"Romeo und Julia" ?!?

Fuji X100T, 23mm, 1/60sec, f/4.0, ISO 2500

Jeder der mich kennt weiß, dass ich ein begeisterter Anhänger der RAW-Fraktion bin. Noch. Denn in letzter Zeit habe ich neben RAW auch begonnen RAW+JPEG Fine zu speichern. Michael macht das schon länger, da er das eine oder andere Foto sehr rasch braucht und oftmals das JPEG "gut genug" ist um weiter gegeben zu werden. Natürlich ist jeder Fotograf darauf aus, sein Foto so perfekt wie nur möglich bereits in der Kamera hin zu bekommen. Das fängt beim Bildausschnitt an und hört bei den benutzerdefinierten Einstellungen zu Sättigung, etc. auf. Richtig zufrieden war ich jedoch nie damit, was mir da als JPEG von der Kamera präsentiert wurde. Daher habe ich mir gar nicht die Mühe gemacht, meine Speicherkarte mit JPEGs zu füllen, da ich genau wusste, dass ich in Lightroom sowieso nacharbeiten muss. Bis jetzt jedenfalls. Seitdem ich begonnen habe in der Fuji-Community aktiver mitzulesen und Podcasts zu hören bin ich immer öfter über das Thema RAW vs. JPEG gestolpert. Und ob es SInn macht in RAW zu fotografieren oder ob JPEG nicht doch reicht.

Fuji X100T, 23mm, 1/60sec, f/5.6, ISO 3200

Ich selbst bin noch am Ausprobieren und "Fine-Tunen" meiner beiden Fujis damit die JPEGs wirklich so aus der Kamera kommen wie ich mir das vorstelle. Aber alleine mit dem Aussehen der JPEGs in der Grundeinstellungen bin ich schon sehr zufrieden. Ein wenig Hand lege ich aber nach wie vor in Lighroom an die RAW Dateien, damit sie so aussehen wie ich das möchte. Aber der Zeitaufwand ist von einigen Minuten pro Bild auf einige zehn Sekunden geschrumpft. Ich werde wohl noch eine Weile in RAW+JPEG fotografieren, bis ich für die einzelnen Filmsimulationen die optimalen Einstellungen habe. Die Filmsimulationen könnten jedoch ein Argument für RAW und gegen JPEG sein. Denn die kann ich nachträglich bei einem JPEG nicht ändern, bei den RAW Dateien schon (obwohl die in Lightroom verwendeten Presets von Adobe nicht *ganz* so gut sind, wie die von Fuji). ABER die Kameras bieten neben einem Belichtungsbracketing auch einen Modus mit welchem ich drei (frei wählbare) Filmsimulationen auswählen kann und dann werden eben drei JPEGs abgespeichert. Für die meisten Situationen überlegt man sich sowieso zuerst welche Filmsimulation die Beste ist und mit der Bracketing Funktion kann man noch zwei weitere dazu nehmen. Auch damit werde ich mich spielen. Bei meinem ersten Versuch musste ich aber feststellen, dass ich obwohl ich s/w mit Rotfilter ausgewählt hatte, der EVF ein Farbbild anzeigte. Ob das an meiner Unfähigkeit liegt, oder tatsächlich nicht anders geht, werde ich auch noch herausfinden.

Fuji X100T, 23mm, 1/60sec, f/4.0, ISO 3200

Mein Fazit jedenfalls ist, dass ich noch nicht entschieden habe welches der beiden Formate von mir öfter genutzt werden wird. Vermutlich wird es auf eine Kombination von beiden hinauslaufen. Gerade bei kritischen Aufnahmen oder wenn ich weiß, dass ich das Foto für wirklich große Ausdrucke brauche ist natürlich das RAW Format im Vorteil. Aber unterwegs, für den Blog, Instagram Facebook und Co. reicht die Qualität der JPEGs im Normalfall mehr als aus. Jetzt steht erst einmal unser Ing.Walk #006 - Weihnachtsedition an, um 16:00 geht es los, wir ziehen in Wien umher und machen weihnachtliche Fotos. Da werde ich gleich anfangen mich mit verschiedenen Einstellungen zu spielen, die Weihnachtsbeleuchtung kommt ja jedes Jahr wieder, da ist nichts verloren wenn ich dieses Jahr nicht so viele tolle Fotos habe ;) Und außerdem steht Weihnachten vor der Türe, da habe ich einiges an freien Tagen vor mir. Diese Zeit werde ich nutzen um mich noch intensiver mit meinen beiden Fujis zu beschäftigen. Daher wird es hier im Blog wohl auch etwas ruhiger werden. Genießt die Weihnachtsfeiertage und sollte dies der letzte Bolgbeitag für 2015 sein, rutscht gut in das Neue Jahr 2016 hinüber!

aus Wien, Lukas D. Albert für LDAMiAb.com