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What Youtubers are missing when talking about the 6D Mark II

I rarely do write articles in English but today I thought it is necessary. Recently there have been a lot of YouTubers commenting on using or switching to the 6D Mark II. Also to some, it is the most underrated Canon camera. Recently a video by Jared Polin (aka The Fro) made me think:

Why are so many people do enjoying the 6D Mark II but I just can't like this camera?

The answer came to me very easy: That camera is missing the point. It has a wonderful screen on the back which can be rotated in all directions, it has great video features including Dual Pixel Autofocus and I do like all of this features but this are only video features. We are still talking about an SLR camera – it has a mirror inside and that mirror has a reason. An SLR camera should be good for still images which are the main emphasis in photography. It is a full frame camera and from a camera, with 24x36 mm sensor I expect to be a fairly professional camera especially in the €2000 price range. Unfortunately five years after the original 6D there has not been a leap forward in this direction. The original 6D had an awesome 20-megapixel sensor and was in many ways the successor of the 5D Mark II. Image quality is wonderful AF is based on the 5D Mark IIs diamond array. When I heard the first rumours of the 6D II my reaction was like: shut up and take my money. They claimed SD dual card slots, improved autofocus and a new interesting sensor with approximately 25 megapixels. That sounded like all we ever asked for still images.

Now the problems: we haven't been given the dual card slots, only one slow UHS I SD card slot (that is a big deal since Nikon even gives even cheaper Cameras the ability to write the images on two cards and all other companies also tend to have two slots for memory cards). I can't say they didn't give the camera better autofocus for stills but the way is the problem: The 6D II has the 80D AF module and this is a wonderful AF module for an APS-C camera but on the bigger full frame sensor those AF points are tightly packed in the middle which means I still have to use the focus and recompose technique (it works but I am getting tired of it since I am losing photos I could take otherwise). Finally the imaging sensor: we now do have the dynamic range of the 5D II in an 8 years younger body. That is not the way to go. Updating the original 6Ds sensor would have made more sense than the new sensor that looks bad in comparison to other brands.

One side note on the vlogging aspect: the vloggers I heard that liked the 6D Mark II (for example Jared Polin, Peter McKinnon and Casey Neistat) are all from North America (either USA or Canada). There is a difference to Europe. In the EU there is a difference in taxes between still cameras and video cameras and a camera that can record 30-minute videos or longer are automatically video cameras. This puts some additional limits on usability on cameras for video work. Also, none of them thinks that the video quality is great, most of them rather call it sufficient.

So let's do a recap: the 6D II is a wonderful vlogging camera. It would have been an awesome full-frame mirrorless camera but the problem is that this camera is still an SLR and not a mirrorless camera. So Canon: Please! If you are listening: get things straight. Let us photographers have the right camera for the right job. A 6D II-ish mirrorless camera with Dual Card Slot in the same price range would be the way to go and Please! Be fast! Competition is big and Sony and Nikon are doing great jobs with their cameras.


 

 

The original 6D for me was the ultimate press photographers tool. It had great low light quality, wireles LAN integrated and many similarities to the wonderfull 5D Mark II. 5 years later the 6D Mark II was expected to be a big leap forward but it failed for many photographers.

The original 6D for me was the ultimate press photographers tool. It had great low light quality, wireles LAN integrated and many similarities to the wonderfull 5D Mark II. 5 years later the 6D Mark II was expected to be a big leap forward but it failed for many photographers.

Canon – was hast du mir angetan (oder Andere Mütter haben auch schöne Töchter)

Vor kurzem erschien nach langer Wartezeit endlich die Canon 6D Mark II und dies hat mich zum Nachdenken gebracht. Die 6D ist ja eine meiner Kameras und der „direkte Nachfolger“ der 5D Mark II, während die 5D Mark III nach Höherem strebte. Für mich zahlten sich die Upgrades zwischen 6D und 5DIII nicht aus und daher stand meine Entscheidung für die 6D fest. Nun gute 5 Jahre nach dem Erscheinen der 6D steht nun fest, das ihr Nachfolger kommt. Diese Nachricht hat mich ursprünglich erfreut, jedoch dauerte es nicht lange bis ich feststellen musste, das sich wenig geändert hat.

Meine eigene Canon 6D (erkennbar an der roten Markierung) - eine großartige Kamera die mir stets die Arbeit erleichtert hat und sehr zuverlässig ist. Sie ist mein Arbeitstier für Fotos.

Meine eigene Canon 6D (erkennbar an der roten Markierung) - eine großartige Kamera die mir stets die Arbeit erleichtert hat und sehr zuverlässig ist. Sie ist mein Arbeitstier für Fotos.

Ich habe mir lange mehr Autofokuspunkte gewünscht und während man nicht sagen kann, dass dieser Wunsch nicht erfüllt wurde, so wurde er doch nur bedingt beachtet. Mein Wunsch waren mehr Cross-Type Autofokuspunkte die auf der Bildfläche verteilt sind. Während ich mit den 45 Autofokuspunkten glücklich geworden wäre und mir mehr zu viel geworden wären, ist die Aufteilung der Punkte im Sucher nicht gelungen. Alle Punkte drängen sich im Zentrum des Bildfeldes zusammen und wieder gibt es für mich keinen wirklichen Vorteil daraus.

Des Weiteren war es ein großer Wunsch von mir, Steckplätze für zwei SD Karten zu haben. Diese hat die 6DII nicht und noch schlimmer, der eine Steckplatz ist nur für die Geschwindigkeiten der inzwischen langsameren und älteren UHS I Karten ausgelegt.

Die Canon 6D Mark II - der lange ersehnte Nachfolger des Originals. So wunderbar mit einigen neuen Features und dennoch so enttäuschend. Hier könnte der Grund für meinen Umstieg auf ein spiegelloses System liegen.  © Canon (www.canon.at)

Die Canon 6D Mark II - der lange ersehnte Nachfolger des Originals. So wunderbar mit einigen neuen Features und dennoch so enttäuschend. Hier könnte der Grund für meinen Umstieg auf ein spiegelloses System liegen.

© Canon (www.canon.at)

Nun weiter zu den allseits beliebten Videofunktionen: Heute erwartet sich jeder 4K Videofunktionen. Während ich kein Fan von 4K Video bin, hat es durchaus seine Berechtigung. In der heutigen Zeit, da immer mehr Kameras mit 4K Video erscheinen, wäre es sinnvoll gewesen dieses in die 6DII zu implementieren. Leider wurde dies nicht getan. Warum? Vielleicht weil die 6DII dann eine bessere Kamera als die 5D Mark IV gewesen wäre? Es scheint der Gedanke gewesen zu sein. Leider lässt es sich für mich nicht nachvollziehen warum dieser Fehler gemacht wurde.

Fassen wir kurz zusammen: die Verbesserungen der neuen Auflage der 6D kommen erstens zu spät und zweitens wurde zu wenig geändert. Daraus lässt sich auch direkt zur zweiten Hälfte des Titels übergehen. Denn dies alles wäre an sich kein Problem, wenn nicht die Konkurrenz groß wäre.

Ich muss zwar Canon immer noch die Entwicklung ihrer eigenen Kamerasensoren zugute halten, doch ich muss auch hier warnen: Es gab in der Vergangenheit einige interessante Patente wie Canons Foveon-artiger Sensor der in der Serienreife möglicherweise außergewöhnliches geleistet hätte, es aber bis jetzt in keine Serienkamera geschafft hat. Die Entwicklung darf nicht stehenbleiben und Canon sollte wie früher unpopuläre Entscheidungen treffen die sich positiv auf den Markt auswirken könnten (Canon setzte bei den SLRs schon sehr früh CMOS Sensoren ein während die meisten anderen Hersteller CCDs verbauten, dies brachte zwar ein wenig höheres Bildrauschen und daher den einen oder anderen schlechten Testbericht, dennoch war es die richtige unbeliebte Entscheidung).

Die Fuji X-T1 ist in Größe und Aussehen mit meiner analogen Minolta X-700 vergleichbar. Das einzige was mich glücklicher machen könnte wäre ein Vollformat Sensor, jeoch verstehe und respektiere ich Fujifilms Entscheidung nicht in den stark umkämpften Sektor der Vollformatkameras einzusteigen.

Die Fuji X-T1 ist in Größe und Aussehen mit meiner analogen Minolta X-700 vergleichbar. Das einzige was mich glücklicher machen könnte wäre ein Vollformat Sensor, jeoch verstehe und respektiere ich Fujifilms Entscheidung nicht in den stark umkämpften Sektor der Vollformatkameras einzusteigen.

Aus meiner Sicht stehen Canon (und nachlassend Nikon) nun auf dem Sektor der spiegellosen Kameras große Konkurrenz gegenüber. Inzwischen sind die Sony alphas und die Fujifilm X-T Reihe mehr als nur ernstzunehmende Alternativen. Inzwischen gehe ich selbst immer mehr dazu über, meine X-T1 zu benutzen und ihr Nachfolger wäre für mich derzeit bessere Kamera als die 6DII. Auch Sony zieht mich in seinen Bann, da es möglich ist dank verschiedener Adapter meine heißgeliebten Canon Objektive weiter zu verwenden. Wenn ein Nachfolger der α7S II erscheint könnte diese ein Gamechanger sein. Sony hat schon mit der α9 eine großartige Kamera hergestellt und eine α7S III könnte durchaus meinen Umstieg bewirken.

Die Sony α7S II - eine der anderen schönen Töchter. Ihr Nachfolger könnte meine Welt auf den Kopf stellen. Das derzeitige Model bietet 12 Megapixel (ausreichend) und eine unglaubliche Leistung bei wenig Licht (high ISO capabilities)  © Sony (www.presscentre.sony.eu)

Die Sony α7S II - eine der anderen schönen Töchter. Ihr Nachfolger könnte meine Welt auf den Kopf stellen. Das derzeitige Model bietet 12 Megapixel (ausreichend) und eine unglaubliche Leistung bei wenig Licht (high ISO capabilities)

© Sony (www.presscentre.sony.eu)

Es sollte also nicht nur den Nutzern zu denken geben, worin sie investieren, sondern auch den Herstellern, vor allem Canon und Nikon wie sie weiter verfahren, denn diese scheinen sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen.