Michael Abraham

Dear Canon, I am leaving for Fuji...

Canon to Fuji 2.jpg

Just recently, two game-changing cameras were released. The α7 III and the X-H1 are both mirrorless cameras and changed my world, but lets go back to just a few years ago. My dear friend and colleague Lukas left Canon and switched to Fuji, since he preferred rangefinder type cameras to DSLRs. At that time, mirrorless cameras were stepping up their game, but I can't say they were a competition to DSLRs. Shortly after that, I saw Fujifilm presenting themselves at the Photo+Adventure show (in Vienna if I recall this correctly). The guys in the Fuji booth did their best, showing their lineup, they were competent and very friendly. At that time, I was still into Canon, and the future was not looking too bad. I was treated the same way as the hardcore Fuji fans, and asked when I would switch to them and they listened to what I said. Almost a year later, in 2016, the Canon 5D Mark IV was released and I immediately found that it was not the camera for me. At that time it didn't matter, because there was still time for a 6D Mark II to be released and to show the world that DSLRs still made sense. Even though I slowly realized that if Canon continues this way, I needed a backup plan. In analogue times, I shot Minolta but my cameras were pre-autofocus times (actually I didn't like the Minolta Dynax cameras). Minolta became part of Sony and many of my problems with the Dynax series were solved slowly. The Sony α7 series were amazing, and via adapter they allowed the wonderful Canon lenses to be used. When Lukas asked: when are you going to shoot mirrorless? I replied that there still was a little more time necessary to improve the cameras, but if Canon kept their camera strategy, I'd see myself switching to Sony. Another year later without change: the Canon 6D Mark II was finally released. If the camera was good I'd be buying it immediately. In the meantime, my thoughts to some specs had changed. I had the Fuji X-T1 because it was the perfect camera I could take everywhere, since it was very compact. I loved the electronic viewfinder (EVF) and was even able to work at night. Also, I knew that I wanted dual card slots in my camera, since a single card can always fail, and Nikon already had dual card slots in even some of their entry-level cameras. Seeing the final specs of the 6D II was devastating. Even more so were the reviews, showing that low light performance and dynamic range were worse than the original 6D – this was not a camera I would buy, since my Fuji X-T1 and Canon 6D felt way better, but I still needed to update my 5D Mark II. Since Sony became better with every camera they put out, they became a force you couldn’t dismiss, and finally Canon rumors told that a Canon full-frame mirrorless camera was on its way. My thoughts were: if they want to compete, it has to be a α7 series killer which is not really realistic, also it is too late, too bad and looking at Canon recent releases definitely too overpriced. I am also still waiting for that camera. Rumors say Canon users have to wait till 2019, which is way too late to compete with Sony. Now we have the α7 III and the X-H1, both cameras I was looking for, and I knew it was time to switch. It took me a long time to think it through. Both cameras are game changers, and both are not perfect (although the only downside to the X-H1 for me is it not being a full frame camera, while Sony has that covered, but problems like color science, loud shutter sounds, among other problems, were better in their new cameras but not yet completely solved). So I ordered the X-H1 and it should arrive at the time this article goes online. Since I am more and more working with the older X-T1 with its wonderful dynamic range and much better highlight recovery in comparison to Canon, I am very positive me and the X-H1 will live in perfect harmony. A wonderful thing about Fuji is that their cameras get major improvements with every firmware update. For example the X-T1 got eye autofocus through one of their latest updates and although it is not as good as Sony in its new cameras, I really enjoy the possibility. So let’s see what my future with Fuji will bring.

To Photoshop or not to Photoshop

Kürzlich habe ich ein etwas langes aber interessantes Video zu einem Mondfoto gesehen. Die Seite Fstoppers zeigte ein Foto (dieses hier; edit 11.02.2018: offenbar wurde das Foto von der Seite genommen. Am 07.02.2018 war es noch abrufbar) von Peter Lik mit dem Titel: How fake is this photo by Peter Lik und ihr findet es unter diesem Link: Fstoppers

Da ich selbst über Umwege in die Fotografie gefunden habe und der größte Umweg sich für mich Astronomie/Astrofotografie nennt hat mich das Foto natürlich beschäftigt.

Um hier erst mal ein paar Dinge klarzustellen: ich bin selber kein Fan von Photoshop. Es handelt sich um ein mächtiges Werkzeug und ich bestaune jeden der damit umgehen kann, ich selbst zähle mich jedoch nicht dazu. Lightroom ist das Bildbearbeitungswerkzeug meiner Wahl, da es hierbei nicht um extensive Bildmanipulation wie bei Photoshop sondern hauptsächlich um Entwicklung von Rohdateien geht.

Was sind nun die offensichtlichen Kritikpunkte:

Die Wolken scheinen auf dem Foto teilweise hinter dem Mond zu sein. Das ist natürlich nicht möglich aber es könnte sich um eine optische Täuschung handeln.

Das Licht passt nicht zusammen. Der Dynamikumfang der Szene kann so nie in einem Foto eingefangen werden oder das Licht scheint aus unterschiedlichen Richtungen zu kommen. Natürlich sind die Kritikpunkte berechtigt aber es kann immer zu optischen Täuschungen kommen. Man beachte dabei: Der Mond kann fotografisch als eigene Lichtquelle betrachtet werden. Vollmond haben wir wenn die uns zugewandte Seite des Mondes vollständig beleuchtet wird. Das wäre wie ein Reflektor der sich genau auf einer Linie zur Hauptlichtquelle befindet. Zugegeben soll hier erwähnt sein: mit einem Reflexionsvermögen von 12% (in der Astronomie auch Albedo genannt) ist der Mond ein grauenhafter Reflektor. Unserem Zentralgestirn (der Sonne) sei Dank bedeuten diese 12% jedoch eine beachtliche Lichtmenge. Das macht es schwer die Realität von Manipulation zu unterscheiden.

Der Mond und der Vordergrund können nie gleichzeitig im Fokus der Optik sein. Natürlich sollte dies schwer zu bewerkstelligen sein aber auch hier gilt: es gibt keinen Vergleich. Die Entfernung vom Vordergrund ist nicht bestimmbar und somit lässt sich dieser Punkt weder einfach bestätigen noch von der Hand weisen.

Nun zu meiner Meinung:

Im allgemeinen gilt in der (Astro-)fotografie das Mond und Sonne pro 100 mm Brennweite einen Durchmesser von circa einem Millimeter auf dem Film oder Sensor einnehmen. Damit also ein 24 x 36 mm Vollformatsensor mit dem Vollmond bedeckt werden braucht man also eine Brennweite von 2000 bis 2500 mm. Dies deckt sich auch mit meiner eigenen Erfahrung. Mann müsste also daraus schließen, dass das Foto bei einer Brennweite von 2500 bis 3000 mm gemacht wurde. Dies für viele Fotografen nicht einfach zu bewerkstelligen. Hier kommen wir in den Fotografischen Bereich wo Spiegelteleskope im Vorteil sind. Die sogenannten Schmidt-Cassegrain oder Maksutov-Cassegrain Teleskope mit einer freien Öffnung von 8 bis 10 Zoll (ca. 200 bis 250 mm Spiegeldurchmesser) weisen typischerweise eine Blende von 10 bis 15 auf und wären hierfür geeignet. Das bedeutet, dass etwa 1000 bis 2000€ nur in die Optik investiert werden müssen und durch das Gewicht der nötigen Montierung und des Stativs, die Kamera sicher nicht mehr einfach ins Gebirge getragen wird. Es ist also machbar aber nicht trivial.

Der Mond ist hier nahe dem Horizont und wird durch Streuung in gelbliches Licht getaucht. Wer den Mond oft fotografiert, kann bestätigen das hier die Luft die wir atmen uns das leben schwer macht. Nie war es mir möglich so einen schönen klaren Blick oder gar ein Foto des Mondes nahe des Horizonts zu erhalten. Der runde Mond sieht hier durch Luftturbulenzen meist "verbeult" aus. Ein Kompositfoto ist also deutlich wahrscheinlicher als ein Rohfoto. Außerdem sind um die Zeit des Vollmondes nur mit deutlicher Erhöhung der Kontraste die Details auf der Oberfläche klar erkennbar. Dies liegt einfach daran das es kaum Schatten gibt da der Mond sehr gleichmäßig ausgeleuchtet wird.

Photoshop oder nicht. Ist es nicht egal?

Ja und nein. Wie gesagt ist Photoshop ein mächtiges Werkzeug und soll gerne verwendet werden. Also spricht nicht gegen die Verwendung. Wenn man aber ein Kompositfoto erstellt sollte man dazu stehen. Immer wenn ich über ein Foto höre: kein Photoshop, läuten bei mir die Alarmglocken. Zu oft habe ich erlebt, dass Bildmanipulation unter diesen Worten versteckt wird oder schlechte und mäßig brauchbare Fotos auf diese Weise in besseren Licht erscheinen sollen. Daher meine Bitte: unterstützt so etwas nicht in dem ihr darauf reinfällt. Benutzt eure Augen, lasst euch von der Kunst inspirieren.

 nahezu Vollmond aufgenommen bei 1000 mm Brennweite. Nur mit deutlicher erhöhung der Konstraste sind bei Vollmond die Details der Oberfläche deutlich erkennbar.

nahezu Vollmond aufgenommen bei 1000 mm Brennweite. Nur mit deutlicher erhöhung der Konstraste sind bei Vollmond die Details der Oberfläche deutlich erkennbar.

 Eines meiner eigenen Kompositfotos - Hier der Stephansdom mit dem Mond

Eines meiner eigenen Kompositfotos - Hier der Stephansdom mit dem Mond

 Rohfoto bei Halbmond und kurz vor der Dämmerung. Deutlich sind hier die Oberflächendetails an der Tag-Nach-Grenze (Terminator genannt) des Mondes erkennbar.

Rohfoto bei Halbmond und kurz vor der Dämmerung. Deutlich sind hier die Oberflächendetails an der Tag-Nach-Grenze (Terminator genannt) des Mondes erkennbar.

What Youtubers are missing when talking about the 6D Mark II

I rarely do write articles in English but today I thought it is necessary. Recently there have been a lot of YouTubers commenting on using or switching to the 6D Mark II. Also to some, it is the most underrated Canon camera. Recently a video by Jared Polin (aka The Fro) made me think:

Why are so many people do enjoying the 6D Mark II but I just can't like this camera?

The answer came to me very easy: That camera is missing the point. It has a wonderful screen on the back which can be rotated in all directions, it has great video features including Dual Pixel Autofocus and I do like all of this features but this are only video features. We are still talking about an SLR camera – it has a mirror inside and that mirror has a reason. An SLR camera should be good for still images which are the main emphasis in photography. It is a full frame camera and from a camera, with 24x36 mm sensor I expect to be a fairly professional camera especially in the €2000 price range. Unfortunately five years after the original 6D there has not been a leap forward in this direction. The original 6D had an awesome 20-megapixel sensor and was in many ways the successor of the 5D Mark II. Image quality is wonderful AF is based on the 5D Mark IIs diamond array. When I heard the first rumours of the 6D II my reaction was like: shut up and take my money. They claimed SD dual card slots, improved autofocus and a new interesting sensor with approximately 25 megapixels. That sounded like all we ever asked for still images.

Now the problems: we haven't been given the dual card slots, only one slow UHS I SD card slot (that is a big deal since Nikon even gives even cheaper Cameras the ability to write the images on two cards and all other companies also tend to have two slots for memory cards). I can't say they didn't give the camera better autofocus for stills but the way is the problem: The 6D II has the 80D AF module and this is a wonderful AF module for an APS-C camera but on the bigger full frame sensor those AF points are tightly packed in the middle which means I still have to use the focus and recompose technique (it works but I am getting tired of it since I am losing photos I could take otherwise). Finally the imaging sensor: we now do have the dynamic range of the 5D II in an 8 years younger body. That is not the way to go. Updating the original 6Ds sensor would have made more sense than the new sensor that looks bad in comparison to other brands.

One side note on the vlogging aspect: the vloggers I heard that liked the 6D Mark II (for example Jared Polin, Peter McKinnon and Casey Neistat) are all from North America (either USA or Canada). There is a difference to Europe. In the EU there is a difference in taxes between still cameras and video cameras and a camera that can record 30-minute videos or longer are automatically video cameras. This puts some additional limits on usability on cameras for video work. Also, none of them thinks that the video quality is great, most of them rather call it sufficient.

So let's do a recap: the 6D II is a wonderful vlogging camera. It would have been an awesome full-frame mirrorless camera but the problem is that this camera is still an SLR and not a mirrorless camera. So Canon: Please! If you are listening: get things straight. Let us photographers have the right camera for the right job. A 6D II-ish mirrorless camera with Dual Card Slot in the same price range would be the way to go and Please! Be fast! Competition is big and Sony and Nikon are doing great jobs with their cameras.


 

 

 The original 6D for me was the ultimate press photographers tool. It had great low light quality, wireles LAN integrated and many similarities to the wonderfull 5D Mark II. 5 years later the 6D Mark II was expected to be a big leap forward but it failed for many photographers.

The original 6D for me was the ultimate press photographers tool. It had great low light quality, wireles LAN integrated and many similarities to the wonderfull 5D Mark II. 5 years later the 6D Mark II was expected to be a big leap forward but it failed for many photographers.