Das war meine Photokina 2014 (und mehr)

Zugegeben, journalistisch muss ich noch einiges lernen, aber ich sehe es ganz einfach: Nur durch Übung wird man zum Meister! So war es auch auf der Photokina, ich war mehr interessierter Besucher als Journalist. Ich habe eine ganze Tragetasche voll Prospekte aber kaum Bilder gemacht. Naja, das nächste Mal wird es besser werden, versprochen!

Nach einer 10-stündigen Autofahrt kam ich zusammen mit Michael am Montag Abend in Köln an. Unser Quartier war etwas außerhalb der Innenstadt, aber verkehrstechnisch gut angebunden. Keine 10 Minuten später waren wir in der Innenstadt und bummelten durch die Straßen Kölns. Bei einem Kaffee legten wir uns die Strategie für Dienstag fest.

Da die Photokina ihre Pforten erst um 10:00 für die Besucher öffnet (mein Presseausweis kam erst gestern mit der Post, nächstes Jahr kann ich mir also eine Akkreditierung holen und bereits ab 09:00 durch die Hallen streifen) war genug Zeit zuerst in der Stadt zu frühstücken und dem Dom zu Köln einen Besuch abzustatten. Natürlich kennt man den Dom aus diversen Filmen, Reportagen und Fotos. Aber das er so groß ist, hätte ich mir nicht gedacht.

Das der Dom im gotischen Stil erbaut ist (Baubeginn 1248, Bauende erst 1880!) lässt sich schwer leugnen. Die hohe, filigrane Bauweise mit Kreuzrippengewölbe sagt sogar einem Baustil-Laien wie mir, dass es Gotik sein muss. Die riesigen Glasfenster werfen interessante Muster auf die Wände und den Boden, wenn die Sonne richtig steht. Unweigerlich richtet man seinen Blick nach Oben, um das Kreuzrippengewölbe in rund 50 Meter Höhe zu erblicken.

Als ich das nächste Mal auf die Uhr schaue ist es schon fast zehn Uhr, also auf zur Photokina, dem Hauptgrund unserer Reise nach Köln. Kaum angekommen teilen uns freundliche Ordner mit, dass der Südeingang geschlossen ist, zu viele Menschen wollen auf die Messe. Also schnell in den bereit stehenden Shuttlebus und zum Nordeingang. Dort angekommen traue ich meinen Augen nicht. Kaum Menschen beim Eingang, also nichts wie rein, es ist ja schon halb elf.

Da ich mir im Vorfeld bereits die Photokina App auf mein iPad geladen hatte, wusste ich natürlich schon, welche Stände ich unbedingt besuchen wollte. Glücklicherweise funktioniert die App auch ohne Internet, nur beim Ersten Start (bzw. wenn man ein Update machen möchte) braucht man eine Internetverbindung. Zwar gibt es auf der Kölnmesse ein WLAN, aber die Preise sind -meiner Meinung nach- etwas zu saftig, da poste ich die Berichte und Twitter-Nachrichten am Abend im Quartier in dem es gratis WLAN gibt. Im Nachhinein wäre es doch klüger gewesen, sich um mobiles Internet zu kümmern, mal schauen welche Optionen mir mein Mobilfunkbetreiber für das nächste Mal anbieten kann.

Was gibt es also neues in der Fotowelt? Canon präsentiere die EOS 7D Mark II, Spezifikationen und weitere Infos gibt es hier. Die 7D Mk II bietet sich vor allem für diejenigen an, die bereits einige Erfahrung mit digitalen Spiegelreflexkameras gesammelt haben und nun "etwas besseres" suchen, aber noch nicht bereit sind auf die 5D Mk III aufzurüsten. Ich persönlich würde eher die 5D Mk III wählen, das liegt aber daran, dass ich mit meiner "alten" 5D bereits Vollformat-Luft geschnuppert habe und die 7D einen Sensor im APS-C Format hat, hätte ich noch meine uralte 300D wäre die 7D Mk II sicherlich eine sinnvolle Anschaffung um fotografisch weiter zu kommen.

Canon wie Nikon hatten im Prinzip je eine eigene Halle, in den übrigen neun Hallen tummelten sich Hersteller und Vertriebspartner aller Marken rund um's Thema "Foto" und "Video". Besonders fasziniert haben mich die Drohnen der Firma DJI. Zwar sind die Preise nicht ganz ohne, vor allem wenn man bedankt, dass es ja beim Grundpreis für das jeweilige Modell nicht bleibt. Zusatzakkus sind Pflicht, sonst ist der Spaß mit den Fluggeräten schnell vorbei. Wer viel unterwegs ist, sollte auch über die Anschaffung eines Koffers für den Transport nachdenken. Auch hier gab es einige Hersteller, die auf der Messe Hartschalenkoffer mit passenden Schaumstoffeinsätzen anboten. Wer eine Demonstration eines solchen Fluggerätes sehen möchte, Jared Polin aka The FRO von FroKnowsPhoto.com hat ein nettes Video gemacht. Zu finden auf seiner tollen Seite, seinem Youtube Kanal oder einfach hier klicken.

Nicht weniger faszinierend waren die Action-Kameras der Firma Go Pro. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht schon mal ein Video gesehen hat, das mit einer Go Pro gedreht wurde. Ich hatte gehofft einen Nachfolger der Go Pro Hero 3+ auf der Photokina zu sehen, dem war aber nicht so. Es ist ja nicht so, dass die aktuelle Go Pro nicht mehr Up-To-Date wäre (Spezifikationen) aber es gab immer wieder Gerüchte um einen Nachfolger. Irgendwann in naher Zukunft muss ich mir so ein Teil zulegen.

Die Firma EIZO bietet bereits seit vielen Jahren exzellente Monitore für Fotografen und Grafiker die einen kalibrierten Monitor brauchen. EIZO stellte auf der Photokina den brandneuen "Farbenretter" vor, der EIZO CS240. Dabei handelt es sich um einen 24" Hardware-kalibrierfähigen Monitor mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Weitere Spezifikationen gibt es auf der Homepage von EIZO, auf welcher auch der Preis angegeben ist: 699 Euro. Zusätzlich muss man natürlich noch etwa 200 Euro in ein Kalibriergerät erwerben um diesen (oder andere kalibrierfähigne Monitore) Monitor zu kalibrieren. Ein solches Gerät kauft man sich aber normalerweise nur einmal. In Summe sollte man also mit rund 1.000 Euro für die Erstanschaffung rechnen.

Von Think Tank Photo habe ich mir dann noch den AppHouse 10 geholt um mein iPad mit Tastatur, mein Diktiergerät sowie Stifte und Notizzettel unterbringen zu können, wenn ich mal wieder Ausstellungen besuche um journalistisch tätig sein zu können.

Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste war, dass zuhause ein Päckchen der EPF auf mich wartete. Somit ist meine Ausrüstung komplett und ich werde versuchen in Zukunft nicht nur hier sonder auch auf meinen Sozialen Medien vermehrt journalistisch tätig zu sein!