stehen in der Schweiz und unterliegen somit den (sehr) strengen Datenschutzrichtlinien der Schweiz. Außerdem speichern die Server die Daten nur so lange, bis die Nachricht beim Empfänger sicher angekommen ist. Ver- und Entschlüsselung der Daten findet am Smartphone statt, die Server dienen ausschließlich als Transportmedium. Und wem das alles noch nicht genug Sicherheit ist, kann die korrekte Implementierung der Verschlüsselung selber überprüfen (dies wurde im übrigen auch bereits unter anderem vom Heise Verlag - in der c't - gemacht). Wem das noch immer nicht genug ist, wenn du Threema das erste Mal startest, wird eine "Threema-ID" erstellt. Diese ID wird nur ein einziges Mal generiert, deinstalliert amn die App und installiert sie neu, wird eine neue ID generiert. Diese ID kann, muss aber nicht(!), mit der Telefonnummer und/oder Emailadresse verknüpft werden. Anonymer geht es nicht. Kontakte knüpft man entweder über die Telefonnummer oder Emailadresse, soweit mit der ID verknüpft, oder über einen Buchstaben-/Zahlencode der aus der ID generiert wird. Eine "Ampleanzeige" zeigt an, ob der Kontakt "vertrauensürdig" ist oder nicht. Ein roter Punkt bedeutet, dass man den Kontakt nur über die ID kennt. Zwei gelbe Punkte bedeutet, dass die ID mit einer Telefonnummer und/oder Emailadresse aus dem eigenen Telefonbuch verknüpft ist. Drei grüne Punkte gibt es nur dann, wenn man sich mit dem Kontakt persönlich trifft und einen QR-Code scannt, den die App generiert. Diese App ist meiner Meinung nach völlig sein Geld wert, vor allem, wenn man ein wenig auf Privatsphäre, Datensicherheit und Verschlüsselung Wert legt.


 

Was denkst du über meine Auswahl? Waren Apps dabei, die du noch nicht kanntest? Habe ich Apps vergessen, die deiner Meinung nach auf meinem iPhone unbedingt sein sollte? Würde mich über ein Kommentar oder eine Email freuen! Bis zum nächsten Mal, Dein

Meine (iPhone) Lieblingsapps - Teil 1

Lieber Freund,
Heute möchte ich dir ein paar Programme - in Neudeutsch "Apps" - vorstellen, die ich selber auf meinen iPhone gerne verwende. Die Meisten, wenn nicht sogar Alle wird es wohl auch für Android geben aber da ich kein Android Smartphone besitze kann ich nichts über die Bedienbarkeit bzw. Stabilität der Apps auf Android sagen. Manche Apps haben direkt etwas mit Fotografie zu tun, manche erst auf den zweiten Blick und manche (fast) gar nichts. Ich habe die Apps der Einfachheit nach dem Alphabet sortiert.
Die Einschätzungen spiegeln lediglich meine persönliche Erfahrung mit den genannten Apps wieder, ich werde von keinem der Entwickler gesponsort oder in irgend einer Weise unterstützt. Ich tue hier lediglich meine persönliche Meinung zu den Apps kund und hoffe, dass sie dir Wegweiser auf der Suche nach einer passenden App sind. Was für mich funktioniert muss nicht notwendigerweise für dich funktionieren und umgekehrt. Du findest, dass die App "abc" bessere Dienste leistet als die App die ich hier vorgestellt habe? Dann würde ich mich über ein Kommentar oder eine Email freuen! Vielleicht kannte ich die App noch gar nicht! Jetzt aber genug des Vorwortes, hier nun der erste Teil meiner Lieblingsapps:


Feedly - Get smarter

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Preis: kostenlos
Ich bin auf Feedly gestoßen als mein alter RSS-Reader (den ich, obwohl ich bereits vergessen habe wie sein Name war, geliebt habe) nicht mehr funktionierte. Ich glaube dass damals Googel irgendeinen Dienst abgeschaltet hat und daher die App nicht mehr auf die Daten zugreifen konnte. Jedenfalls ist Feedly mehr als nur ein RSS-Reader. Neben dem einbinden eben genannter News Quellen kann man auch seine YouTube Channels einbinden, so genannte "Key Word Alerts" setzen und vieles mehr. All diese News Quellen lassen sich in verschiedenste Kategorien ablegen und wenn man ein Konto anlegt (ich weiß nicht mehr ob es auch ohne Konto funktioniert), wird alles in der Cloud gespeichert und man hat auch vom PC aus Zugriff. Außerdem kann Feedly mit Facebook, Twitter, Evernote, OneNote, Pintrest und anderen Plattformen verbunden werden. Dies alles soll das Teilen von Inhalten bzw. Speichern erleichtern. Ich persönlich nutze Feedly nur für ein paar RSS-Feeds, werde aber sicherlich das eine oder andere Feature in näherer Zukunft ausprobieren.


 
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Preis: kostenlos
Ohne Passwörter kommt man heute, trotz Fortschreiten der Technik (Stichwort: Fingerabdruck), nicht weit. Und da man diese ja nicht immer braucht, kommt es schon mal vor, dass man das eine oder andere Passwort vergisst. Die Anforderungen an Passwörter werden heute - und das finde ich auch gut so! - immer höher und viele Dienste bestehen mittlerweilen darauf, zumindest Buchstaben (Groß- und Kleinbuchstaben) und Zahlen zu verwenden. Sonderzeichen wären auch nicht schlecht, solange es "normale" Sonderzeichen sind, nicht unbedingt Ä, Ö und Ü. Aber auch die sollten - meist - keine Probleme machen. Zur Sicherheit sollte man natürlich für jeden Dienst ein eigenes Passwort verwenden (und außerdem sollte es nichts sein, was sich in Wörterbüchern finden kann), denn sollte es jemandem gelingen doch ein Passwort zu knacken, hat man meist ein gewaltiges Problem. Hierbei hilft dieses Programm, welches einem erlaubt, die Passwörter inklusive weiterer Infos (Benutzername, Webseite, usw.) in einer verschlüsselten Datei zu speichern. Diese kann dann auch in der Dropbox (oder einem anderen Onlinespeicher) liegen und nur bei Bedarf auf das Smartphone geladen werden (oder aber die Datei liegt dauerhaft am Smartphone - dann aber regelmäßige Backups nicht vergessen!!). Die App zeigt, nachdem man sich zuerst mittels PIN oder Fingerabdruck in die App eingelogt hat (kann auch ausgeschaltet werden), die verfügbaren Containerdateien an. Ein weiteres Passwort später hat man dann Zugriff auf seine Passwörter (die aber trotzdem nur als ** angezeigt werden). Ein Tipp darauf und das Passwort ist für kurze Zeit im Zwischenspeicher und kann direkt eingefügt werden. Außerdem gibt es auch ein Desktopprogramm, welches es einfach macht, hat sich eine große Anzahl an Passwörtern zum Eingeben angesammelt. Außerdem ist ein frei kunfigurierbarer Passwortgenerator dabei und wer sich auskennt kann den Quellcode herunterladen und auf Fehler bei der Implementierung abklopfen.


 
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Opera ist ein Webbrowser und du magst dich fragen, warum ich nicht den bereits vorinstallierten Safari benutze. Nun, den benutze ich schon auch, aber Opera hat - für mich - einige Features die mir mein Leben einfacher machen. Natürlich braucht das Surfen im Internet ein Teil deines Datenvolumens auf, das ist klar. Aber hast du schon einmal gesehen, wie viel Safari benötigt? In Opera kannst du einstellen, dass der Datenstrom (Bilder, Videos und Text) komprimiert wird. Das ist von Vorteil, wenn du wenig Datenvolumen zur Verfügung hast, aber auch, wenn die Internetverbindung nicht all zu schnell ist. Daneben ist ein Werbeblocker eingebaut, der das Datenvolumen abermals reduziert. Da ich auf all meinen Geräten Opera einsetze und mit einem Opera Konto angemeldet bin, snychronisieren sich auch meine Lesezeichen bzw. geöffneten Tabs. Ich weiß, dass diese Funktion auch bei anderen Browsern verfügbar ist, aber ich setze Opera seit etwa 1999 ein und bin mehr als zufrieden, warum also wechseln? Für mich ist jedenfalls in der mobilen Version der "Turbo Modus" wie er von Opera genannt wird, das Hauptargument für diesen Browser.


 
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Ich höre gerne Fotopodcasts und die Apple-eigene App war mir zu unflexibel. So bin ich auf Overcast gestoßen. Das tolle an dieser App ist die Möglichkeit, "intelligente" Playlisten zu erstellen. Du kannst auswählen, welche Podcasts in einer Bestimmten Liste auftauchen sollen und ob diese nach Podcast und dann nach Datum oder nach Datum - Podcast übergreifend - sortiert werden sollen. Daneben kannst du festlegen, ob neue Folgen (und wie viele) automatisch heruntergeladen werden sollten, ob nur WLAN oder auch mobile Daten verwendet werden dürfen und ob bzw. wie du darüber benachrichtigt wirst. Oh, und dann gibt es noch "Smart Speed" und "Voice Boost". Ersteres erkennt (Sprech) Pausen und überspringt diese, was dazu führt, dass man sich ein paar Sekunden pro Podcast einspart :) Nicht die Welt, aber in Summe kommt da glaube ich schon einiges zusammen. Zweiteres verbessert die Sprachqualität was gerade bei Podcasts welche über Skype (oder ähnliches) aufgenommen wurden, manchmal hilfreich sein kann. Dieses Feature ist natürlich bei Podcasts mit gutem bis sehr gutem Audio kaum hilfreich, aber ich hatte schon die eine oder andere Folge, bei welcher dieses Feature sehr geholfen hat. Zudem kann man auch die Wiedergabegeschwindigkeit - mittlerweilen - bis auf das 3-fache beschleunigen (etwas verlangsamen geht auch). Außerdem gibt es noch viele Einstellmöglichkeiten, um das Podcasthören so angenehm wie möglich zu machen. Podcasts kannst du entweder direkt aus dem Verzeichnis der App hinzufügen oder über eine URL, alles sehr intuitiv und einfach. Und das Beste daran ist, dass das alles nichts kostet (so wie die Podcast App von Apple). Zusätzlich gibt es aber eine "Premium" Option welche, a) die Werbung am unteren Rand entfernt (die stört mich aber überhaupt nicht), b) mit erlaubt, eigene (Musik) Dateien in die App zu laden (brauche ich -derzeit- nicht wirklich) und c) den Entwickler unterstützt. Bis jetzt habe ich mich noch nicht dazu durchgerungen die 9,99€ pro Jahr dafür auszugeben. Aber ich glaube das ich es tun werde. Schließlich habe ich dies auch schon bei anderen Apps getan, und 10€ pro Jahr sind auch nicht die Welt (für mich).


 
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Möchte ich mehr als ein Foto auf Instagram teilen, benutze ich den Photo Collage Pro Editor. Hier stehen verschiedenste Layouts bereit um mit Bildern befüllt zu werden. Ganz klassische Layouts wie 4 kleinere quadratische Bilder, zwei Bilder im Hoch- oder Querformat, aber auch ausgefallene Layouts mit Wellenmuster, Kreisen, Blumen und Herzformen stehen zur Auswahl. Daneben kann auch die Rahmenfarbe (bzw. -muster), die Linienstärke, die Größe der einzelnen Bilder, usw. angepasst werden. Auch "Sticker" und Text kann hinzugefügt werden. Derzeit ist die App noch kostenfrei, wie lange das so bleibt weiß ich nicht, also schnell zuschlagen!


 

Nächste Woche folgen fünf weitere Apps, die ich gerne benutze und die du dir unbedingt einmal ansehen solltest. Was hälst du von den bisher vorgestellten Apps? Würde mich über ein Kommentar oder eine Email sehr freuen! Bis nächste Woche, Dein

Hyperfokal!! - Willst du mich beleidigen?!?

Prag, 2017

Lieber Freund,
Hast du schon einmal den Begriff "hyperfokal" im Zusammenhang mit Fotografie gehört? Sicherlich, oder? Es war in einer der letzten Folge des Happy Shooting Podcast von Chris und Boris, als ich von einem Kickstarter Projekt hörte, das ein hyperfokales Objektiv bauen möchte. Chris bemerkte völlig korrekt, dass jedes Objektiv ein hyperfokales Objektiv ist bzw. sein kann. Korrekterweise muss man natürlich vom der "hyperfokalen Distanz" sprechen. Was ist nun diese "hyperfokale Distanz"? In Wikipedia lesen wir dazu:

Als hyperfokale Entfernung beziehungsweise hyperfokale Distanz wird in der Fotografie diejenige endliche Gegenstandsweite bezeichnet, bei der, wenn man genau auf diese Entfernung fokussiert, im Unendlichen liegende Objekte ebenfalls gerade noch mit akzeptabler Unschärfe abgebildet werden. Der gesamte mit akzeptaber Unschärfe abgebildete Bereich, die sogenannte Schärfentiefe, reicht dann von der halben hyperfokalen Entfernung bis ins Unendliche. - Wikipedia

Viele alte Objektive hatten sogar eine solche Markierung am Objektivtubus angebracht. Die Entfernung, ab welcher quasi "alles Scharf ist", hängt natürlich von der verwendeten Brennweite und von der eingestellten Blende ab. Das oben erwähnte Objektiv hatte, soweit ich mich erinnern kann, eine fest eingestellte Blende und ein Verstellen der Fokusdistanz war auch nicht möglich, da das Objektiv auf die hyperfokale Distanz eingestellt ist. Ich werde hier nicht auf die Sinnhaftigkeit dieses Objjektives eingehen, sondern mich den Vorteilen zuwenden, welche man erlangt, hat man einmal dieses Konstrukt der hyperfokalen Distanz begriffen.

Auf alten Objektiven war manchmal, wie schon erwähnt, eine Markierung für die hyperfokale Distanz angebracht, auf den Meisten jedoch fand sich zumindest eine Tiefenschärfeskala, wie auf dem hier dargestellten Objektiv. Ich habe die Unendlichmarkierung rechts auf den Strich zwischen Blende 8 und 16 (entsprechend Blende 11) gestellt. An der roten Markierung lässt sich einfach die hyperfokale Distanz (5m) ablesen, am linken Strich zwischen 8 und 16 die Distanz, ab welcher der Schärfebereich (2,5m) beginnt. So einfach war das damals. Bei den heutigen Digitalkameras ist das etwas schwerer geworden, aber auch in diesem Bereich sind die spiegellosen Kameras wieder einmal Vorreiter. An meiner X100T sowie meiner X-Pro1 habe ich einen dynamischen Schärfebereisanzeiger, mit dessen Hilfe ich leicht die hyperfokale Distanz einstellen kann. Für alle Kameras, die das nicht haben, gibt es sicherlich auch Apps für das Smartphone, die diese Berechnung anstellen können.

Wien, 2016

Warum das ganze Gerede über hyperfokale Distanz? Wozu braucht man diese denn überhaupt (noch)? Und kann man das nicht im Nachhinein in Lightroom, Photoshop oder sonstwo "reparieren"? Nun, im Nachhinein lässt sich das nicht mehr "einfügen", soviel ist schon einmal sicher. Verwendung findet diese Technik überall dort, wo ich keinen Autofokus benutzen kann, entweder weil ich keinen habe, oder weil der Autofokus mit der Situation nicht zurecht kommt. Ein paar Beispiele:

  1. Street Photography: War ja klar, das dieses Thema bei mir kommen muss. Wobei hier nicht unbedingt die hyperfokale Distanz genutzt werden muss. Hier kommt auch oftmals das Zonen-System zum Einsatz, bei welchem ich im Vorhinein festlege, welcher Bereich (z.B.: von 1,5 bis 3m) scharf sein soll und welcher nicht.
  2. Landschaften: Jeder Landschaftsfotograf liebt die hyperfokale Distanz und da man im Normalfall auch ein Stativ verwendet, kann man sein Objektiv schon mal auf Blende 8 oder mehr abblenden. Dann noch auf die hyperfokale Distanz eingestellt, wird so gut wie alles scharf auf dem Landschaftsbild.
  3. Feuerwerk: Auch hier hilft einem diese Technik enorm. Normalerweise ist es dunkel, wenn man ein Feuerwerk fotografiert. Und selbst wenn es nicht dunkel wäre, worauf sollte man denn scharfstellen? Man sucht sich einfach einen Teil des Himmels aus, wo vermutlich die meisten Raketen explodieren werden und fotografiert darauf los. In meinen Anfangstagen mit der DSLR hatte ich die Daumenregel: "Schärfering auf Unendlich drehen, dann ein bisschen zurückdrehen", was mehr oder weniger nichts anderes war, als die hyperfokale Distanz einzustellen. Damals wusste ich das aber noch nicht :)
  4. Sternenhimmel: Auch hier wieder, es ist dunkel ("Na no na net" wirst du dir jetzt denken) und der Autofokus wird dir hier nicht weiter helfen können. Also wieder, "Auf Unendlich und ein bisschen zurück"...
  5. Fish-Eye-Fotografie: Hier auch praktisch, da durch die sehr kurze Brennweite die hyperfokale Distanz bereits sehr früh beginnt. Mein Samyang (8mm, f/2.8) blende ich meist auf 5.6 ab, stelle den Fokus auf etwa die Hälfte zwischen Unendlich und 1m (welche Entferung das auch immer enspricht, da zwischen diesen beiden Angaben keine weiteren auf dem Objektiv sind...) und ich brauche mir nur noch über die Belichtung Gedanken machen. Scharf wird damit sowieso alles (außer ich verwackle, aber das ist ein anderes Thema).

Wie du siehst, kannst du jedes Objektiv als hyperfokales Objektiv betreiben (was Chris und Boris so auch im Podcast brachten), du musst nur die richtige Einstellung vornehmen. Und gerade bei älteren Objektiven (ich weiß das Michael einen Adapter für seine alten Minoltaobjetive für die X-T1 hat), kann dieses Wissen durchaus hilfreich sein, oder? Bis zum nächsten Mal, Dein

[Bookreview] Faces of Ground Zero

Bookcover used with permisson; all rights reserved; © www.hachettebookgroup.biz

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Dear Friend,
This time I blog in English because of the book at hand. It is called Faces of Ground Zero and the pictures are from the great photographer Joe McNally. If you don't know Joe, please go ahead and check out his work! He is a Master behind the camera, a Master at Light and an even bigger Master at teaching.

Just a few days after 9/11 happened, he started doing these portraits with a "one-of-a-kind" camera in a studio just blocks away from Ground Zero. The pictures in this book repesent the portraits he took on 40x80 in. Polaroids. These "bigger-than-life" Polaroids where exhibited in the US shortly after. This book is a collection of the 150 portraits Joe took, to show the world the (often untold) heros of 9/11.

I hope you enjoyed the video! Here is the link to the Youtube video, I mentioned in the Article. The part about the book starts around Minute four!

Canon – was hast du mir angetan (oder Andere Mütter haben auch schöne Töchter)

Vor kurzem erschien nach langer Wartezeit endlich die Canon 6D Mark II und dies hat mich zum Nachdenken gebracht. Die 6D ist ja eine meiner Kameras und der „direkte Nachfolger“ der 5D Mark II, während die 5D Mark III nach Höherem strebte. Für mich zahlten sich die Upgrades zwischen 6D und 5DIII nicht aus und daher stand meine Entscheidung für die 6D fest. Nun gute 5 Jahre nach dem Erscheinen der 6D steht nun fest, das ihr Nachfolger kommt. Diese Nachricht hat mich ursprünglich erfreut, jedoch dauerte es nicht lange bis ich feststellen musste, das sich wenig geändert hat.

Meine eigene Canon 6D (erkennbar an der roten Markierung) - eine großartige Kamera die mir stets die Arbeit erleichtert hat und sehr zuverlässig ist. Sie ist mein Arbeitstier für Fotos.

Meine eigene Canon 6D (erkennbar an der roten Markierung) - eine großartige Kamera die mir stets die Arbeit erleichtert hat und sehr zuverlässig ist. Sie ist mein Arbeitstier für Fotos.

Ich habe mir lange mehr Autofokuspunkte gewünscht und während man nicht sagen kann, dass dieser Wunsch nicht erfüllt wurde, so wurde er doch nur bedingt beachtet. Mein Wunsch waren mehr Cross-Type Autofokuspunkte die auf der Bildfläche verteilt sind. Während ich mit den 45 Autofokuspunkten glücklich geworden wäre und mir mehr zu viel geworden wären, ist die Aufteilung der Punkte im Sucher nicht gelungen. Alle Punkte drängen sich im Zentrum des Bildfeldes zusammen und wieder gibt es für mich keinen wirklichen Vorteil daraus.

Des Weiteren war es ein großer Wunsch von mir, Steckplätze für zwei SD Karten zu haben. Diese hat die 6DII nicht und noch schlimmer, der eine Steckplatz ist nur für die Geschwindigkeiten der inzwischen langsameren und älteren UHS I Karten ausgelegt.

Die Canon 6D Mark II - der lange ersehnte Nachfolger des Originals. So wunderbar mit einigen neuen Features und dennoch so enttäuschend. Hier könnte der Grund für meinen Umstieg auf ein spiegelloses System liegen. © Canon (www.canon.at)

Die Canon 6D Mark II - der lange ersehnte Nachfolger des Originals. So wunderbar mit einigen neuen Features und dennoch so enttäuschend. Hier könnte der Grund für meinen Umstieg auf ein spiegelloses System liegen.

© Canon (www.canon.at)

Nun weiter zu den allseits beliebten Videofunktionen: Heute erwartet sich jeder 4K Videofunktionen. Während ich kein Fan von 4K Video bin, hat es durchaus seine Berechtigung. In der heutigen Zeit, da immer mehr Kameras mit 4K Video erscheinen, wäre es sinnvoll gewesen dieses in die 6DII zu implementieren. Leider wurde dies nicht getan. Warum? Vielleicht weil die 6DII dann eine bessere Kamera als die 5D Mark IV gewesen wäre? Es scheint der Gedanke gewesen zu sein. Leider lässt es sich für mich nicht nachvollziehen warum dieser Fehler gemacht wurde.

Fassen wir kurz zusammen: die Verbesserungen der neuen Auflage der 6D kommen erstens zu spät und zweitens wurde zu wenig geändert. Daraus lässt sich auch direkt zur zweiten Hälfte des Titels übergehen. Denn dies alles wäre an sich kein Problem, wenn nicht die Konkurrenz groß wäre.

Ich muss zwar Canon immer noch die Entwicklung ihrer eigenen Kamerasensoren zugute halten, doch ich muss auch hier warnen: Es gab in der Vergangenheit einige interessante Patente wie Canons Foveon-artiger Sensor der in der Serienreife möglicherweise außergewöhnliches geleistet hätte, es aber bis jetzt in keine Serienkamera geschafft hat. Die Entwicklung darf nicht stehenbleiben und Canon sollte wie früher unpopuläre Entscheidungen treffen die sich positiv auf den Markt auswirken könnten (Canon setzte bei den SLRs schon sehr früh CMOS Sensoren ein während die meisten anderen Hersteller CCDs verbauten, dies brachte zwar ein wenig höheres Bildrauschen und daher den einen oder anderen schlechten Testbericht, dennoch war es die richtige unbeliebte Entscheidung).

Die Fuji X-T1 ist in Größe und Aussehen mit meiner analogen Minolta X-700 vergleichbar. Das einzige was mich glücklicher machen könnte wäre ein Vollformat Sensor, jeoch verstehe und respektiere ich Fujifilms Entscheidung nicht in den stark umkämpften Sektor der Vollformatkameras einzusteigen.

Die Fuji X-T1 ist in Größe und Aussehen mit meiner analogen Minolta X-700 vergleichbar. Das einzige was mich glücklicher machen könnte wäre ein Vollformat Sensor, jeoch verstehe und respektiere ich Fujifilms Entscheidung nicht in den stark umkämpften Sektor der Vollformatkameras einzusteigen.

Aus meiner Sicht stehen Canon (und nachlassend Nikon) nun auf dem Sektor der spiegellosen Kameras große Konkurrenz gegenüber. Inzwischen sind die Sony alphas und die Fujifilm X-T Reihe mehr als nur ernstzunehmende Alternativen. Inzwischen gehe ich selbst immer mehr dazu über, meine X-T1 zu benutzen und ihr Nachfolger wäre für mich derzeit bessere Kamera als die 6DII. Auch Sony zieht mich in seinen Bann, da es möglich ist dank verschiedener Adapter meine heißgeliebten Canon Objektive weiter zu verwenden. Wenn ein Nachfolger der α7S II erscheint könnte diese ein Gamechanger sein. Sony hat schon mit der α9 eine großartige Kamera hergestellt und eine α7S III könnte durchaus meinen Umstieg bewirken.

Die Sony α7S II - eine der anderen schönen Töchter. Ihr Nachfolger könnte meine Welt auf den Kopf stellen. Das derzeitige Model bietet 12 Megapixel (ausreichend) und eine unglaubliche Leistung bei wenig Licht (high ISO capabilities) © Sony (www.presscentre.sony.eu)

Die Sony α7S II - eine der anderen schönen Töchter. Ihr Nachfolger könnte meine Welt auf den Kopf stellen. Das derzeitige Model bietet 12 Megapixel (ausreichend) und eine unglaubliche Leistung bei wenig Licht (high ISO capabilities)

© Sony (www.presscentre.sony.eu)

Es sollte also nicht nur den Nutzern zu denken geben, worin sie investieren, sondern auch den Herstellern, vor allem Canon und Nikon wie sie weiter verfahren, denn diese scheinen sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen.