Meine (iPhone) Lieblingsapps - Teil 2

Lieber Freund,
Letzte Woche habe ich dir bereits fünf Apps vorgestellt, von denen ich denke, dass du sie dir zumindest einmal ansehen solltest. Hier nun die Fortsetzung mit fünf weiteren Apps:

Snapseed

FullSizeRender.jpg

Preis: kostenlos
Dieses Programm sollte niemand nicht auf seinem Smartphone haben. Außer du benutzt dein Smartphone nicht, um Fotos zu machen. Ich behaupte hier einfach, dass Snapseed am Smartphone das ist, was Lightroom am PC oder Laptop ist. Ja, es gibt auch eine mobile Version von Lightroom und auf meinem iPad ist diese auch installiert, aber am Smartphone und für "jedermann" ist Snapseed das Fotobearbeitungstool schlechthin. Für den noch nicht so erfahrenen Bearbeiter gibt es eine ganze Reihe an Tutorials (unten auf "Tipps & Tricks" klicken) und auch ich habe hier schon das eine oder andere gelernt. Direkt nachdem man das zu bearbeitende Bild ausgewählt hat, kann man durch Drücken des Bleistift-Icons auswählen, was man verändern möchte. Neben "Feinabstimmung" womit man alle typischen Parameter wie Belichtung, Kontrast, Schatten/Lichter, usw. verändern kann, gibt es noch Werkzeuge wie "Beschneiden", "Drehen", "Weißabgleich", "Vignettierung", "Reparieren", und, und, und. Mit "Speichern" wird das originale Bild mit den Änderungen gespeichert, mit "Kopie speichern" wird ein neues Bild mit den Änderungen erstellt, das Original verlbeibt so, wie es war. Alle Bearbeitungen lassen sich mit beiden Speicherarten nachträglich ändern und rückgängig machen, nur wenn man das Bild exportiert (was ein neues Bild erzeugt und das Original nicht ändert) ist das nicht mehr möglich. Keine meiner Bilder, welche ich von meinem iPhone aus poste, schaffen es in der Internet, ohne durch Snapseed zu müssen. Die Kamera des iPhones ist sehr gut, aber ein bisschen aufpolieren ist doch immer notwendig.


 
FullSizeRender.jpg

Preis: 2,29€
Die App mag heute etwas unnötig erscheinen, vor allem deswegen, weil Instagram (mittlerweilen) Bilder die nicht quadratisch sind, auch so anpassen kann, dass alles sichtbar ist. Aber Squaready Pro kann mehr als nur das. Die Balken oben und unten können nicht nur in der Farbe variiert werden, wie du auf dem Screenshot sehen kannst, kann man auch Teile des Fotos veschwommen einblenden. Daneben gibt es noch weitere Einstellmöglichkeiten für das Foto. Ob zentriert, links- oder rechtsbündig, ob mit oder ohne Metadaten (GPS, EXIF, usw.), da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Im Übrigen gibt es diese App auch mit Werbung, dann kostet sie nichts. Sehr praktisch, wenn man die App mal ausprobieren möchte. Das ist übrigens eine Sache, die ich am Appstore nicht mag. Das es nämlich keine "Demo-Versionen" gibt. Daher finde ich es immer gut, wenn die Enwicker selbst hier dieses Manko des Apple-Appstore ausgleichen und Werbefinanzierte bzw. in ihrem Umfang eingeschränkte Versionen kostenfrei anbieten. Ich habe mir die werbefreie Version gegönnt, weil ich die Entwickler damit unterstützen wollte. Und auch wenn ich das ganze Gejammere über die (horrenden?!?) Preise der Apps nicht ganz nachvollziehen kann, ist mir doch, als ich die Preise für die Apps hier recherchiert habe, fast mein iPhone 6s in meinen Venti-Triple-Caramel-White-Mocca von Starbuck gefallen ;) Also mal ganz ehrlich, wenn ich nicht einmal die paar Euro für eine nette kleine App ausgeben will, da fehlen mir einfach nur die Worte. Aber das hat jetzt nichts mit dieser App zu tun, die ist nämlich wirklich ordentlich progarmmiert, leistet mir gute Dienste und ich habe es nicht bereut die 2,29€ dafür auszugeben!


 
FullSizeRender.jpg

Preis: 2,29€
Diese App ist vielleicht nicht für jeden Fotografen, aber definitiv für jene, die sich der Astrofotoggrafie widmen. Oder die damit gerne anfangen würden oder die, die sich allgemein für den Weltraum, Sterne und Planeten interessieren. Ich selber bin in dieser Hinsicht ein totaler Laie und finde vielleicht noch den großen Wagen und Orion, aber alles andere ist ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Michael dagegen ist ein totaler Astro-Geek, der braucht diese App sicher nicht. Wobei sie sicherlich auch für ihn interessant ist. Mit aktiviertem GPS braucht man sein Smartphone nur in die Richtung des Himmels halten, der einen interessiert und schon sieht man, welche Sterne, Planeten, usw. sich in diesem Bereich befinden. In der App lässt sich auch leicht konfigurieren, was man sehen möchte und was nicht. Planeten, Sterne, Nebel, Kometen, Sternbilder mit Linien oder doch schöne grafische Darstellungen. Daneben kann sowohl der Ort als auch die Zeit beliebig verstellt werden um zu sehen, ob sich der Trip nach Timbuktu lohnt um die Milchstraße am 5.Dezember 2018 zu fotografieren. So konnte ich zum Beispiel sehen, dass Michael und ich zwar am 11.August wenn wir den Erzberg besuchen, sicherlich schöne Milchstaßenfotos von Mariazell aus machen können, aber erst nach 21.40 wenn es richtig Dunkel geworden ist. Da wir aber schon früher vom Erzberg wegfahren, wird das wohl dieses Mal nichts mit den Astrofotos. Für alle Astro-Interessierhen habe ich hier noch ein "Goodie", das zwar nichts mit der App selber zu tun hat, aber hilfreich sein kann, möchte man sich den Sternenhimmel ansehen. Eine Lichtverschmutzungskarte die online abrufbar ist und einem hilft, richtig dunkle Orte zu finden :) Zusätzlich zum Google Maps Overlay gibt es diese Karten auch zum Download, wenn man mal kein Netz hat...


 
FullSizeRender.jpg

Preis: kostenlos
Interessiert man sich eher dafür, wo die Sonnen an einem bestimmten Datum zu einer bestimmten Zeit ist, genügt die App Sun Route, welche kostenlos ist. Die App nutzt Argumented Reality, bekannt wohl vor allem durch die Pokemon App, um den Stand der Sonne anzuzeigen. Ich habe im Garten einen Screenshot gemacht, wo die Sonne in zwei Monaten sein wird, wenn ich um genau dieser Uhrzeit hier sein werde. Finde ich sehr praktisch, wenn man einen tollen Ort zum Fotografieren gefunden hat, aber die Sonne nicht da ist, wo man sie gerne hätte :) Die App ist sehr intuitiv aufgebaut. Ein Tipp auf das Kalendersymbol lässt einen das Datum einstellen. Die Uhrzeit stellt man durch links- bzw. rechtsdrehen des Smartphones ein. Die Sonne (der gelbe Punkt natürlich) wandert entsprechend der Uhrzeit nach oben oder unten. Schön zu sehen ist, wo heute (30.7.) die Sonne ist und wo sie am 30.9. sein wird.


 
IMG_0387.PNG

Preis: 3,49€
Ganz schön heftiger Preis für eine Messager-App wirst du dir denken. Noch dazu kostet WhatsApp & Co keinen Cent. Und außerdem, wer hat heute kein WhatsApp (ich kann jedenfalls die Kontakte in meinem Telefonbuch wohl an einer oder vielleicht zwei Händen abzählen, die es nicht haben), wozu also einen anderen Messager verwenden? Mein bester Freund Peter hat mir diese App empfohlen, vor vielen Jahren. Damals war von eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung in Messagern noch keine Rede. Threema verwendet seit Anfang sowohl eine Verschlüsselung um die Daten welche gesendet werden zu schützen genau so wie die Kommuniktion zwischen Smartphone und Server zu sichern. Die Server über welche die Kommunikation abläuft stehen in der Schweiz und unterliegen somit den (sehr) strengen Datenschutzrichtlinien der Schweiz. Außerdem speichern die Server die Daten nur so lange, bis die Nachricht beim Empfänger sicher angekommen ist. Ver- und Entschlüsselung der Daten findet am Smartphone statt, die Server dienen ausschließlich als Transportmedium. Und wem das alles noch nicht genug Sicherheit ist, kann die korrekte Implementierung der Verschlüsselung selber überprüfen (dies wurde im übrigen auch bereits unter anderem vom Heise Verlag - in der c't - gemacht). Wem das noch immer nicht genug ist, wenn du Threema das erste Mal startest, wird eine "Threema-ID" erstellt. Diese ID wird nur ein einziges Mal generiert, deinstalliert amn die App und installiert sie neu, wird eine neue ID generiert. Diese ID kann, muss aber nicht(!), mit der Telefonnummer und/oder Emailadresse verknüpft werden. Anonymer geht es nicht. Kontakte knüpft man entweder über die Telefonnummer oder Emailadresse, soweit mit der ID verknüpft, oder über einen Buchstaben-/Zahlencode der aus der ID generiert wird. Eine "Ampleanzeige" zeigt an, ob der Kontakt "vertrauensürdig" ist oder nicht. Ein roter Punkt bedeutet, dass man den Kontakt nur über die ID kennt. Zwei gelbe Punkte bedeutet, dass die ID mit einer Telefonnummer und/oder Emailadresse aus dem eigenen Telefonbuch verknüpft ist. Drei grüne Punkte gibt es nur dann, wenn man sich mit dem Kontakt persönlich trifft und einen QR-Code scannt, den die App generiert. Diese App ist meiner Meinung nach völlig sein Geld wert, vor allem, wenn man ein wenig auf Privatsphäre, Datensicherheit und Verschlüsselung Wert legt.


 

Was denkst du über meine Auswahl? Waren Apps dabei, die du noch nicht kanntest? Habe ich Apps vergessen, die deiner Meinung nach auf meinem iPhone unbedingt sein sollte? Würde mich über ein Kommentar oder eine Email freuen! Bis zum nächsten Mal, Dein