Fotoprojekt?!?

Lieber Freund,

Mit der Zeit wird es ganz schön anstrengend, immer wieder etwas neues für den Blog zu finden. Auf der anderen Seite habe ich in Eric Kims Blog gelesen, dass er sich auch wiederholt. Natürlich nicht 1:1 aber zumindest thematisch. Und das es in der Fotografie nun mal nur eine bestimmte Anzahl an Themen gibt, ist auch klar. So habe ich erst letzte Woche über die Debatte RAW vs. JPEG geschrieben, nachdem ich dies bereits letztes Jahr getan hatte. Also habe ich mich eigentlich bereits wiederholt.

Stift Admond, Steiermark, 2016

In einem anderen Artikel auf meinem Whiskyblog schrieb ich davon, dass es ein "alter" Lehrertipp ist, wichtige Dinge zu wiederholen. Damit sie hängen bleiben und vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis übernommen werden. Aber keine Sorge, ich fange hier jetzt nicht an, psychologisch zu werden. Stattdessen werde ich mich auf etwas anderes konzentrieren, nämlich (Foto) Projekte.

Ich glaube darüber habe ich nämlich noch nicht geschrieben. Letztes Jahr haben Michael und ich ja an einer 52 Wochen Challenge teilgenommen und einige nette Fotos produziert. Hier geht's zu meinem Flickr Album und hier zu Michaels Album auf 500px. Ich muss gestehen, dass es gegen Ende hin ein wenig anstrengend geworden ist. Aber trotzdem war es irgendwie auch inspirierend und fordernd. Heuer jedoch nehmen Michael und ich an nichts teil, werden aber weiter unsere Foto Walks machen. Was hat das jetzt mit einem Fotoprojekt zu tun?

Houses of Parliament, London, 2016

Eigentlich gar nichts. Aber seit dem Abschluss der 52 Wochen Challenge setzte bei mir irgendwie eine "Instpirations-Durststrecke" ein. Ja, ich habe meine X100T (fast) täglich dabei, aber irgendwie gelingt es mir kaum, mich zu motivieren und Fotos zu machen. Um mein "Foto-Mojo" zurück zu bekommen, habe ich wieder begonnen zu lesen, nämlich "Street Photography 102" von Eric Kim. Und das aller erste Kapitel ist "Projects". Eric empfiehlt, wenn man fotografisch Wachsen will, persönliche Fotoprojekte zu machen.

Ich glaube, ich sollte ein Fotoprojekt wiederaufnehmen, das ich vor vielen Jahren begonnen hatte, dann aber irgendwie nicht mehr weiter verfolgt habe. Vielleicht in etwas abgewandelter Form als damals, aber mal schauen. Die Tipps die Eric in dem PDF gibt, sollen einem helfen und quasi eine Richtschnur sein. Keine in Stein gemeißeltes Gesetz. Einen seiner Tipps werde ich gleich befolgen. Er empfiehlt nämlich, das Projekt zu beginnen, und erst wenn man einige Fotos zusammen hat, Freunde und Verwandte fragen, was sie davon halten. Ich werde also nicht verraten, was ich mache. Nur so viel: Es hat etwas mit Wien zu tun.

Du könntest auch ein Fotoprojekt starten. Ich weiß, dass Michael auch eines vor einiger Zeit begonnen hat, aber ich glaube, das liegt derzeit auch "auf Eis", wie man so schön sagt. Der Vorteil an solch einem Projekt ist, dass du ganz alleine bestimmen kannst, wie schnell oder langsam es voran geht. Oder wann es zu Ende ist. Damit setzt man sich nicht selber unter Druck und die Freude am Fotografieren bleibt. Ich werde mich jetzt ins Internet stürzen und ein wenig recherchieren, für mein Projekt. Vielleicht kann ich ja in ein paar Monaten, oder einem Halben Jahr, oder einem Jahr, hier im Blog etwas über mein Projekt berichten, wenn es dann ein wenig läuft.
Bis dahin alles Gute,