Analog?!?

Lieber Freund,
Du hast sicher schon über den Fotowalk gelesen, den Michael und ich am 14.August machen. Falls nicht, würde ich dir empfehlen hier kurz nachzulesen, damit du weiß welches Thema wir uns überlegt haben.

Wien, 2016 - mit Agfaphoto CT precisa 100, X-Pro

Warum in aller Welt wollen wir einen Fotowalk mit analogen Kameras machen? Oder für die, die keine (mehr) haben, warum diese Einschränkungen? Sollten wir nicht die heute verfügbare Technik nutzen, anstatt auf längst überholte Ausrüstung zurück zu greifen? Nein, das finde ich nicht. Ja, ich bin froh und dankbar, was wir heute alles an Technik verwenden können. Mein neuestes Spielzeug ist die Samsung Gear S3 und jedesmal wenn ich im Auto einen Anruf bekomme (was glücklicherweise selten ist, da auch das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung ablenkt) freue ich mich wie ein kleines Kind. Ich hatte in meiner Kindheit zwei Lieblingsserien. Die eine war MacGyver (der Grund warum ich auch heute nie ohne ein schweizer Messer aus dem Haus gehe) und die andere war Knight Rider. Während selbstfahrende Autos wie KITT immer noch ein wenig Zukunftsmusik sind, kann ich mit meiner Uhr bereits - so wie Michael Knight - sprechen bzw. telefonieren :) WIE COOL IST DAS DENN!! Damals hätte ich mir ein Bein für so eine coole Uhr ausgerissen, heute bekommt man sie für ein paar Hundert Euro...

Wien, 2016 - mit Agfaphoto CT precisa 100, X-Pro

Ich bin also total dafür, die verfügbare Technologie einzusetzen, aber manchmal habe ich auch das Bedürfnis, zu entschleunigen - wie man so schön sagt. Und das finde ich, geht mit der Analogfotografie besonders gut. Letztes Jahr als Michael und ich an der "Dogwood 52 week challenge" teilgenommen haben, machte ich bereits ein paar Fotos auf echtem Film. Das Thema war "Nostalige" und ich entschied mich, einen Farbfilm Cross-Entwickeln zu lassen, den ich für dieses Thema "verfotografiert" hatte. Durch dieses Verfahren bekommt man interessante Farbverschiebungen bei den fertigen Bildern. Ich muss gestehen, dass ich bei einigen diese wieder Rückgängig gemacht habe. Das geht natürlich nur, wenn man die Negative scannt und dann in Lightroom (oder Photoshop) weiter bearbeitet. Wie du siehst, kombiniere ich also auch hier Altes mit Neuem um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Außerdem, wie könnte ich dir sonst hier einige der Fotos zeigen, wenn ich sie im Anschluss nicht digitalisiert hätte?

Wien, 2016 - mit Agfaphoto CT precisa 100, X-Pro

Ich glaube unser Fotowalk wird besonders interessant, da wir erst später wissen, ob unsere Fotos etwas geworden sind. Das erklärt auch, warum es früher weniger Fotografen gegeben hat, die z.B.: Hochezeiten fotografiert haben. Ich weiß nicht, ob ich so viel Sebstvertrauen bzw. Können gehabt hätte, eine Hochzeit zu fotografieren. Heute kann ich sofort sehen, ob das Foto etwas geworden ist oder ob ich nochmal abdrücken muss. Damals nicht, da musste es passen wenn der Auslöser "klick" machte. Zugegeben, (Farb) Film ist viel mehr verzeihend als die aktuellen Kamerasensoren, aber trotzdem. Ein Arbeitskollege hat sich erst kürzlich eine (analoge) Leica zugelegt (Ohhhhhh), und die Fotos die ich bisher gesehen habe, müssen sich vor den digitalen von heute wirklich nicht verstecken. Manchmal (nicht immer) hilft es der eigenen Kreativität, wenn man sich einschränkt. Zusätzlich zu den Einschränkungen die die Verwendung einer analogen Kamera mitsich bringen, habe ich nur ein einziges Objektiv (50,mm, was sonst...) und das muss ich manuell Fokussieren. Ich freue mich schon richtig auf den 14.August, vielleicht sehen wir uns ja?!? Bis dahin alles Gute, Dein

Fotowalk #011 - Total Analog*

Datum, Zeit & Ort

Der Fotowalk #011 - Total Analog* findet am Fenstertag vor Maria Himmelfahrt statt. Das ist Montag, 14.August! Der Ausgangspunkt ist - wie üblich - der Karlsplatz bzw. der Seiteneingang der Karlskirche. Wir mögen diesen Platz, weil man ihn sowohl öffentlich als auch mit dem Auto (Kurzparkzone!) erreichen kann. Wir treffen uns um 10.00 und dann ziehen wir los!

Das Thema - Total Analog*

Eigentlich wollte ich ja "Absolut Analog" nehmen, aber das ist der Name des neuen Podcasts von Chris Marquardt und Monika Andrae. Ich glaube zwar nicht, dass die beiden etwas dagegen gehabt hätten, aber "Total Analog*" klingt auch nicht so schlecht. Was genau meint das Thema denn nun und warum ist da ein Sternchen??

Nun das ist ganz einfach, wir werden bei diesem Fotowalk nur analog fotografieren. Das bedeutet im Detail, dass jeder der noch (so wie Michael und ich) eine anaolge Kamera besitzt, sich einfach einen Film seiner Wahl (Farbe, S/W, beliebige ISO) kauft und mit diesem dann den Fotowalk bestreitet. Das Sternchen ist das Kleingedruckte für all jene, die keine analoge Kamera (mehr) besitzen. Jene dürfen nämlich trotzdem gerne mit ihrer digitalen Kamera ihrer Wahl teilnehmen, jedoch mit Einschränkungen:

  1. Die ISO muss auf einen (beliebigen) Wert fest eingestellt und dort belassen werden. Wir können die ISO ja auch nicht beliebig ändern, die ist durch den Film fix vorgegeben.
  2. Maximal 36 Fotos dürfen gemacht werden, und kein Foto darf gelöscht werden. Denn dies ist auch beim analogen Film so.
  3. Kein "Chimpen" - Der Bildschirm auf der Rückseite der Kamera bleibt aus. Kein Nachschauen ob die Belichtung passt, ob der Bildausschnitt gut ist. Das geht analog alles nicht.

Na, ist das Interesse geweckt? Dann würden wir uns sehr freuen, euch am 14.August bei unserem Fotowalk #011 begrüßen zu dürfen.

Blockiert?!?

Lieber Freund,
Du kennst das sicher, es gibt Tage an denen nichts gelingen will. Egal was man beginnt, egal was man versucht, nichts (scheint) zu gelingen. Manchmal ist das tatsächlich so, manchmal erscheint es einem nur so. Dabei ist es völlig egal, ob im Beruf, in der Freizeit, beim Spielen, wo auch immer. Was also dagegen tun?
Der irische Whiskey "Writers Tears" soll ja deswegen so heißen, da die irischen Schriftsteller bei einer Schreibblockade gerne einen (oder mehrere?) Whiskeys zu sich genommen haben. Und als dann die Tränen der Freude ob der genialen(?) Einfälle geflossen sind, wurde dieser Whiskey geboren. Soweit die Geschichte, ich möchte dich hier aber keineswegs dazu anstiften Alkohol zu trinken, wenn du nicht mehr weiter weißt. Alkohol ist keine Lösung, sagt ein Sprichwort und das stimmt sogar in mehrfacher hinsicht. Alkohol ist ein Lösemittel, aber keine Lösung. Eigentlich ist es auch ein Destillat, aber ich schweife ab.

Heiligenkreuz, Juni 2017

Mir geht es natürlich hier um die Blockade beim Fotografieren. Klar, es ist einfach, hat man einen (mehr oder weniger genau definierten) Auftrag. Ich habe letztens zum Beispiel zwei Firmungen fotografiert. Natürlich tobe ich mich da auch mal kreativ aus, aber im Großen und Ganzen weiß ich, welche Fotos gewünscht sind und was ich tun muss, damit ich dieses Ziel erreiche. Aber wenn ich zum Beispiel in der Stadt unterwegs bin, fällt es mir nicht immer leicht in diese "Zone" zu kommen.
Manche Fotoblogs empfehlen, trotzdem zu fotografieren. Einfach auch mal nicht so super kreative Fotos machen. Aber immer den Fotoapparat dabei zu haben und immer Fotos zu machen. Wieder Andere empfehlen, sich mal eine "Auszeit" zu nehmen. Bewusst keinen Fotoapparat mitzunehmen. Das "was da ist" nur warzunehmen, quasi mit den Augen festhalten. Wieder Andere haben Tipps die mehr oder weniger zwischen diesen beiden Extremen liegen. "Die Eine" Lösung scheint es also nicht zu geben. Was also tun?

Wien, Juni 2017

Ich glaube der "beste" oder "richtigste" Weg ist der, mit dem man selbst sich am wohlsten fühlt. Ich zum Beispiel hatte eine Zeit, in welcher ich meine X100T tatsächlich immer dabei hatte. Und ich fühlte mich manchmal fast schon schlecht, wenn ich sie nicht aus der Tasche nahm oder einmal doch nicht dabei hatte. Manchmal wollte ich einfach nur so durch die Stadt laufen können, ohne Tasche, ohne Ballast, ohne viel nachdenken zu müssen. Und dann fiehl es mir wie Schuppen vor die Augen. Eine Kamera habe ich immer dabei, auch wenn ich ohne Tasche unterwegs sein wollte oder musste. Heute hat (fast jeder) eine Kamera immer dabei, die in seinem Smartphone.

Wien, Juni 2017

Manche sind besser, manche nicht so gut, aber allen ist gemeinsam, dass man sie eigentlich immer dabei hat. Ohne es richtig zu bemerken. Ein Smartphone ohne Kamera ist heute nicht mehr denkbar, daher vergisst man so leicht darauf. Das ist fast so wie der Blinkerhebel im Auto ;) Und das man mit den heutigen Kameras durchaus gute Fotos machen kann, beweisen die Fotos in diesem Beitrag. Die sind alle mit der Kamera meines iPhone 6s gemacht. Manche habe ich noch in Snapseed aufpoliert, manche nicht. OK, die Meisten habe ich aufpoliert ;)

Prag, Juni 2017

Ich bin also jetzt manchmal doch auch ohne meine X100T unterwegs und ich fühle mich nicht gezwungen Fotos machen zu müssen. Aber ich weiß, dass ich welche machen kann, wenn ich will. Da ich mein iPhone ja immer dabei habe. Ich kann dir noch nicht zu 100% sagen, dass mir das langfristig hilft, aber abgesehen von der Herstellung von Diamanten (und einiger wenigen anderen Dinge) ist (zu) viel Druck nicht gut, denke ich. Fotografieren soll Spaß machen, das ist glaube ich das Wichtigste. Ob mit einer 1Dx MkII, einer X100T oder einem Smartphone, ganz egal. Praktischerweise hatte ich damit auch gleich wieder ein bisschen etwas, worüber ich schreiben konnte.

Mayerling, Juni 2017

Nächste Woche kommt wieder ein Bericht über eine Buchpräsentation. Da bin ich nämlich am Dienstag in Schloss Schönbrunn, wo der Verlag Edition Lammerhuber das Buch "Schloss Schönbrunn" präsentiert. Ich habe bereits das Cover gesehen und wenn du Kitsch nicht magst, wird das Buch vermutlich nichts für dich sein. Aber wir hier in Wien mit den wundervollen Bauten aus der Kaiserzeit stehen total auf sowas ;) Bis dahin, alles Liebe, Dein

[Buchrezension] Architecture of an Existential Threat

Lieber Freund,
letzte Woche Mittwoch habe ich dir über die Auststellungseröffnung im Museum Judenpatz berichtet. Als ich von der Eröffnung nachhause kam, wartete bereits ein Päckchen mit dem Buch zur Auststellung auf mich. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag Edition Lammerhuber zur Verfügung gestellt. Das sich dieser Umstand nicht - weder positiv noch negativ - auf meine Rezension auswirkt, erwähne ich hier nur der Form halber. Du kennst mich sicherlich schon gut genug. Und mal ganz unter uns, ich stelle eigenlich nur Bücher vor, die mir gefallen. Wenn ich ein Buch nicht gut finde, organisiere ich mir kein Rezensionsexemplar und nehme auch kein Video dazu auf. Dafür ist mir meine begrenzte Zeit (ich habe ja auch noch einen "normalen" Job) zu schade. Aber es freut mich, dass mir der Verlag die Möglichkeit geboten hat, bei der Eröffnung der Ausstellung (Hier weitere Infos) dabei zu sein und noch dazu das Buch rezensieren zu können! Das Titelfoto ist im übrigen das Titelbild des Buches (© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber).

Hier nun die Daten des Buches, direkt darunter findest du dann das kurze Rezensionsvideo. Wundere dich nicht, wenn dort nochmal die Daten auftauchen. Das mache ich deswegen, weil das Video (auch) auf Youtube hochgeladen wird. Damit auch jene, die das Video nur auf Youtube sehen, wissen wie sie an das Buch kommen! Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Viedeo, bis zum nächsten Mal!


Architecture of an Existential Threat
Adam Reynolds, Danielle Spera
22 x 27,5 cm, 144 Seiten, 72 Fotos
Deutsch, Englisch, Hebräisch
Hardcover, Leinen gebunden, French-Fold Schutzumschlag
ISBN 978-3-903101-29-6
Ab sofort direkt beim Verlag für 39,90.- erhältlich (keine Versandkosten in Ö und D)!


1 Jahr Foto der Woche

Am 12.Juni 2016 haben Michael und ich beschlossen, eine neue Kategorie im Blog einzuführen. So war das "Foto der Woche" geboren! Nach einer Weile verlegten wir das Veröffentlichen von Sonntag auf Samstag. Und genau heute wird das Foto der Woche ein Jahr alt!

Hier ein Rückblick auf alle 50 Fotos des vergangenen Jahres. Moment, warum nur 50?? Anfang 2017 hatten wir, anstelle des Foto der Woche einen Jahresrückblick. Daher sind es zwei Fotos weniger. Nächste Woche wird wieder Michael ein Foto der Woche veröffentlichen! Bis dahin viel Freude mit den Fotos des letzten Jahres!

Bunker! Architektur des Überlebens

 Adam Reynolds © Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

Adam Reynolds
© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

Lieber Freund,
Du erinnerst dich sicher noch an mein Buch-Video über Gerd Ludwigs Buch "Der Lange Schatten von Tschernobbyl". Vor genau zwei Wochen bekam ich wieder einmal eine Email vom Verlag Edition Lammerhuber. Darin enthalten eine Einladung zur Eröffnung der Ausstellung "Bunker! Architektur des Überlebens" zusammen mit Pressematerial zu dem dazugehörigen Buch "Architecture of an Existential threat" mit Bildern von Adam Reynolds.

Ich werde dir hier einen kleinen Eindruck der Auststellungseröffnung geben. Über das Buch selber, die darin enthaltenen Fotos und alles drum herum werde ich dir seperat berichten, sowie ich mein Rezensionsexemplar erhalten habe. Hier nun ein Auszug aus dem Material, welches ich vom Verlag bekommen habe. Manche der hier verwendeten Fotos werden mit Erlaubnis des Verlags verwendet und unterliegen dem Copyright. Dies ist unter dem Bild angegenen (© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber).

"Nach israelischem Gesetz müssen alle Einwohner des Landes Zugang zu Bunkern haben, die im Falle eines Angriffs mit unkonventionellen Waffen auch abgedichtet werden können. Die Israelis haben diese "Weltuntergangs-Räume" in ihren Alltag integriert und in Räume "verwandelt", die aussehen als wären sie ganz normale Tanzstudios, Kneipen oder Bethäuser. Für viele Bewohner Israels, die mit einer oersönlichen Geschichte von Exil und Verfolgung leben müssen, sind diese Schutzräume die Architektur einer existentiellen Bedrohung - sehr real und immerwährend." -Edition Lammerhuber

Bunker einer Grundschule
© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

Ich kann mir gut vorstellen, dass du dich fragst, wie politisch ich mit meinem Artikel werde, aber ich kann dich beruhigen. Natürlich ist die Notwendigkeit solcher Räume der Situation im Nahen Osten geschuldet und natürlich wäre es äußerst weltfremd, das aktuelle (und damalige) politische Klima dieser Region auszuklammern. Ich gehe jedoch nicht darauf ein, wer "Recht hat" oder "Wer angefangen hat". Darum geht es weder bei dieser Ausstellung, noch bei diesem Buch. Es geht darum, wie die Menschen dieser Region mit der omnipräsenten Angst eines möglichen (ob berechtig oder nicht!) Angriffes zu leben gelernt haben. Es ist vielleicht noch anzumerken, dass das Gesetz von "Bewohnern (Israels)" nicht "Israelische Staatsbürger", "Juden" oder sonstigen Personengruppen spricht, also jeder, der sich garede zu dieser Zeit in Israel aufhält! So politisch werde ich aber: Ich vertrete die Meinung, dass *jeder* Mensch das Recht hat, zu leben. Und *niemand* hat das Recht, ihm das wegzunehmen. Punkt. Aus. Ende.

© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

"Adam Reynolds ist ein Dokumentarfotograf mit Fokus auf den Nahen Osten und hat Journalismus und Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Nahost-Politik, islamische Studien und Fotojournalismus an der Universität in Indiana studiert. Er besitzt einen Master of Islamic and Middle East Studies als auch einen für Fine art Photography. Diese Studien ermöglichen ihm, die Balance zwischen fotografischer Kreativität und journalistischer Thementreue zu halten und einzigartige Zeitdokumente zu erarbeiten, die vielfach ausgezeichnet und in Auststellungen gezeigt werden." -Edition Lammerhuber


Nicht zu übersehen, wenn man am Judenplatz steht. Der Schriftzug des Museums

Nun aber zur Ausstellung. Die Ausstellung im Jüdischen Museum Wien, Museum Judenplatz 8, kann noch bis 8.Oktober besichtigt werden. Alle Informationen zu Öffnungszeiten, Anreise, Preise, usw. gibt es auf der Seite des Museums . Eröffnet wurde selbige durch den Bundesminister Mag. Hans-Peter Doskozil in Beisein der Direktorin des Museums, Danielle Spera, dem Fotografen Adam Reynolds, Lois Lammerhuber vom Verlag Edition Lammerhuber, dem amerikanischen und britischen Botschafter sowie Freunden und Sponsoren des Museums. Auch die israelische Botschafterin stattete dem Museum einen kurzen Besuch ab, musste aber bereits vor der offiziellen Eröffnung zu einem anderen Termin.

Hochsicherheits-Konferenzraum Knesset
© Adam Reynolds/Edition Lammerhuber

Danielle Spera erzählte, wie sie es selbst erlebt hat in Israel als Journalistin in einen solchen Bunker zu müssen und Minister Doskozil rief in Erinnerung, dass auch hier in Österreich vor nicht all zu langer Zeit die Menschen Zuflucht in Bunkern suchen mussten, der jungen Generation aber nicht mehr bewusst ist, wie dankbar man sein muss, ohne diese Furcht leben zu dürfen. Adam Reynolds klärte die Anwesenden noch auf, wie das Fotos des Bunkers der Knesset zustande kam. Dies war seinen schlechten Hebräischkenntnissen, welche nur knapp über den nicht existenten Deutschkenntnissen liegen - so der Fotograf - geschuldet. Am Telefon hatte er nämlich auf Hebräisch gefragt (ohne es selbst zu wissen) ob er den Aufnahmeraum fotografieren dürfe, er jedoch dachte, das Wort für Bunker benutzt zu haben. Etwas verwundert gestatteten sie ihm jeoch vorbei zu kommen und Fotos zu machen. Dort angekommen wunderte Reynolds sich ob des falschen Raumes und fragte auf Englisch nach warum er nicht in den Bunker dürfe. Promt wurde er über seinen Fehler aufgeklärt. "Aber da ich schon einmal da war, durfte ich doch in den Bunker. Hätte ich von Anfang danach gefragt", ist sich Reynolds sicher, "hätten sie mich sofort abgewiesen."

Der amerikanische Botschafter im Gespräch mit Adam Reynolds

Schlussendlich zeigte sich Lois Lammerhuber ob der baulichen Gegebenheit des Museums sehr freudig. Betritt man das Museum und wendet sich nach links, finden sich jene Bilder, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen geben, dass es sich um einen Bunker handelt. Also mehr oder weniger schön dekorierte Räume, die für die vielfältigsten Aktivitäten genutzt werden. Wendet man sich dagegen in den rechten Raum, finden sich jene Bilder die unverkennbar "Bunker" schreien. Kahle Wände, dicke Türen, Leuchtstoffröhren. An diesen Raum - und das war das für Lois Lammerhuber erfreuliche - schließt sich ein kleines Kabinett an, weches zu eben so einem Bunker umgestaltet wurde. Nicht einmal das Bewusstsein in einem ebenerdigen Raum zu stehen und noch dazu diesen freiwillig zu betreten hilft, das in einem aufsteigende beklemmende Gefühl zu unterdrücken, sowie man diesen Raum betreten hat. Wieviel schlimmer muss es sein, tatsächlich in solch einen Raum zu *müssen*!


Danielle Spera mit ihrem Vater, der israelischen Botschfterin, Adam Reynolds und BM Doskozil (v.r.n.l.) in der Ausstellung

Zusammenfassend kann ich nur jedem empfehlen, sich diese Ausstellung anzusehen. Sie zeigt auf eindrucksvolle weise, wie ein ganzes Land gelernt hat, mit der omnipräsenten Gefahr zu leben und umzugehen. Ich kann mir nur schwer - nein, eigentlich kann ich es mir überhaupt nicht - vorstellen, wie es sein muss, damit tagtäglich zu leben, damit groß zu werden. Jedoch fällt es mir leichter, dafür dankbar zu sein, was ich, was wir hier in Österreich, in Europa, haben. Wie gut es uns eigentlich geht und wie wenig Angst wir haben müssen. Wie Minister Doskozil sagte, vor nicht all zu langer Zeit war das noch anders. Meine Großeltern durchlebten ähnliches, was heute in Israel (noch immer) Realität ist. Wie klein und unwichtig sind da auf einmal manche Probleme, die uns oft so groß und unüberwindbar erscheinen. Vielleicht sollten wir alle (mich eingeschlossen!) anfangen, dankbarer zu sein, für das was wir haben, was meinst du? Bis zum nächsten Mal, Dein

Ich war noch niemals in New York!

Lieber Freund,

Ebenso war ich noch nie in Hawaii oder San Francisco (weder mit noch ohne zeriss'nen Jeans), wie Udo Jürgens im gleichnamigen Lied so schön sang. Immer wieder lese und höre ich "Don't buy gear". Auch ich habe schon das eine oder andere Mal dir darüber geschrieben, dass es oftmals nur der Befriedigung des G.A.S. dient und uns Fotografisch zu 99% nicht weiter bringt. Stattdessen höre und lese ich die Empfehlung in Erinnerungen zu investieren. Das kann mal ein Workshop sein, mal ein Ausflug ins Museeum, mal eine Reise in ein (mehr oder weniger) fernes Land.

Veitsdom & Burg am Abend, Prag, 2017

Wer eine Reise tut ...

So habe ich es am vergangenen "langen" Wochenende auch getan. Ein Freund hatte mich eingeladen mit nach Prag zu kommen und auch wenn ich kaum bis keinen Einfluss auf die Reiseplanung haben würde (du kennst mich, ich plane gerne voraus), habe ich zugesagt. Und ich muss sagen, dass ich durchaus zufrieden war. Zugegeben, mit drei "Nicht-Fotografen" hatte ich es manchmal schon schwer den Anschluss (unter anderem auf der unglaublich vollen Karlsbrücke) nicht zu verlieren, wenn ich mal hier oder da kurz stehen geblieben bin um ein paar Fotos zu machen. Das ist keine Kritik oder Beschwerde, nur eine Tatsachenfeststellung. Außerdem war es ein eher kurzer Besuch, da wir alle schon wieder Samstag Abend zurück sein mussten. Einige schöne Bilder sind mir aber trotzdem gelungen (wie du hier bereits sehen kannst).

Silhouette des Veitsdoms, Prag, 2017

... der kann viel erzählen!

Und nicht nur das, ich konnte dank Jarka - eine Freundin einer Mitreisenden die als Fremdenführerin fungierte - auch einiges interessantes sowohl über Prag als auch über die Kultur in Tschechien lernen. Für mich hat sich dieser Kurztrip also in mehrfacher Hinsicht ausgezahlt. Ich konnte eine für mich neue Stadt im Beisein ortskundiger Menschen "gefahrlos" anschauen, einige schöne Fotos machen und mich auch kulturell weiterbilden. Und mit "gefahrlos" meine ich natürlich, dass ich nicht selber einen halben Tag damit verbingen musste, zu überlegen was man sich in Prag anschauen sollte oder was schade um die Zeit ist. Wir waren am Donnerstag Abend nach unserer Ankunft noch in der Stadt essen (italienisch, frag bitte nicht...) und ich habe mich keine Minute unsicher gefühlt.

Silhouette des Brückenhauses der Karlsbrücke, Prag, 2017

Home, sweet Home ?!?

Eigentlich habe ich mich - abgesehen von der anderen Sprache - sehr heimisch gefühlt. Prag und Wien sind sich nicht nur architektonisch sehr ähnlich. Aber auch das verwundert nicht, blickt man auf die (teilweise sehr harte und tragische) Geschichte der beiden Städte. Leider war der eine Tag viel zu schnell herum (dafür war das Wetter spitzenmäßig!) um auch nur Ansatzweise alles (oder wenigstens einiges) zu erkunden. Ich kann jedenfalls bestätigen, dass alle die sagen, Prag sei wunderschön und die Menschen dort sehr freundlich, Recht haben. Und auch wenn ich zumindest ansatzweise die Worte in tschechisch lesen (aber nicht verstehen) kann, kommt man mit Deutsch und Englisch in Prag sehr weit. Fast alles ist auch in Englisch angeschieben, manche Dinge (wie Speisekarten) auch zusätzlich in Deutsch. Sehr vorbildlich und touristenfreundlich!

Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen

Ich weiß, was du jetzt denkst. Die Zeit und das liebe Geld. Zeit haben wir bekanntlich keine, aber nur deswegen, weil wir sie nicht festhalten können. Zeit hat etwas mit Veränderung zu tun, nichts, was wir stoppen oder sonst irgendwie manipulieren könnten. Zeit ist einfach. Ich habe mir vorgenommen, mir in Zukunft mehr Zeit zu "nehmen" um solche Reisen zu machen. Denn ob ich Geld habe oder nicht, kann ich sehrwohl beeinflussen. Und wie ich Eingangs erwähnte hatte, bevor ich Geld in eine neue Kamera investiere (die ich nicht brauche), "kaufe" ich mir lieber Erinnerungen. Ich hatte sogar kurz überlegt, für die Prag Reise, nur meine alte Praktica mit den beiden Analogfilmen die ich letztens am Flohmarkt gefunden hatte, mitzunehmen. Aber das kann ich ja ein anderes Mal machen. Dann werde ich dir sicher wieder darüber berichten. Fange schon mal an zu sparen, denn wenn dich einmal die Reiselust gepackt hat, hält dich so schnell nichts mehr auf, neue Städte, Länder und Kulturen entdecken zu wollen! Bis dahin, alles Liebe, Dein

Recap Fotowalk #010 - LDA

Lieber Freund,
Du wirst dich sicher gewundert haben, dass gerstern kein Artikel erschienen ist. Nun, das ist einzig und alleine meine Schuld. Ich hatte vor, Dienstag Abend noch ein paar Zeilen zu schreiben, nachdem ich in den vergangenen Wochen mir keine Zeit dafür genommen hatte. Und dann stolperte ich über ein Webinar das Bloggen betreffend. So habe ich den Abend dann damit verbracht, mir ein paar Blogging Tipps zu notieren und nicht an einem neuen Artikel zu schreiben.

Ironischer Weise war der erste Tipp "Consistensy is more important than frequency!", also Beständigkeit ist wichtiger als Häufigkeit. Das "untere Limit" sollte demnach ein Artikel pro Woche sein, was Michael und ich auch derzeit versuchen. Und diesen einen Artikel pro Woche hole ich nun hier am Donnerstag nach (eigentlich haben wir ja zwei pro Woche, wenn man das Foto der Woche mitzählt). Vermutlich bin ich gerade auf dem Weg nach Prag, wenn dieser Artikel online geht. Hoffentlich kann ich dort ein paar schöne Fotos machen, die ich natürlich dann auch hier veröffentlichen werde. Ich möchte dir heute ein paar meiner Fotos unseres letzen Fotowalks (Nummer 010 um genau zu sein) zeigen und ein paar Worte warum ich dieses oder jenes Bild gemacht habe dazu schreiben. Im Übrigen, meine Kamera (Fuji X-Pro1 mit dem 56mm f/1.2) war auf "Pro Neg. Hi", Bildformat 16:9 eingestellt. Alle Bilder sind SOOC (Straight out of camera) und daher unbearbeitet.


Das Erste und das Letze Bild

Ich muss zugeben, dass mir zu Beginn noch nicht bewusst war, dass ich meine Fotoserie mit einer "Innenecke" beginnen und einer "Außenecke" beenden werde. Mir gefielen einfach die Linien die durch das Grafitti unterbrochen bzw. gestört werden. Als wir dann auf dem Weg zum Auto waren, kam ich am Ecke des Resselparks an der anderen Hausecke vorbei und da wurde mir klar, dass ich diese beiden Fotos als "Klammer auf" und "Klammer zu" für meine Fotoserie verwenden kann.


Der Mann am Hotel

Im ersten Moment könnte man wirklich meinen, da hänge doch einer an der Hotelwand. Erst der zweite Blick verrät, dass es sich nicht um einen lebendigen Menschen handelt. Eine Plakatleinwand daneben erklärte um welches Kunstprojekt es sich handelt, mir gefiel einfach das Motiv und das kurz innehalten um sich bewusst zu machen, was da genau vor sich geht.


Zwei Chamäleons küssen sich

Als wir den Stadtpark betraten, fiehl mir der Bogen zwischen den beiden Steinen sofort auf. Das sie beiden wie Chamäleons aussehen, bemerkte ich erst, während ich wartete, keine Personen mehr im Bild zu haben (du glaubst nicht, wie viele Menschen auf einmal kommen, kaum dass du den richtigen Abstand und Winkel gefunden hast).


Der Taubenflüsterer

Diese Statue findet sich am Graben, in unmittelbarer Nähe zur Peterskirche. Als wir dort vorbei kamen, ist mir die eine Taube auf dem Finger sofort aufgefallen. Mir gelang es mit den aktuellen Einstellungen, fast ein Silhouettenbild zu bekommen. Da ich aber nicht ganz zufrieden war, passte ich meine Einstellungen an, doch da saß die zweite Taube (man sieht sie schon am Oberarm hinter der Hand) auf dem Kopf, und das sah blöd aus. Ich wartete zwar ein wenig, aber den beiden Tauben gefiel es da, wo sie gerade waren, also zog ich weiter.


Die Prätorianergarde

Ich wählte diese Bild (gegenüber jenem, auf welchem nur die beiden Statuen vor der hellen Hauswand zu sehen sind), weil ich eine gewisses humoristisches Element darin sehe. Die beiden Prätorianer, wachsam und darauf gefasst, sofort jegliche Gefahr im Keim zu ersticken und dem gegenüber der junge Mann noch hinter dem Eck versteckt mit der schwarzen Lederjacke und dem forschen Schritt. Vielleich der Kommandant der beiden, sich leise anschleicht um die beiden dabei zu erwischen, nicht aufmerksam zu sein?


Unser neues Bannerfoto auf Facebook

Der kleiner Innenhof neben dem Michaelerplatz bietet dank einiger Spiegel genug Möglichkeiten sich krativ auszutoben. Das haben Michael (links) und ich auch getan und eben dieses Foto kam dabei heraus. Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich sehe wie klein die X-T1 im Vergleich zu meiner "kompakten" X-Pro1 ist.


Life will find a way

Diesen wohl sehr bekannten Satz von Dr.Ian Malcom aus Jurassic Park hatte ich im Kopf, als ich sah, wie sich die Ästchen durch den Zaun der den Volksgarten umgibt, streckten. Weit offene Blende, damit nur das in Fokus ist, wohin ich den Betrachter lenken möchte. Die schrarze Farbe des Zauns hilft auch, das Auge zu dem grünen Farbklecks zu lenken.


Das war es auch schon wieder für dieses Mal. Wenn du alle Fotos sehen möchtest die wir gemacht haben, brauchst du nur auf unsere Namen klicken: Lukas (LDA) und Michael (MiAb)
Wenn du auch einmal bei einem Fotowalk dabei sein möchtest, würde ich dir empfehlen unsere Facebookseite zu liken oder zumindest zu abonnieren. Dort posten wir immer einen Link zu unseren Artikeln und erstellen Veranstaltungen für unsere Fotowalks. Der nächste Fotowalk kommt bestimmt, sicherlich viel früher als du denkst! Bis zum nächen Mal, Dein

Komposition, Kitobjektive und Kameras

Mein heutiger Beitragstitel ist etwas weitläufig gewählt. Dies hat aber einen guten Grund denn wie mein lieber Freund und Kollege Lukas bereits erwähnt hat nenne ich inzwischen eine Fujifilm X-T1 Kamera mein Eigen. Dies hat mich in mehrfacher Hinsicht zum Nachdenken angeregt.

 

Bildformat und Komposition:

Als Benutzer einer Spiegelreflex Kamera war ich an ein einziges Bildformat gewöhnt. Das 3:2 Format hat mich seit der analogen Zeit mit dem 24x36 mm Film begleitet. Für mich war es daher immer wichtig das beste aus dem Format zu machen. Ein Beschneiden des entstandenen Fotos war für mich daher uninteressant um nicht zu sagen abstoßend. Das kann natürlich sehr lehrreich sein wenn man ein Foto so komponieren muss, dass Störendes im Hintergrund bereits entfernt werden muss bevor das Bild eingefangen wird. Da es für mich immer wieder interessant wird kurze Video Sequenzen zu filmen musste ich natürlich auch lernen mit dem 16:9 Format umzugehen was zu analogen Zeiten noch undenkbar schien.

16:9 ist aber auch für Fotos interessant da man in den Fotos einen „Kinofilm-Look“ einbringen kann. Diese beiden Formate sind aber nicht die einzigen. Schon lange Zeit faszinierten mich die Mittelformatkameras mit 60x60 mm Film und somit einem 1:1 Seitenverhältnis. Wie Lukas immer wieder gerne zu sagen pflegt gilt auch in der Fotografie der bekannte Werbeslogan: „quadratisch, praktisch, gut“.

Alle drei Formate können bei Fujifilm bereits in der Kamera ausgewählt werden doch was ist nun der Unterschied bei der Bildkomposition? Die Antwort auf die Frage mag lächerlich klingen doch es lässt sich in einem Wort beschreiben: Nichts. Die Probleme und Herausforderungen mit dem geänderten Format sind ähnlich. Nicht zu unterschätzen sind aber die Möglichkeiten. Der Trick dabei ist nur das Foto nicht nachher einfach zu beschneiden sondern den Bildausschnitt vorher schon im Kopf (oder bei spiegellosen Kameras - im Sucher) zu haben. Bereits beim letzten Fotowalk konnte ich es mir nicht nehmen lassen ausschließlich im 16:9 Format zu fotografieren und ich kann es jedem nur anraten die Möglichkeit auszunutzen (meine Fotos sind hier zu finden, der Link zu den Fotowalk Bildern von Lukas D. Albert sind dort zu finden).

 

Kitobjektive:

Natürlich ist für gute Fotos nichts wichtiger als gutes Glas um das vorhanden Licht mit möglichst geringen Verlusten zur Kamera zu bringen. Zu diesen Verlusten gehört alles was das Bild beeinträchtigen kann (Schärfe, Verzerrung, Abbildungsfehler,…). Einen Besonders schlechten Ruf haben hierbei die sogenannten Kitobjketive. Diese werden oft mit den Kameras mitgeliefert und sind nicht immer hochwertig Gebaut und zeichnen sich auch nicht immer durch ihre optischen Leistungen aus. Nicht immer ist jedoch der schlechte Ruf gerechtfertigt. Bei der Canon 5D Reihe wurde früher oft das EF 24-105/4 L IS mitgeliefert. Ich selber besitze meines noch auch wenn ich es nur selten benutze. Es ist ein großartiges Objektiv, nicht außergewöhnlich aber großartig. Lange Zeit gab es für mich kein besseres Objektiv für Fotojournalismus. Es ist ein Arbeitstier und meistert viele Aufgaben die man ihm in den Weg stellt. Es gab auch Zeiten in denen es als Kitobjektiv abgetan wurde doch nie war es so schlecht wie dieser Ruf es vermuten lassen würde. Leider ist es aber auch nicht perfekt und inzwischen habe ich mir eine bessere Lösung auf dem Canon Sektor gefunden. Auch bei Fuji lief mir so ein Fall über den Weg. Das XF 18-55/2.8-4 wird oft mit Fuji Kameras mitgeliefert und hat somit einen Ruf als Kitobjektiv. Diesen kann ich aber keinesfalls als gerechtfertigt bezeichnen. Es ist ein Allrounder mit vielen Stärken und ein paar Schwächen aber dennoch weit von schlecht weg. Um Herr der Ringe etwas abzuwandeln könnte man sagen: „The one lens to rule them all“. Überhaupt haben die mitgelieferten Objektive oft einen zu schlechten Ruf. Selbst die einfachsten und billigsten Objektive sind für den Anfang noch immer gut genug um emotionale Momente einzufangen und Erinnerungen festzuhalten.

 

Das dritte Thema: Kameras zieht sich ohnehin durch den bisherigen Artikel. Die Kamera selbst ist ein Werkzeug und mit jeder Kamera ist es möglich gute Fotos zu machen. Wir verfallen nur zu leicht dem Drang nach neuester Technik und die Tatsache dass man auch mit einfacher Technik gute Fotos machen kann sollte jeden Hobby- als auch Profifotografen manchmal zu denken geben und uns dazu bringen uns auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Moment.

 Beim 1:1 Format wird es schwieriger das Motiv aus dem Zentrum zu rücken. Dafür kann man sehr leicht markante Punkte in Gesichtern nach der Drittelregel positionieren.

Beim 1:1 Format wird es schwieriger das Motiv aus dem Zentrum zu rücken. Dafür kann man sehr leicht markante Punkte in Gesichtern nach der Drittelregel positionieren.

 Das 3:2 Format macht Bildkomposition einfach. Hier ein Foto mit dem Canon 24-105/4 L bei 105 mm

Das 3:2 Format macht Bildkomposition einfach. Hier ein Foto mit dem Canon 24-105/4 L bei 105 mm

 16:9 hingegen lässt ein Kino Gefühl aufkommen und ermöglicht es dem Motiv mehr Freiraum zu einer Seite zu lassen.

16:9 hingegen lässt ein Kino Gefühl aufkommen und ermöglicht es dem Motiv mehr Freiraum zu einer Seite zu lassen.

 Hier ist ein weiteres Kit Objektiv im Einsatz: das Canon 70-300 hat kein L im Namen und keinen Ruf als hochwertiges Objektiv, damals an der Canon 350D erledigte es jedoch seine Aufgabe ganz gut.

Hier ist ein weiteres Kit Objektiv im Einsatz: das Canon 70-300 hat kein L im Namen und keinen Ruf als hochwertiges Objektiv, damals an der Canon 350D erledigte es jedoch seine Aufgabe ganz gut.

 Hier ein Beispiel für das Fuji 18-55. Bei viel Licht lässt sich jedes Objektiv gut verwenden. Bei weniger Licht hilft bei diesem Objektiv auch der Bildstabilisator. Dieses Objektiv leistet es sich nicht merkliche Schwächen zu haben, es ist jedoch auch nicht das Beste der Besten auch wenn ich mich in Sachen Bildschärfe auch in diesem Beispiel nicht beschweren kann.

Hier ein Beispiel für das Fuji 18-55. Bei viel Licht lässt sich jedes Objektiv gut verwenden. Bei weniger Licht hilft bei diesem Objektiv auch der Bildstabilisator. Dieses Objektiv leistet es sich nicht merkliche Schwächen zu haben, es ist jedoch auch nicht das Beste der Besten auch wenn ich mich in Sachen Bildschärfe auch in diesem Beispiel nicht beschweren kann.

Neue Kamera, Neues Glück?!?

Lieber Freund,
Erst kürzlich habe ich einen interessanten Artikel von Eric Kim gelesen, in dem er 6 Lessons I've Learned After Shooting All the Expensive Cameras präsentiert. Ich werde mir hier die sechs Lektionen die Eric gelernt hat, näher ansehen und meinen eigenen Senf dazu geben. Außerdem habe ich mir erlaubt die Lektionen ins Deutsche sinngemäß zu übersetzen.

1. Wenn deine Fotos nicht gut genug sind, ist deine Kamera zu billig.

Dachte ich mir auch oft. Zumindest früher. Natürlich muss es an der Kamera liegen, wenn die Fotos nicht gut (genug) sind, oder? Kurzer Exkurs, der ironischer nicht sein könnte. Erst letztens konnte ich an der BMW Electric Now Tour teilnehmen. Dort konnte ich einen i3 (Neupreis ca. 30.000€), einen i8 (NP ca. 150.000€), einen 530e (NP ab 57.000€) und einen 740Le (NP ab 110.000€) fahren. Ich gebe unverwunden zu, dass dieser Vormittag einen riesen Spaß gemacht hat. Und auch, dass ich mir wohl keines dieser Autos jemals leistern werden kann (und will!). Und dabei waren das nicht einmal die teuersten Autos, die ich jemals gefahren bin. Eigentlich sollte ich eher einen Auto-Blog haben, keinen Foto-Blog, oder?? Und selbst wenn ich ein paar (Hundert) Tausend Euro übrig hätte, wüsste ich bessere Wege dieses Geld einzusetzen. Zurück zur Fotografie, mehr oder weniger. Es muss also nicht immer das Beste und Neueste sein. Macht mich ein teures Auto zu einem besseren Autofahrer? Nein, tut es nicht (und ja: ich spreche hier - auch - aus eigener Erfahrung)! Warum sollte es dann bei einer Kamera, einem Laptop, einem Objektiv so sein?

 Cockpit des BMW i8

Cockpit des BMW i8

2. Alle Kameras haben mehr gemeinsam als du denkst.

Ja, die eine Kamera kann in 4K filmen und die andere nicht (die kann nur 1080p, oder so). Die eine Kamera hat 16 Megapixel, die andere 24. Die eine Kamera macht 4 Bilder pro Sekunde, die andere 8 oder 12. Aber im Grunde ist genau so wie bei den bereits erwähnten Autos. Jedes Auto kann dich von A nach B bringen. Zugegeben, einige bequemer und schneller als andere. Und bei manchen kann ich viel Gepäck einladen, bei manchen weniger. Aber im Grunde komme ich trotzdem "nur" damit von A nach B. Und jede Kamera kann Fotos machen, dazu wurde sie gebaut. Ist es wirklich so schlimm, dass deine (ältere) Kamera kein WiFi verbaut hat? Oder das sie nur einen SD-Karten Slot hat? Werden dadurch die Fotos schlechter? Ich glaube nicht. Ich glaube aber auch nicht, dass es schlecht ist, sich vor einem Kamerakauf zu informieren, aber man kann sich leicht in technischen Details verlieren. Die perfekte Eierlegendewolfsmilchsau gibt es auch bei den Kameras nicht. Ich bin gerade dabei, mir zu überlegen, meiner iPad/Tastatur Kombi ein Upgrade zu spendieren. Dazu schreibe ich gerade an einer Liste mit Dingen, die ich (glaube) unbedingt zu brauchen und eine Liste mit Dingen, die nett wären. Auch hier ist es so, dass sich Notebooks nur in Details unterscheiden. 90% ist gleich. Lass dich also nicht verunsichern, wenn eine neue Kamera am Markt kommt und du glaubst, gleich umsteigen zu müssen. 90% dessen, was die neue Kamera kann, kann deine jetzige Kamera auch (schon)!

3. Lass dich nicht von Markennamen einschüchtern/blenden.

Der Ferrari, um wieder auf die Auto-Methapher zurück zu geifen, unter den Kameras ist wohl Leica. Natürlich wegen dem roten Punkt ;) Dann wäre da noch Maybach (= Hasselblad), Audi (=Nikon), Mercedes (=Canon) und BMW (=Sony?). Und noch viele andere. Sowohl die Industrie als auch durch selbige gut "gebriefte" potenzielle Klienten schwören auf Markennamen. Aber die Wirklichkeit ist, dass es völlig egal ist (zumindest in 99% aller Fälle), welchen Kamerahersteller du verwendest. Eine Canon ist nicht "besser" als eine Nikon oder eine Sony (Fanboys, Beschwerden bitte an das Salzamt unter interessiert-mich-nicht@salzamt.ar). Natürlich macht es Sinn, ein einem "Ökosystem" zu bleiben, solange man zufrieden ist. Aber wenn (aus welchen gerechtfertigten oder auch ungerechtfertigten Gründen auch immer) man meint, wechseln zu müssen, warum nicht? Für meine Großeltern war es kaum denkbar, den Arbeitgeber zu wechseln. Das hat man damals einfach nicht gemacht. Damals gab es aber auch noch so etwas das sich Loyalität nennt. Heute sucht man so etwas schon länger. Sowohl im beruflichen Umfeld als auch bei den Herstellern (diversester Produkte)!

 Instrumententafel des BMW 740Le

Instrumententafel des BMW 740Le

4. Don't compensate

Dazu ist mir eigentlich keine gute Übersetzung eingfallen, aber du weißt doch, was man über Menschen mit großem Auto sagt. Zumindest über die des männlichen Geschlechtes. ;) Ähnlich kann es auch bei Kameras sein, findet Eric und ich muss ihm zustimmen. Ich finde, die Kamera sollte die (natürliche) Verlängerung deiner Selbst sein, wie Valerie Jardin immer sagt. Ich habe es oft erlebt, bei verschiedensten Veranstaltungen, dass der Fotograf mit riesen Foto-Equipment angerückt ist und die Fotos, naja sagen wir mal "suboptimal" waren. Ich dagegen bin schon öfter mit meinen kleinen Fujis (wusstest du, dass die X-T1 deutlich kleiner ist als die X-Pro1??) verlacht worden. Das Lachen schlug aber normalerweise schnell in ein freudiges Lachen um, nachdem sie die Fotos gesehen hatten. Fühlst du dich mit deiner Kamera wohl? Das sehen auch die anderen und werden entspannter. Menschen erkennen (überraschend?) einfach wenn du mehr "Blender" bist. Ein Sprichtwort sagt zwar "Fake it, till you make it", aber das klappt nur, wenn du dich mit deinem Werkzeug (nichts anderes ist deine Kamera!) wohl fühlst. Du magst eine D5 oder 1Dx MkII? Fein! Dir ist die kleine X-T1 lieber? Auch gut! Aber nur wegen der Prestige eine Kamera kaufen, die nicht zu dir passt, ist rausgeworfenes Geld und bringt dir wohl kaum mehr Aufträge oder Likes...

 Interieur des BMW 730Le

Interieur des BMW 730Le

5. Sei wie Benjamin Button.

Ich musste kurz in meinen Erinnerungen an die Schulzeit kramen, denn im Gymnasium haben wir dieses Buch gelesen. Zuerst dachte ich aber an ein anderes Buch, nämlich "Das Bildnis des Dorian Gray", dessen Bild und nicht er selbst altert. Aber hier geht es um Benjamin, der immer jünger wird. Er kommt als Greis auf die Welt und wird im Verlauf seines Lebens immer jünger. Das Buch (den Film habe ich nie gesehen, aber es soll teilweise stark vom Buch abweichen, habe ich gehört) befasst sich vor allem mit sozialen und gesellschaftlichen Konventionen die einem (Menschen) vorschreiben wollen, wie er zu sein hat. Ich denke, auch das können wir für unser "Foto-Dasein" mitnehmen. Ja, es gibt gewisse Bildkompositionen ("Regeln") die dem Auge besonders gut gefallen (Drittel-Regel, usw.), aber das heißt nicht,
a) dass ich mich sklavisch daran halten muss
und
b) dass ein Bild welches mit diesen "Regeln" bricht, nicht auch gut sein kann.
Es sind vielmehr Hilfsmittel, gute Tipps, Ideen, um ein ansprechendes Bild zu komponieren. Wenn dir ein Bild gefällt, wen interessiert es, ob diese oder jene "Regel" eingehalten wird?

6. Du wirst dich (schnell) daran gewöhnen.

Jetzt mal ehrlich, geht dir das nicht wirklich auch bei allem so? Mir jedenfalls schon. Am ersten Tag ist man noch ganz aufgeregt, sein neues [Ding] in die Hand zu nehmen, damit zu spielen, es anzusehen, es zu benutzen. Am zweiten Tag vielleicht auch noch und eventuell am Tag 3 ebenso. Und ganz plötzlich, ohne dass du es merkst, hast du dich daran gewöhnt. Einfach so, ohne das du etwas dagegen tun könntest. Und dann? Eine noch neuere (oder teurere) Kamera? Oder ein Objektiv? Oder zwei? Da nur die wenigsten wirklich über so viel Geld verfügen, sich ihre Gelüste zu befriedigen, bleiben einem nur zwei Optionen. Entweder man ist zufrieden mit dem was man hat (die bessere Option) oder man ist es nicht und wird über kurz oder lang unglücklich (die weniger bessere Option). Und selbst wenn ich all das Geld hätte, würde ich auf Dauer auch nicht glücklich werden. Ein alter uns weiser (leider schon verstorbener) Mann sagte mir vor vielen Jahren: "Wer nicht verzichten lernt, wird ein unglücklicher Mensch!" - wie Recht er doch hat! Aber das ist schon wieder Stoff für eine andere Geschichte! Was denkst du? Bis zum nächsten Mal, Dein

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Mit Allem und SCHARF, bitte!

Lieber Freund,
So bestelle ich am Donnerstag - Donnerstag ist bekanntlich Dönerstag - immer mein Dürüm, mit Allem und Scharf, bitte. Manchmal habe ich aber das Gefühl, dass auch wir Fotografen genau das von unseren Objektiven und Kameras erwarten - mit Allem (Funktionsumfang ausgestattet) und (immer total) Scharf, bitte. Dass das natürlich eine Illusion ist, ist dir genau so klar wie mir. Michael hat sich erst kürzlich eine Fuji X-T1 zugelegt, der kann (und wird vielleicht auch hier auf LDAMiAB.com?) ein Lied davon singen.

In meinem Vorletzen Artikel (Hier zum Nachlesen) hatte ich am Schluss erwähnt, dass sich einer meiner nächsten Artikel mit "Schärfe" befassen wird, also los geht's! Das Video von Jared Polin habe ich mir übrigens angesehen, im Video selber konnte ich die Unschärfe nicht erkennen, aber beim Originalfoto schon. Ich glaube, dass im Gesicht wohl etwas "digitales Botox" eingesetzt wurde, und daher wirkt das Gesicht nicht 100% scharf. Aber ist es wirklich notwendig, dass ein Foto 100% scharf ist? Oder, wie viel "Scharf" ist genug?

X-T1 mit analogem Minolta Objektiv

Nun, das kommt darauf an. Darauf, ob es ein Porträt ist, eine Landschaftsaufnahme, ein Arichtekturfoto oder ein Street Foto. Und darauf, für wen das Foto gemacht wurde, ob es eine Auftragsarbeit war oder "nur" für mich. Außerdem kommt es darauf an, wo bzw. wie groß ich das Foto ansehen möchte. Du siehst also, dass es unmöglich erscheint, eine eindeutige Antwort zu geben. Aber ganz so schlimm ist es glücklicherweise nicht. Ich sehe das so: Ist es eine Auftragsarbeit und der Kunde ist mit der Schärfe zufrieden, habe ich es auch zu sein. Auch wenn ich nicht 100% zufrieden bin. Wobei ich - persönlich - nur Fotos abgeben würde, mit deren Schärfe ich zufrieden bin. Bei der Familie ist es da oft ganz anders. Da spielen auch Emotionen mit und ein zu dunkles und nicht 100% scharfes iPhone Foto macht mehr Freude als ein "perfektes" aber emotionsloses Foto.

Das konnte ich erst kürzlich erleben, als ich meiner Mutter zeigte, wie sie mit ihrem iPhone auf meinem Drucker ganz einfach 10 x 15 Fotos drucken kann. Über WiFi. Ohne eine Software installieren zu müssen. Ganz ohne große Probleme. Marco Larousse hat auch vor einiger Zeit in seinem Podcast gesagt, dass sich ihm fast der Magen umgedreht hat, als er sah, dass seine Mutter die Familienfotos "einfach" auf normalem Kopierpapier ausgedruckt hat. Aber sie hatte Freude an den Fotos, auch wenn sie nicht so aussahen, wie wir Fotografen das gewohnt sind. Emotionen sind (offenbar) noch immer wichtiger als viele technische Aspekte.

X-Pro 1 mit XF 56mm f/1.2

Man kann es also auch mit der Perfektion übertreiben. Ich finde natürlich nichts schlechtes daran, Objektive zu testen und auch die Schärfe dabei zu beurteilen. Aber wenn ich auf Facebook (oder anderen Plattformen) Dinge lese wie, "Warum ist mein [Art des Fotos] wenn ich in [Bildbearbeitungssoftware] auf 300% Zoome unscharf?" kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Ja, mein 56mm Fujinon ist ein super scharfes Porträtobjektiv, auch schon bei Blende f/1.2 und ja, auch bei der 1:1 Ansicht sieht man diese Schärfe, aber das ist eines der wenigen Objektive. Bei 200 oder gar 300% wird auch ein Foto mit diesem Objektiv sicherlich unscharf. Und wenn ich Landschaften damit fotografiere werde ich auch bei "korrektem" Fokus bei der 1:1 Ansicht sicherlich schon "Unschärfen" entdecken. Die kommen aber mit Sicherheit (auch) von der langen "Luftsäule" zwischen Film/Sensor und Objekt.

Ist Schärfe also überbewertet? Nein, definitiv nicht, aber ich denke, du solltest sie (auch) nicht überbewerten. Klingt doch logisch, oder? Ja, natürlich möchte ich, dass ein Porträt scharf ist. Wenn ich es mir "normal" anschaue, nicht unter der Lupe. Oder im Rasterelektronenmikroskop ;) Hast du gewusst, dass der minimale Betrachtungsabstand eines Fotos (oder Gemäldes, ...) dessen Diagonale ist? Daraus folgt aber auch, dass du immer weiter weg gehen musst, je größer das Foto ausgedruckt ist. Wenn du dir so ein typisches Werbeplakat an der Bushaltestelle anschaust, weil du auf den Bus wartest, wird das auch "unscharf" aussehen und lauter "Pixel" siehst du auch. Aber von der anderen Straßenseite ist das schon was anderes...

Erst im direkten Vergleich wird die unterschiedliche Schärfe der beiden Objektive deutlich. Ich würde aber sowohl das linke, wie auch das rechte Foto ohne Bedenken verwenden!

Lass dich also nicht verängstigen oder in den Schärfewahn treiben :) Gefällt dir das Foto? Ja? Dann drucke es aus, verwende es als dein Profilbild, als Hingergrund am PC oder Handy. Nein? Dann mache eines, das dir gefällt! Noch ein Gedanke: Schau dir mal die Box mit alten Fotos aus deiner oder der Kindheit deiner Eltern an. Ich garantiere dir, dass 99% der Fotos nach heutigem "Standard" unscharf sind. Oder schau dir Henrie Cartier Bressons Fotos an. Ein MEISTER seines Fachs, aber viele Fotos von ihm sind nur mittelmäßg scharf. Aber seine Fotos stehen über jeder Kritik. Du kannst seinen Stil nicht mögen, sein Genre nicht mögen, aber seine Bilder sind voller Emotionen, Energie und Erinnerung. Punkt. Ende. Aus. Bis zum nächsten Mal, Dein