"Schöne neue Welt" ?!?

In meinem letzten Beitrag "Entwerder - Oder" habe ich berichtet wie ich begonnen habe seitdem ich die Fuji X100T mein Eigen nenne mich in Richtung Fuji und weg von Canon zu bewegen. Wie geht es nun weiter? Und werde ich zu Fuji wechseln? Werde ich bei Canon bleiben?

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich mag meine Canon 5D und auch die vielschichtigen Einsatzmöglichkeiten. Und obwohl die 5D schon relativ alt ist, bin ich noch immer mehr als zufrieden mit der Bildqualität die ich erhalte. Die Überlegung zu Fuji zu wechseln hat also nichts mit mangelnder Qualität oder einer generellen Unzufriedenheit Canon gegenüber zu tun. Nein, im ersten Moment kam mir sogar der Gedanke "Rückschritt" in den Sinn. Quasi von Vollformat zurück zu APS-C. Aber auch das ist so nicht richtig. Daher beschloss ich, mich umfassend zu informieren, um dann eine -für mich schlüssige- Entscheidung treffen zu können. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ich so viel wie möglich über die Fuji Kameras mit Wechselobjektivsystem wissen wollte. Auf der Suche nach weiteren Informationen, unter anderem ob ich meine bestehenden Objektive von Canon weiter verwenden könnte, bin ich auf die Seite von Marco Larousse gestoßen, nämlich http://fujixfiles.blogspot.co.at! Erst kürzlich begannen Scott Bourne (http://weshootfuji.com) und er einen Podcast zu produzieren, den ich natürlich sofort begonnen habe anzuhören. Auch habe ich die Seiten der beiden nach nützlichen Informationen zu durchforsten begonnen um zu sehen, ob ein Wechsel zu Fuji wirklich das ist, was ich möchte. Nach unzähligen Berichten, Tests und Tipps bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich das Abenteuer zu Fuji zu wechseln eingehen möchte.

Die erste Frage nach meiner Entscheidung lautete daher "Welche Kamera?" Der Wunsch nach einem Fujifilm-X-Trans-Sensor schränkte die Auswahl für den Anfang nicht wirklich ein wie ich feststellen musste. In die nähere Auswahl kamen nach gründlicher Internetrecherche die X-Pro 1, die X-T1 und die X-T10. Und dann war da die Frage nach den Objektiven. Ich habe mich dann letztendlich entschieden, eine X-Pro 1 und ein oder zwei Objektive zu kaufen. Die Kosten dafür halten sich in einem überschaubaren Rahmen und sollte ich das Fuji-System doch nicht so mögen wäre es auch nicht so schlimm die Kamera und die Objektive wieder an den Mann zu bringen. Ein weiterer Grund für die X-Pro 1 (und gegen die X-T1) war die Kompaktheit der Range-Finder Kameras und das ist eines der Merkmale warum ich die X100T so mag. Aber das heißt ja nicht, dass ich nicht irgendwann (auch) eine X-T1 besitzen werde.

Die Wahl der Objektive die ich mir gerne zulegen wollte gestaltete sich da viel einfacher. Zugegeben, die Auswahl an Fujinon Objektiven ist nicht gerade klein (und das ist keine Kritik an Fuji, immer weiter so, die Roadmap für 2015 & 2016 sieht gut aus) aber mir war klar, dass ich für den Anfang nur Festbrennweiten wollte. Da die X100T ein 23mm (KB 35mm) Objektiv besitzt, würde ich diese Brennweite für den Anfang sicher nicht benötigen. Also eine Portraitbrennweite und dazu noch eine "normale" oder etwas "weitwinkeligere" Brennweite. Für Ersteres hat Fuji das XF 56mm F1.2 R (KB 85mm) in seinem Lineup. Auch der zweite Wunsch kann problemlos erfüllt werden. Entweder mit dem XF 35mm F1.4 R (KB 50mm) oder dem XF 16mm F1.4 R WR (KB 23mm). Oder mit Beiden. Somit war klar, welche Linsen und Kamera ich haben möchte. Ach ja, dank des Podcasts "WeShootFuji" bin ich auch noch auf ein 8mm Fisheye Objektiv (KB 12mm) aufmerksam geworden. Aber nicht von Fuji (die haben -noch- keines im Lineup) sonder eines Drittherstellers. Prinzipiell bin ich nicht so der Fan von Fisheye-Fotos aber es gibt durchaus interessante Einsatzmöglichkeiten. Daher wird dies nicht eine der ersten Linsen sein, die ich kaufe, aber ich lasse sie vorläufig auf meiner Liste.

Für den Anfang habe ich mir dann die X-Pro 1 sowie das 56mm und das 35mm geordert und werde mich nun auf das Abenteuer Fuji einlassen. Die größte Hürde wird wohl der Kontrast-Autofokus sein, der eine andere Arbeitsweise als der Phasen-Autofokus der Spiegelreflexkameras hat. Das der Autofokus nicht so schnell sein wird wie der einer Spiegelreflexkamera war mir klar. Aber das andere Arbeitsprinzip des Autofokus ist etwas mit dem man erst lernen muss umzugehen wenn man sein fotografisches Leben lang nur mit Spiegelreflexkameras fotografiert hat. Aber das ist eine Herausforderung auf die ich mich schon freue und ein wenig Erfahrung konnte ich ja schon mit der X100T sammeln.

Ob ich nun bei Fuji bleibe und mir weitere Objektive für die X-Pro 1 kaufe kann ich derzeit noch nicht sagen, aber es ist sehr wahrscheinlich. Ob ich wieder zu Canon zurückkehre oder im Gegenteil meine komplette Canon Ausrüstung verkaufe weiß ich (auch) noch nicht. Aber solche Entscheidungen trifft man nicht sofort, dafür nimmt man sich Zeit. Und aus diesem Grund muss ich leider auf meinen nächsten Beitrag verweisen, den ich hier verfassen werde, nachdem ich einige Zeit mit dem Fuji-System verbracht habe.

Alle Fotos in diesem Beitrag wurden mit der Fuji X-Pro 1  mit dem XF 35mm F1.4 R gemacht.

aus Wien, Lukas D. Albert für LDAMiAb.com