Meine Lieblingsgadgets (Teil 1?)

Lieber Freund,
In den vergangenen Wochen habe ich dir insgesamt 10 Apps vorgestellt, die ich auf meinem iPhone habe und die ich gerne als Fotograf nutze (Hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2). Nun setze ich diese Reihe mit meinem Lieblingszubehör fort.

Auch hier gilt wie schon die letzten Male, dass ich mir alle Gadgets selbst gekauft habe, ich bekomme nix, wenn du das eine oder andere Teil kaufst. Ich möchte dir lediglich ein paar - zumindest für mich - nützliche Helferlein präsentieren. Diese unterstützen, wie auch schon die vorgestellten Apps, meinen Workflow und helfen mir schneller zu erreichen, was ich möchte. Dieses Mal habe ich die Preise nicht recherchiert, auch schon alleine deswegen, weil ich diese Dinge in verschiedenen Ländern gekauft habe und der Markt voll ist mit sehr ähnlichen Produkten in veschiedensten Preisregionen. Nun aber zu den kleinen Helferleins, die ich mir über die Jahre zugelegt habe.

1. Apple's SD/USB auf 30 pol. Connector

Eigentlich hätte mir die USB Variante gereicht, denn zum Kaufzeitpunkt hatte ich nur die Canon 5D im Einsatz (und die hat CF Karten), aber es gab sie damals nur als Pärchen. Heute muss ich "zum Glück" sagen, denn ich bin nur noch mit SD Karten unterwegs. Ja, die Fuji X100T hat WLAN, aber erstens ist die Verbindung etwas mühsam herzustellen und zweitens habe ich ja auch noch die X-Pro1. Und die hat kein WLAN verbaut. Benutzt habe ich die beiden Adapter allerdings nur, um die Bilder auf mein iPad zu bekommen. Ich glaube mit dem iPhone haben die nicht funktioniert. Zumindest nicht mit dem, das ich hatte. Zwei kleine Punkte muss ich jedoch anführen, die mir an dem System nicht all zu sehr gefallen. Erstens: Das Erstellen der Bildvorschauen dauert etwas, wenn viele Bilder auf der Karte sind. Dummerweise schatet sich das iPad währenddessen ab und tut dann (glaube ich jetzt) nicht weiter. Beim Importieren der Bilder in Lightroom dauert es ähnlich lange, aber da kann während ich warte einen Kaffee holen oder was anderes machen. Zweitens: Wenn man dann ein paar Bilder ausgewählt hat und auf "Importieren" klickt fragt das iPad nach "Alle importieren" oder "Auswahl importieren"? Warum habe ich wohl ein paar Bilder ausgewählt? Das ist schon fast so, wie wenn der Airbag fragt "Sicher, dass ich auslösen soll?" ;) Naja, nicht ganz so schlimm aber trotzdem etwas nervig. Die Abfrage nach dem Importieren, ob man die Fotos behalten will oder ob sie (auf der Karte!!) gelöscht werden sollten, finde ich persönlich ziemlich blöd, wenn nicht sogar gefährlich! Das kann man aber leicht umgehen, in dem man den Schreibschutzschalter der Karte auf "Lock" schiebt. Das mache ich auch beim Importieren in Lightroom, das kann einem viel Ärger ersparen.


 

2. Apple's SD auf Lightning Connector

Hmmmm, noch ein Connector? Ja, diesmal der für mein iPhone. Eigentlich brauche ich den gar nicht, denn wenn ich unterwegs bin, habe ich meine X100T dabei und die verbindet sich ja über WLAN mit meinem iPhone. Das ist zwar, wie schon geschrieben, etwas umständlich, aber noch immer günstiger als der Adapter. Nun ja, als ich mit Michael aber in München war, wollte ich Postkarten (jupp, ich bin noch so altmodisch) mit von mir gemachten Fotos versenden. Das geht ganz toll mit der Postkartenapp der österreichischen Post und ist mit 1,99€ pro Karte auch durchaus preislich OK. Eigentlich hätte ich diese App bei meinen "Top 10" anführen müssen. Notiz an mich selbst: Neue Liste mit 10 weiteren Apps die ich mag anlegen. Zurück nach München, wo ich feststellen musste, das ich ja die X-Pro1 eingepackt hatte. Und da ich nur im iPhone eine deutsche SIM Karte hatte, war es mir zu mühsam, die Bilder auf mein iPad zu laden (mit dem SD Adapter), dort zu bearbeiten, an irgend einem WLAN Hotspot in die Dropbox zu laden, mit dem iPhone herunter zu laden und die Postkarten zu gestalten. Also sind Michael und ich kurzerhand in den nächsten Appelstore gepilgert und ich habe mir auch diesen Adapter gekauft. Wir sind ja schließlich nach München gefahre um Fotos zu machen, nicht um einen WLAN Hotspot zu suchen. Und das Aufladen meiner Prepaid Karte war mühselig genug. Doch das ist jetzt vorbei, ich habe 8GB Datenvolumen in der ganzen EU, dank Zweitkarte auch am iPad. Funktionsweise und Kritikpunkte beteffend des Adapters sind im Prinzip bereits oben angeführt, wobei das Importieren mit diesem Adapter gefühlt schneller geht.


 

3. "World Power" Adapter

Den habe ich mir am Flughafen in Heathrow gekauft. Ich habe im Vorfeld meiner Londonreise zwar schon ein wenig herumgesucht, aber nichts gefunden, was mich persönlich zufriedengestellt hätte. Diesen Adapter habe ich im Duty Free gefunden und er hat alles was ich brauche (ich hatte noch einen einfachen UK/AUT Adapter mit, sowie eine 3er-Steckdose und meine beiden Ladegeräte, hätte ich nichts gefunden). Ich kann auf beiden Seiten so gut wie jede Steckdose bzw. Stecker nutzen (nicht das ich viele "fremde" Stecker hätte), die sich auf der Welt finden und zusätzlich (das war mir besonder wichtig) habe ich zwei USB Ports zum Aufladen. Mit (insgesamt) 2,4A Ladestrom, also bis zu 1,2A je Port (oder bis zu 2,4A wenn nur einer belegt ist). Daran bin ich bisher nämlich immer gescheitert. Die Adapter die ich bis dahin gefunden hatte, hatten entweder "nur" 1,2A für beide zusammen oder überhaupt keine. Der Adapter war zwar nicht ganz billig (Ich gaube um die 20 Pfund) und wenn ich weiter gesucht hätte, hätte ich sicher auch einen passenden im Internet gefunden, aber jetzt habe ich ihn nun mal und dabei bleibts. Und wie du sehen kannst, spare ich mir damit einen Haufen extra Zeug. Ich brauche keine 3er-Steckdose mehr, denn iPad und iPhone kann ich direkt aufladen, ebenso spare ich mir die beiden Netzteile (die Kabel dazu muss ich sowieso mitnehmen). Zusätzlich könnte ich auch noch eine Nachttischlampe (wieder) anstecken, sollte mein Zimmer keine freie Steckdose dafür haben (da ist es wieder praktisch, dass ich so gut wie jeden Stecker nutzen kann). Ist mir auch schon in mancher Unterkunft passiert, dass ich das eine oder andere Elektrogerät abstecken musste um meine Geräte zu laden. Außerdem kann ich den Adapter verwenden, wenn ich im Zug Strom brauche, denn die haben meist nur "normale" Steckdosen beim Sitz. Oder am Flughafen. Da gibt es zwar auch USB Ladestationen, aber letztes Jahr im Oktober konnte ich einen anderen Reisenden glücklich machen, als ich ihm einen meiner USB Ports zum Aufladen anbot. Alle anderen USB Ladestationen waren nämlich belegt und sein (amerikanisches) Netzteil passte nicht in die Steckdosen am Flughafen.


 

4. Powerbank

Nachdem ich mir einen guten Artikel der c't über (Mogel) Powerbanks zu Gemüte gefürt hatte, habe ich mich für die Amazon Basic 10.000mAh Powerbank enschieden. Die Smartphones von heute sind nun einmal Energiehungrig, das liegt in der Natur der Sache. Die Displays werden immer größer, die Telefone immer schmaler, die Prozessoren immer leistungsfähiger. Mein guter alter Palm Treo 650 musste auch über Nacht aufgeladen werden. Üblicherweise habe ich das immer von Sonntag auf Montag Nacht getan, dann konnte ich ihn die ganze Woche über verwenden. Lange sind diese Zeiten vorbei. Verstehe mich nicht falsch, aber im Grunde hatte war ich auch mit dem Treo 650 zufrieden. Auf der anderen Seite möchte ich die Technik von heute aber auch nicht mehr missen. Daher behelfe ich mir einfach mit einer (oder eigentlich zwei) Powerbank(s). Die große Powerbank ist, so wie alle oben genannten Gadgets immer in meiner Fototasche, ebenso wie zwei USB Kabel (und diverse Adapter). Praktisch, wenn man unterwegs ist und die nächste Steckdose ist nicht in Sicht. Nur die Verwendbarkeit (vor allem des iPhones) leidet schon etwas, wenn da ein USB Kabel mit Powerbank dran baumelt. Daher habe ich mir einen Zusatzakku nur für mein iPhone gekauft. Die Powerbank (Michael hat sich die neurere Version mit schon 16.000mAh geholt) hat zwei USB Ports mit insgesamt 3,4A, also 1,6A Ladestrom je Buchse. Damit wird auch das iPad relativ schnell aufgeladen bzw. beim Filmschauen entlädt es sich nicht (die Akkuladung bleibt konstant). Der Zusatzakku fürs iPhone macht selbiges zwar relativ dick, aber das stört mich eigentlich nicht. Einziges Manko ist, dass sich auf der Linse der Kamera durch die Bauform der Aussparung relativ schnell und einfach Staub fängt. Dazu ziehe ich den oberen Teil aber einfach vor einem Foto ab, wische die Linse sauber und gut ist's. Zudem habe ich zwischen Akku und iPhone noch einen "Notgroschen" in Form eines 5€ Scheines gepackt. Somit sollte mir nie der Saft als auch das Geld ausgehen. Zumindest vorübergehend. Will ich allerdings Adapter No 2 (siehe oben) anstecken, muss ich den Zusatzakku entfernen. Dieser hat nämlich zum Aufladen (und Datenübertragen) einen Micro-USB Anschluss. Dafür kann ich den Akku eigentlich überall aufladen, auch wenn ich mal kein Kabel dabei habe. Dank fast aller anderen Smartphonehersteller, die lieber auf Kompatibilität und Konnektivität als auf Proprietärität setzen. Übrigens ist die Powerbank genau so groß wie mein iPhone 6s und etwa doppelt so dick (bzw. genau so dick, wie mein iPhone mit Zusatzakku).


 

5. Samsung Gear S3 Smartwatch

Ja, nun ist es raus, ich habe keine AppleWatch. Konnten die Meisten noch verstehen, dass ich eine Pebble hatte, setzt spätestens jetzt Kopfschütteln und Unverständnis ein. Zumindest bei den Hardcore-Fans beider Lager. Wie kann ich es wagen, zu einem iPhone eine Gear S3 zu nehmen? Wie kann ich es wagen, kein Samsung Smartphone zu besitzen, da ich doch die Gear S3 habe? Wer mich dagegen gut kennt, so wie du, weiß, dass ich mir immer jene Dinge kaufe, die für mich am Besten sind. Und abgesehen von der Preisdifferenz (die dank eines Amazongutscheins noch größer war) sprach auch das Design für die S3. Ich mag es einfach mehr, wenn eine Uhr wie eine Uhr aussieht. Das tut die AppleWatch nun mal nicht. Ja, ich muss zugeben, das Zusammenspiel zwischen iPhone und S3 ist nicht perfekt und kann definitiv verbessert werden. Ich finde es toll, dass Samsung die Gear S3 auch für Apple geöffnet hat, aber es gibt noch genug Raum für Verbesserungen. Gerade wenn die Gear App offen ist, ist die Bluetoothverbindung alles andere als stabil. Das wird sich sicherlich in der (hoffentlich näheren) Zukunft ändern, aber alle wichtigen Funktionen laufen soweit stabil und zu meiner Zufriedenheit (zumindest fast immer). Zugegeben, die AppleWatch zusammen mit dem iPhone bietet sicherlich ein umfangreicheres Gesamtpaket, ebenso wie die Gear S3 mit einem Galaxy S7 (oder so) es tun würde. Aber für mich geht es bei diesen Gadgets nicht immer darum, das Maximum herauszuholen. Oftmals reichen mir auch "nur" 80% :)


 

Ich habe natürlich noch eine Vielzahl anderer größerer oder kleinerer Gadgets, aber diese fünf benutze ich immer wieder gerne und oft. Vielleicht erweitere ich ja diese Liste auch noch um fünf weitere Gadgets, das eine oder andere würde mir schon noch einfallen, das zumindest erwähnenswert wäre. Bis dahin, noch einen schönen Sommer, Dein